Anti Atom Komitee

Anti Atom Komitee Auf dieser Seite erfährst Du, welche Aktivitäten wir gegen Atomenergie und AKWs setzen und warum Atom

Unsere Presseaussendung vom 14. August für Euch zum Nachlesen!Wegen Trockenheit geschlossen!Welchen Sinn machen neue AKW...
18/08/2026

Unsere Presseaussendung vom 14. August für Euch zum Nachlesen!
Wegen Trockenheit geschlossen!
Welchen Sinn machen neue AKWs?
Die Erde erwärmt sich gerade rapide und bereitet nicht nur uns, auch der Tier- und vor allem der Pflanzenwelt enorme Probleme. Wetterextreme werden häufiger und verursachen allerorts Schäden. Aktuell ist es die Trockenheit, die uns zu schaffen macht, ein andermal werden es Überschwemmungen sein, die Schäden sind enorm. Ob der Trend zu stoppen ist, ist fraglich, aber nicht nur Maßnahmen gegen den Klimawandel sind teuer, sondern bereits dieser selbst. Nichts zu unternehmen macht es nur noch schlimmer. Und was, wenn im kommenden Jahr auf diesen trockenen Sommer bereits der nächste folgt?
„Gerne präsentiert sich auch die Atomkraft als emissionsfreie und umweltfreundliche Form der Energiegewinnung, was sie bei Weitem nicht ist“, sagt Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee, „die Fakten sprechen ohnehin eine andere Sprache.“
Nicht nur die Natur und der Anteil an Wasserkraft leiden darunter. Es sind vor allem die AKWs, die mit ihrem hohen Wasserbedarf immer wieder gedrosselt oder ganz heruntergefahren werden müssen.
In Frankreich oder auch der Schweiz passiert das fast schon regelmäßig. Heuer haben auch Ungarn oder Rumänien durch den aktuell niedrigen Wasserstand der Donau ein riesengroßes Problem, das Land und die Industrie mit Energie zu versorgen und daran würden auch weitere Reaktoren nichts ändern. So zuverlässig und konstant, wie von der Atomlobby behauptet, ist Atomkraft nun einmal auch nicht. Dass, wie stolz betont wird, die tschechischen Atomkraftwerke weiterbetrieben werden konnten, täuscht nicht über die Tatsache hinweg, dass auch hier Hitze erzeugt und ungemein viel Wasser aufgewendet werden muss. Es wird eben verdampft, fast 100.000 Liter fließen in Temelín pro Minute durch die Kühltürme.

AKWs gehören eben zu den größten Wasserverbrauchern.
Allein durch den Atomausstieg hat sich in Deutschland der gesamte industrielle Wasserverbrauch um rund 17 % verringert. Prinzipiell produziert ein Reaktor – egal welcher Bauart – nur Hitze, von der lediglich etwa ein Drittel über Dampfturbinen in Strom umgewandelt werden. Die übrigen zwei Drittel sind Abwärme, die über die Kühlung in die Umwelt abgegeben werden müssen.

„Wer das Märchen von einer Zukunft der Atomkraft mit Fantasiereaktoren glauben möchte, an Versprechen, die von vornherein eine Illusion sind, muss sich nur vorstellen, wie die Lage in Europa jetzt bei einem höheren Anteil am Gesamtenergieverbrauch aussehen würde“, gibt Gerold Wagner vom Anti Atom Komitee zu bedenken. Dabei ist noch nicht die Rede von Kosten, Abhängigkeiten oder vom Atommüll.

Wir sollten uns sinnvolleren Lösungen zuwenden.

Unsere monatliche AUSgestrahlt Sendung im Freien Radio Freistadt vom 11. August 2026 Link zum Nachhören: https://cba.med...
12/08/2026

