28/05/2025
Geschichte(n) aus dem Stadtpark 📖
🔎Johannes Nepomuk🔍
Johannes Nepomuk (1350 – 1393) studierte Theologie in Prag und kanonisches Recht in Padua. 1380 empfing er die Priesterweihe. Er wurde Domherr und später Generalvikar des Erzbischofs in Prag. Bekannt war er vor allem für seine Predigten und seinen energischen Einsatz für die Rechte der Kirche dem König gegenüber. 1721 wurde er von Papst Innozenz XIII. selig gesprochen und 1729 von Papst Benedikt XIV. heiliggesprochen. Wegen der Art seines Todes wird Nepomuk als "Brückenheiliger" verehrt, dessen Skulptur auf zahlreichen Brücken steht.
Über den Grund für das Martyrium des Johannes Nepomuk gibt es zwei verschiedene Theorien: Johannes war der Beichtvater der Königin. Da der allseits unbeliebte König Wenzel IV. sogar seiner eigenen Frau misstraute, forderte er den Heiligen auf, ihm den Inhalt eines Beichtgespräches zu erzählen. Dieser verweigerte es, wurde gefoltert und in die Moldau geworfen. Wahrscheinlicher ist, dass sich Johannes bei einem Streit des Prager Erzbischofs Johann von Jenstein mit dem König auf die Seite des Bischofs stellte und deswegen von Wenzel gefangen genommen, gefoltert und daraufhin in der Moldau ertränkt wurde.
Die Johannes Nepomuk Kapelle wurde wahrscheinlich 1791 um die bereits bestehende spät-barocke Bildsäule errichtet. Die Kapelle wurde zwischen 1840 und 1850 in neoromanischer Form erneuert.
📸© Mario trummer