18/08/2026
Unsere Presseaussendung vom 14. August für Euch zum Nachlesen!
Wegen Trockenheit geschlossen!
Welchen Sinn machen neue AKWs?
Die Erde erwärmt sich gerade rapide und bereitet nicht nur uns, auch der Tier- und vor allem der Pflanzenwelt enorme Probleme. Wetterextreme werden häufiger und verursachen allerorts Schäden. Aktuell ist es die Trockenheit, die uns zu schaffen macht, ein andermal werden es Überschwemmungen sein, die Schäden sind enorm. Ob der Trend zu stoppen ist, ist fraglich, aber nicht nur Maßnahmen gegen den Klimawandel sind teuer, sondern bereits dieser selbst. Nichts zu unternehmen macht es nur noch schlimmer. Und was, wenn im kommenden Jahr auf diesen trockenen Sommer bereits der nächste folgt?
„Gerne präsentiert sich auch die Atomkraft als emissionsfreie und umweltfreundliche Form der Energiegewinnung, was sie bei Weitem nicht ist“, sagt Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee, „die Fakten sprechen ohnehin eine andere Sprache.“
Nicht nur die Natur und der Anteil an Wasserkraft leiden darunter. Es sind vor allem die AKWs, die mit ihrem hohen Wasserbedarf immer wieder gedrosselt oder ganz heruntergefahren werden müssen.
In Frankreich oder auch der Schweiz passiert das fast schon regelmäßig. Heuer haben auch Ungarn oder Rumänien durch den aktuell niedrigen Wasserstand der Donau ein riesengroßes Problem, das Land und die Industrie mit Energie zu versorgen und daran würden auch weitere Reaktoren nichts ändern. So zuverlässig und konstant, wie von der Atomlobby behauptet, ist Atomkraft nun einmal auch nicht. Dass, wie stolz betont wird, die tschechischen Atomkraftwerke weiterbetrieben werden konnten, täuscht nicht über die Tatsache hinweg, dass auch hier Hitze erzeugt und ungemein viel Wasser aufgewendet werden muss. Es wird eben verdampft, fast 100.000 Liter fließen in Temelín pro Minute durch die Kühltürme.
AKWs gehören eben zu den größten Wasserverbrauchern.
Allein durch den Atomausstieg hat sich in Deutschland der gesamte industrielle Wasserverbrauch um rund 17 % verringert. Prinzipiell produziert ein Reaktor – egal welcher Bauart – nur Hitze, von der lediglich etwa ein Drittel über Dampfturbinen in Strom umgewandelt werden. Die übrigen zwei Drittel sind Abwärme, die über die Kühlung in die Umwelt abgegeben werden müssen.
„Wer das Märchen von einer Zukunft der Atomkraft mit Fantasiereaktoren glauben möchte, an Versprechen, die von vornherein eine Illusion sind, muss sich nur vorstellen, wie die Lage in Europa jetzt bei einem höheren Anteil am Gesamtenergieverbrauch aussehen würde“, gibt Gerold Wagner vom Anti Atom Komitee zu bedenken. Dabei ist noch nicht die Rede von Kosten, Abhängigkeiten oder vom Atommüll.
Wir sollten uns sinnvolleren Lösungen zuwenden.