Unsere monatliche AUSgestrahlt Sendung im Freien Radio Freistadt vom 11. August 2026
Link zum Nachhören: https://cba.media/788594
Endlagersuche in Tschechien – Transparenz nicht erwünscht
Es gibt einerseits keine vernünftige Lösung für Atommüll, andererseits soll Atomkraft weiter ausgebaut werden.
Auch wenn ein solches Unsummen kostet und niemand sagen kann, ob es funktioniert, nämlich über zigtausende Jahre hinweg, setzen die Atomindustrie, beziehungsweise Länder mit AKWs, ihre Hoffnung auf sogenannte Endlager. So weit so gut.
Besonders originell ist der Umgang mit diesem Thema in Tschechien und die Ignoranz der dortigen Regierung könnte uns leider eines Tages teuer zu stehen kommen.
In unserer AUSgestrahlt Sendung bringen wir Mitschnitte von unserem Endlager-Infoabend in Kerschbaum, aufgezeichnet am 20. Mai 2026.
Eine Kooperationsveranstaltung des „Anti Atom Komitees“ mit Vertreter _ innen der tschechischen Vereine Jihočeské matky und OIŽP und in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Rainbach im Mühlkreis und Leopoldschlag.
Übersetzung: Gabi Reitingerová
Vortragende: Pavel Vlček und Monika Wittingerová
Redaktion: Gerold Wagner (Projektverantwortlicher)

Unsere Sommer AUSgestrahlt Sendung für Euch im DORFTV Linz mit unserem Gast und Experten Mag. Dr. Nikolaus Müllner BOKU ...
29/07/2026

Unsere Sommer AUSgestrahlt Sendung für Euch im DORFTV Linz mit unserem Gast und Experten Mag. Dr. Nikolaus Müllner BOKU Wien:
Link zur Sendung: https://dorftv.at/video/48714
Ist Atomkraft auf dem Vormarsch?
Massiver Atomausbau in Tschechien geplant.
Was bringt's?
Und wohin mit dem Atommüll, womöglich so ganz ohne UVP?
Mag. Dr. Nikolaus Müllner ist Leiter des Instituts für Sicherheits- und Risikowissenschaften an der BOKU in Wien. Er vertritt auch Österreich im Nuclear Safety Standards Committee der IAEA(NUSSC) und ist ein international gefragter Ansprechpartner, wenn es um nukleare Sicherheit geht.
Eine sehr informative Sendung!

Möchte die Atomlobby in Tschechien ihren Atommüll einfach unter den Teppich kehren? – Risikowissenschaftler/Experte gibt Antworten. Gäste:Nikolaus Müllner (Leiter des Institut f. Sicherheits- u. Risikowissenschaften, BOKU Wien) Gerold Wagner (Anti Atom Komitee) Moderation:Manfred Doppler (Mode...

10/07/2026

Liebe Freunde!
Unsere Presseaussendung vom 9. Juli für Euch zur Information und zum Nachlesen!
Der Ausbau von Dukovany – Eine abenteuerliche Finanzierung!
Atomkraft ist unglaublich teuer und keinesfalls rentabel. Auch wenn Länder wie Tschechien sie vorbehaltlos und buchstäblich um jeden Preis vorantreiben möchten, sind auch sie zu¬nehmend mit den Kosten überfordert. „Atomenergie ist für private Geldgeber im Prinzip völlig uninteressant und so entstehen ziemlich abenteuerliche Finanzierungsmodelle“, sagt Gerold Wagner vom Anti Atom Komitee. „Mit Bauzeit- und massiven Kostenüberschreitun¬gen kann man von vornherein rechnen. Vom anfallenden Atommüll ist gar nicht erst die Rede.“
Beim Ausbau von Dukovany soll ein sogenannter Contract for Difference (CfD) zum Ein¬satz kommen. Der tschechische Staat verpflichtet sich dabei, dem Betreiber EDU II 40 Jahre lang den gelieferten Strom zu einem festgelegten Preis abzunehmen, basierend auf einem jährlich festzulegendem Tarif und abhängig von der möglichen Leistung und nicht von der tatsächlich gelieferten Strommenge. Ist der Strompreis niedriger, muss der Staat auf Kosten der Steuerzahler einspringen.
„Es ist daher schlüssig, dass der Staat so nur Interesse an hohen Strompreisen haben kann. Darüber hinaus gewährt Tschechien einen zinsgünsti¬gen Kredit, der über 30 Jahre hinweg nach Fertigstellung der neuen Reaktorblöcke getilgt werden soll“, erklärt Manfred Doppler.
Um auch eventuell an private Milliarden für den Bau zu kommen und die Risiken zu mini¬mieren, soll es für etwaige Investoren Garantien zu für Atomkraft ungünstigen Entwicklun¬gen geben, auch falls eine zukünftige Regierung Tschechiens rationaler handeln sollte – Wieder will hier der Staat mit Steuergeld einspringen.
All das muss jedoch erst von Brüssel genehmigt werden. Ein Bankenkonsortium stellt da¬her zwischenzeitlich unter der Führung der Komerční banka für die Vorarbeiten einen Kre¬dit über 15 Milliarden Kronen zur Verfügung. Wie das Anti Atom Komitee vor einigen Tagen herausfand, sind dabei anscheinend auch österreichische Banken wie die Raiffeisen oder die Erste Bank* über ihre tschechischen Tochterfirmen involviert.
*) Raiffeisenbank a.s. bzw. Česká spořitelna

