04/05/2026
Gemeinde stoppt Alleingang von Spar – von „grünem“ Eurospar bleibt nur mehr die Minimalstvariante
Der Gemeinderat der Marktgemeinde Bad Fischau-Brunn hat in seiner Sitzung vom 4. Mai 2026 eine Bausperre für das bestehende Grundstück des Spar-Marktes beschlossen. Damit können ohne explizite Zustimmung des Gemeinderates keine weiteren Baumaßnahmen am Standort umgesetzt werden. Lange wurde über das Projekt, auch mit Einbindung der Bevölkerung, diskutiert und der Gemeinderat hatte sich mehrheitlich für einen Eurospar ausgesprochen, der eine bessere Nahversorgung, einen ökologischen Gesamtauftritt und eine verbesserte Rad- und Verkehrslösung erreichen sollte.
„Wir haben das Vorhaben unterstützt, weil es ein Gesamtpaket war – mit besserer Nahversorgung, moderner Infrastruktur und echten Mehrwerten für unseren Ort“, erklärt Bürgermeister Stefan Zimper.
„Genau diese Punkte waren die Grundlage unserer politischen Entscheidung. Nun hat Spar ohne Information an die Gemeinde eine Minimalvariante forciert – keine Rede mehr vom „grünen“ Eurospar. Es soll ein 750m2 Markt auf die derzeit schon zu kleine Fläche gebaut werden – eine Variante, die seit 3 Jahren vehement von Spar verneint wurde. Dies ist ein 180 Grad Richtungsschwenk von Spar, obwohl das Flächenwidmungsverfahren für einen Eurospar noch am Laufen ist“.
„Wenn diese wesentlichen Bestandteile Schritt für Schritt wegfallen, dann reden wir nicht mehr über dasselbe Projekt“, so 1. Vizebürgermeister Michael Artner weiter. „Eine reine Minimalvariante ohne entsprechenden Nutzen für die Gemeinde ist für uns keine Grundlage. Mit der Bausperre verhindern wird, dass etwas passiert, was wir nicht wollen.“
„Wir wissen aktuell nicht wohin die Reise gehen soll und wollen weiter Verhandlungspartner bleiben. Die Gemeinde hatte ihrerseits aber bereits erste konkrete Umsetzungsschritte eingeleitet. Das ist kein partnerschaftliches Verhalten“, so 2. Vizebürgermeister Sebastian Goldfuß.
Der Gemeinderat hat sich aber auch eindeutig für den Erhalt des Standorts und dessen sinnvolle Weiterentwicklung ausgesprochen. Die Hand der Gemeinde ist ausgestreckt, aber nur mit „voller Einbindung“ des Gemeinderates.