GEMEINSCHAFTLICHES KOMPOSTIEREN
Warum gemeinschaftlich kompostieren? Auch in der Stadt entstehen viele Bioabfälle - in der Küche, am Balkon oder im Garten. Vieles davon landet im Restmüll, wenn‘s gut geht, in der Biotonne. Die meisten Stadtbewohner*innen haben nicht die Möglichkeit einen eigenen Kompost anzulegen. Mit einem Gemeinschaftskompost können Bioabfälle direkt vor Ort in wertvollen Dünge
r verwandelt werden. Der fertige Kompost kann für Fensterkisterl und Topfpflanzen verwendet werden. Eine Gruppe von Nachbar*innen schließt sich zusammen und nutzt gemeinsam eine Kompostanlage im Grätzl. Alle sammeln ihre Bioabfälle zu Hause und bringen sie regelmäßig zum Kompost. Die Beteiligten wissen, was in den Kompost hinein darf – und was nicht:
Was darf in den Kompost ...
• Schalen und Abfälle von Obst und Gemüse
• Tee- und Kaffeesatz
• Eierschalen
• Pflanzenreste
• kleine Mengen Laub und Grasschnitt
• kleine Äste und Holzstücke (kürzer als 10 cm, dünner als ein Finger)
• Einstreu von Kaninchen, Meerschweinchen und Co. Je kleiner die Abfälle sind, desto
schneller verrotten sie! Was darf nicht in den Kompost ...
• Fleisch, Fisch, Milchprodukte
• gekochte Speisen, Brot
• Öl, Fette, Essig
• Staubsaugersäcke
• Zigarettenstummel
• Grillkohle
• Katzenstreu, Katzen- u. Hundekot
• Hochglanz- u. bedrucktes Papier
• Plastiksäcke
• Zitrusfruchtschalen (große Mengen)
• große Holzstücke
• Unkraut mit Samen
• kranke Pflanzenteile
Jede Biomüllgabe wird mit Strukturmaterial vermischt.
2 Kompostmeister*innen beobachten den Kompost genau und greifen ein, wenn es Probleme gibt. Ist er zu nass und stinkt, muss mehr Strukturmaterial dazu und neu gemischt werden, ist er zu trocken, muss er gegossen werden. Ist der Bioabfall-Container voll, wird das Material in den Reifecontainer umge-schaufelt. Der Kompost rastet dann und kann nach ca. einem halben Jahr geerntet werden. Bis zur Ernte muss die Feuchtigkeit des Komposts regelmäßig überwacht werden. Wenn er eine dunkle Farbe hat und die Ausgangsmaterialien nicht mehr zu erkennen sind, ist er fertig und kann zum Düngen verwendet werden.