Von Gerold Wagner und Manfred Doppler

Presseaussendung vom Anti Atom Komitee für Euch zur Information!WIDERSTAND GEGEN DEN ATOMAUSBAU: Es kann losgehen!Währen...
08/06/2026

Presseaussendung vom Anti Atom Komitee für Euch zur Information!
WIDERSTAND GEGEN DEN ATOMAUSBAU: Es kann losgehen!
Während viele Länder den Ausbau Erneuerbarer vorantreiben, plant die Tschechische Republik einen beispiellosen Ausbau der Atomkraft, um damit vorgeblich seine fossilen Kraftwerke zu ersetzen. „Dieses Argument haben wir aber auch schon beim Bau von Temelín gehört“, sagt Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee in Freistadt.
Den Anfang soll am Standort Dukovany eine Erweiterung um zwei Blöcke zu den bereits in die Jahre gekommenen und sicherheitstechnisch von Anfang an bedenklichen vier Reaktoren machen, um damit die Leistung des AKWs zu verdoppeln.
Für ein Bauwerk dieser Größenordnung braucht es klarerweise umfangreiche Vorbereitungen, aktuell angefangen mit geologischen Erkundungen. Als nächstes müssen zur Anlieferung der teils überdimensionalen Kraftwerkskomponenten die Verkehrswege tauglich für Schwertransporte dieser Größenordnung gemacht werden. Bis 2030 sollen so neue Straßen, Brücken und Umfahrungen gebaut, bestehende ausgebaut oder erneuert werden. Unter anderem soll auch für den Schiffstransport das Bett der Elbe ausgebaggert werden. Geschaffen werden müssen weiters Wohnungen für etwa 22.000 vorwiegend ausländische Fachkräfte und deren Familien samt einer Anpassung der Infrastruktur.
„Vom eigentlichen Kraftwerksbau ganz zu schweigen, werden allein diese Maßnahmen die Umwelt – und das nicht nur vor Ort – schon völlig verändern“, kommentiert Gerold Wagner.
Sollten die Reaktoren eines Tages in Betrieb gehen, entstehen durch die geringe Effizienz von AKWs obendrein und nur teilweise nutzbar kontinuierlich mehr als 4.000 Megawatt an Abwärme in die Umgebung.
Eine Erweiterung des AKWs um 2 Reaktoren, steht analog dazu auch in Temelín auf dem Programm. Hier sollen aber zusätzlich auch noch die von der Atomindustrie als Hoffnungsträger gesehenen sogenannten SMRs ins Spiel kommen, Reaktoren mit etwas weniger Leistung.
Auf einem Gelände neben dem Kraftwerk, dem „Nuklearpark Südböhmen“, sollen diese entwickelt und später gebaut werden. Auch wenn die bislang nur auf dem Papier existieren, dürfte eine Fabrik für „kleine“ aber doch hektargroße Reaktoranlagen sich jedenfalls nicht gerade in die Landschaft schmiegen. Darüber hinaus ist es nicht unwahrscheinlich, dass hier auch noch auf einer Fläche von mehreren Quadratkilometern ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll entstehen könnte. Nur am Rande erwähnt seien außerdem Pläne zur Errichtung einer Verbrennungsanlage bei Temelín für gefährlichen Sonderabfall aus der Industrie.

Das Anti Atom Komitee freut sich schon seit längerem darauf, dass auch der oberösterreichische Umweltanwalt Martin Donat erste Schritte gegen diesen Wahnsinn setzt. Ihm liegt eine länderübergreifende Naturlandschaft offensichtlich sehr am Herzen und jedenfalls können dafür sicher bereits bestehende Kontakte nach Tschechien genutzt werden.

AKW Temelin: Foto von Czeva/wikimedia.org

Das Anti Atom Komitee bei Bundesminister Norbert Totschnig in Wien - Unterschriftenübergaben NEIN zu grenznahem Atommüll...
03/06/2026

Das Anti Atom Komitee bei Bundesminister Norbert Totschnig in Wien - Unterschriftenübergaben NEIN zu grenznahem Atommüllendlager - NEIN zum Atomausbau in Tschechien - NEIN ZU SMRs!
Das Anti Atom Komitee startete vor einiger Zeit eine große Unterschriftenaktion gegen ein grenznahes Atommüll-Endlager und gegen den Ausbau der Atomkraft in Tschechien für ober- und niederösterreichische Gemeinden, die auch von zahlreichen weiteren Organisationen aus Österreich mitgetragen wurde.
Mit dieser Aktion sollte die Bundesregierung motiviert werden, sich gegen Atomkraft einzusetzen, anderseits sollten die viele gesammelte Unterschriften auch für den nötigen Rückhalt sorgen.
Auch wurde so die Bevölkerung in den einzelnen Gemeinden auf das Thema aufmerksam gemacht und mit eingebunden.

Insgesamt konnte das Anti Atom Komitee stolze 36.000 Unterschriften aus 231 Gemeinden mit deren tatkräftiger Unterstützung sammeln, was zeigt, dass die Pläne Tschechiens die Menschen hierzulande bewegen.
Bereits zuvor konnten fast 13.000 Unterschriften und später weitere 18.300 an die beiden jeweiligen Umweltministerinnen überreicht werden. In den Jahren 2024 und 2025 sind nochmals rund 4.800 Unterschriften aus vielen Gemeinden dazugekommen.

Am 28. April 2026 bekam das Anti Atom Komitee nun die Gelegenheit, als Abschluss der äußerst erfolgreichen Aktion, diese bei einem Treffen in Wien an Bundesminister Mag. Norbert Totschnig zu übergeben!
Der Bundesminister versprach, die Unterschriften an Vertreter aus der Tschechischen Republik weiterzuleiten.
Bei diesem Anlass konnten auch generell die ambitionierten Ausbaupläne für Atomkraft in Europa und speziell in Tschechien sowie die aktuelle Situation im Zusammenhang mit der Umsetzung der Energiewende im Mühlviertel diskutiert werden.

„Wir bedanken uns ausdrücklich nochmals für das Treffen und das lange sowie angenehme Gespräch zu unseren Themen“, fassen Manfred Doppler und Gerold Wagner zusammen.

Neben zahlreichen anderen Problemen und Risiken beim Einsatz von Atomkraft gibt es für Atommüll nach wie vor keine andere Lösung, als ihn am Ende zu vergraben und darauf zu hoffen, dass so ein Endlager hunderttausende Jahre hält oder dass eben die nachfolgenden tausenden Generationen damit fertig werden.
Das Anti Atom Komitee weist immer wieder auch darauf hin.
Foto BMLUK-Hemerka

19/05/2026
Liebe Freunde!Unsere Presseaussendung und Infos zu 40 Jahre Tschernobyl Das Ende einer Illusion – Aus Tschernobyl lernen...
27/04/2026

Liebe Freunde!
Unsere Presseaussendung und Infos zu 40 Jahre Tschernobyl
Das Ende einer Illusion – Aus Tschernobyl lernen
Eine Veranstaltung für Freistädter Schulen in Kooperation mit atomstopp_atomkraftfrei leben!

Die Explosion im Reaktor von Tschernobyl vor 40 Jahren zerstörte gleichzeitig auch das Image der Atomkraft als saubere und fortschrittliche Form der Stromerzeugung. Die Erinnerung daran hat im Laufe der Zeit nachgelassen und Atomkraft mit ihrer nach wie vor starken Lobby findet so gleichzeitig wieder verstärkt Zustimmung, vor allem unter der Jugend.
Gemeinsam mit atomstopp_atomkraftfrei leben! aus Linz lud das Anti Atom Komitee daher am 23. April Schülerinnen und Schülern zu einer Infoveranstaltung im Salzhof in Freistadt ein. Als Vortragende zur Verfügung gestellt hatte sich die renommierte Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, die durch ihre Art und ihr Wissen überzeugt, im letzten Moment aber wegen eines Unfalls verletzt absagen musste.
Für sie einspringen konnte der ebenso bekannte Sicherheits- und Risikowissenschaftler Nikolaus Müllner. Den rund 350 anwesenden Schülerinnen und Schülern samt Lehrkräften schilderte er unter anderem eindrucksvoll, wie es zu dem Unglück von Tschernobyl kommen konnte.
Im zweiten Teil berichtete Markus Drapalik, ebenfalls Forscher an der Universität für Bodenkultur in Wien über das Zusammenspiel von Energietechnologien und deren Risiken.
„Die Atomindustrie hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer mehr an Boden verloren“, sagt Gerold Wagner vom Anti Atom Komitee. „Dennoch soll uns weisgemacht werden, dass sie für die Energieversorgung eine wesentliche Rolle spielen könnte. Mit ihrer äußerst einflussreichen und omnipräsenten Lobby ist sie damit leider auch sehr erfolgreich.“ „Über die Probleme, die diese Technologie überhaupt erst verursacht, wird dabei immer hinweggegangen. Es ist Teil unserer Aufgabe, vor allem auch die Jugend darauf aufmerksam zu machen und anzuregen, sich die Argumente der Atomlobby genauer anzuschauen und zu hinterfragen“, ergänzt Herbert Stoiber, Geschäftsführer von atomstopp.
„Neben dem Atommüll, den Kosten oder neuen Abhängigkeiten bestehen weiterhin auch die Risiken dieser Technologie und eine weitere Katastrophe, die uns vielleicht sogar noch mehr trifft, kann folglich nicht ausgeschlossen werden“, betonen die beiden.

Unsere AUSgestrahlt Sendung im Freien Radio Freistadt vom 14. April 202640 Jahre Tschernobyl – damals wie heuteUnsere St...
20/04/2026

Unsere AUSgestrahlt Sendung im Freien Radio Freistadt vom 14. April 2026
40 Jahre Tschernobyl – damals wie heute
Unsere Studiogäste Elisabeth Hackl-Winkler, Vizeobfrau des Anti Atom Komitees und Mag. Dr. Aron Vrtala, Meteorologe, Physiker, IT-Spezialist
40 Jahre sind seit der Reaktorkatastrophe vergangen, eine lange Zeit. Die Erinnerung ist bei vielen verblasst und ein großer Teil der Bevölkerung hat das nicht einmal miterlebt. Trotzdem ist der GAU nicht vorbei, vom Cäsium, mit dem damals unsere Böden verseucht wurden, ist noch immer knapp die Hälfte da und noch immer strahlen über 90 % des radioaktiven Materials in den Ruinen vor sich hin. Dass Tschernobyl kein Einzelfall war, wurde bereits 25 Jahre später beim Unglück von Fukushima sichtbar.

Unsere Gäste waren Zeitzeugen: Was ist damals passiert, welche Informationen hatte man und wie waren die Auswirkungen auf den Alltag?
Moderator: Manfred Doppler (Obmann Anti Atom Komitee)
Technik: Gerold Wagner (Projektverantwortlicher)
Link zum Nachhören:

15.04.2026 - 40 Jahre sind seit der Reaktorkatastrophe vergangen, eine lange Zeit. Die Erinnerung ist bei vielen verblasst und ein großer Teil der Bevölkerung hat das nicht einmal miterlebt. Trotzdem ist der GAU nicht vorbei, vom Cäsium, mit dem damals...

Unsere Presseaussendung für Euch zum Nachlesen!!SMRs – EIN ALTER HUT IN BAYERN?SMRs, laut Atomlobby das Rezept schlechth...
13/04/2026

Unsere Presseaussendung für Euch zum Nachlesen!!
SMRs – EIN ALTER HUT IN BAYERN?
SMRs, laut Atomlobby das Rezept schlechthin zur Energiegewinnung, wird es noch lange nicht geben, wenn überhaupt. Die Atomindustrie hält das jedoch nicht davon ab, eine Wiederauferstehung der Atomkraft zu feiern, man behilft sich eben mit Computervisualisierungen. Der Phantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt, die Illustrationen müssen nur chic aussehen und vor allem harmlos wirken“, sagt Gerold Wagner vom Anti Atom Komitee.
So kann man punkten! Dass es, leicht überprüfbar, trotz jahrzehntelanger Forschung und Misserfolgen keine kommerziell nutzbaren SMRs gibt, spielt anscheinend überhaupt keine Rolle. Sie wären sowieso physikalisch bedingt nicht effizienter und damit billiger als herkömmliche große AKWs, die sich aber auch schon nirgendwo rechnen und in einigen Ländern eben zur Staatsraison gehören. SMRs würden zwar mengenmäßig weniger Brennstoff enthalten, dafür aber etwa höher angereicherten. Beiläufig erwähnt wurden aber auch bei der Katastrophe von Tschernobyl „nur“ ungefähr 6 % des Brennstoffs freigesetzt. Es bleibt nicht viel übrig von der Behauptung, dass SMRs sicherer seien. Brauchbare Abbaugebiete für Brennstoff sind heute schon rar und in Europa schlicht nicht vorhanden.
Kein billiger Strom, nicht sicherer, erst recht wieder fast 100 %ige Importabhängigkeit und nicht einmal verfügbar? SMRs wären Jahre im Voraus bei äußerst zweifelhaften Erfolgsaussichten mit Milliarden zu subventionieren? Sollten sie eines Tages tatsächlich zum Einsatz kommen, egal ob mit Uran oder Feenstaub betrieben, muss nicht extra erwähnt werden, dass in der Realität und im Gegensatz zu Werbeversprechen wieder Atommüll anfällt, im Verhältnis sogar deutlich mehr.
Die Atomindustrie kann sich nicht selbst finanzieren. Sie kämpft mit allen Mitteln und vor allem hohlen Versprechen ums Überleben, verfügt dabei aber über eine überaus einflussreiche Lobby. Sie lässt den alten Hut Atomkraft, nun aufgehübscht mit Federn Erneuerbarer, auf der Suche nach Kapital herumgehen. „Atomkraft ist für eine zukunftssichere Energieversorgung absolut untauglich und wirtschaftlich gesehen ein Fass ohne Boden“, legt sich Manfred Doppler fest.
Trotzdem gibt es Politiker, die sich für Atomkraft stark machen möchten. Markus Söder ist nicht nur Foodblogger, er ist auch bayerischer Ministerpräsident. Nach dem Unglück von Fukushima drohte er mit Rücktritt, sollte Deutschland nicht bis 2022 aus der Atomkraft aussteigen. Kam der Ausstieg denn nicht eigentlich ein Jahr zu spät? … Nun jedoch fordert er den Einsatz von SMRs in Bayern und zählt begeistert deren Vorzüge auf. Er nennt Kanada als Vorbild, obwohl niemand, auch nicht die kanadische Regierung etwas über die Existenz von „Small Modular Reactors“ im Land weiß. In Söders Welt scheint eben manches ein wenig anders zu sein, Fakten sind überbewertet.

Die Argumente der Atomlobby sind schwer nachvollziehbar, dafür aber meist leicht zu widerlegen. Es kann nicht zu viel verlangt sein, wenn mit der Materie natürlich ¬nicht vertraute Politikerinnen und Politiker, die letztlich Weichen stellen, sich von unabhängigen Fachleuten und Technikern beraten lassen und weniger von Lobbyisten oder, wie es bei Söder auch möglich scheint, ihre „Kenntnisse“ aus Sozialen Medien beziehen. So könnte verhindert werden, dass die Interessen der gesamten Bevölkerung und insbesondere deren Nachkommen zugunsten einer kleinen aber lauten Gruppe geopfert werden, dass Geld, das wir nicht einmal wirklich haben, in Reaktoren fließt, die es nicht gibt. Gottseidank funktioniert das bei anderen Themen besser. – Oder?
Im Anhang: Foto: AAK, unter Verwendung von Bildern von Hans und Qubes Pictures, Pixabay

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