Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim - Memorial Site Hartheim Castle

Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim - Memorial Site Hartheim Castle Lern- und Gedenkort
Forschung/Archiv
Gedenkstätte für die Opfer der NS-Euthanasie
Ausstellung "Wert des Lebens"

Im Renaissance-Schloss Hartheim in Alkoven (Oberösterreich) war von 1940 - 1944 eine NS-Euthanasieanstalt untergebracht, in der nahezu 30.000 körperlich und geistig beeinträchtigte, psychisch kranke Menschen, teils BewohnerInnen der Landesheil- und Pflegeanstalten, teils arbeitsunfähige KZ-Häftlinge aus den Lagern Mauthausen, Gusen, Ravensbrück und Dachau und ZwangsarbeiterInnen ermordet wurden.

1995 wurde der Verein Schloss Hartheim gegründet, dessen Ziel es war, in Schloss Hartheim einen angemessenen Ort der Erinnerung, des Gedenkens und der gesellschaftlichen Auseinandersetzung zu schaffen. 1997 fasst die OÖ. Landesregierung den Beschluss, Schloss Hartheim zu renovieren. 2003 wurde mit der Gedenkstätte für die Opfer der NS-Euthanasie und der Ausstellung "Wert des Lebens" der "Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim" eröffnet.

Hinter den Kulissen des Lern- und Gedenkorts Schloss Hartheim: Wo Geschichte zu Bildung wird 👥✨Habt ihr euch schon mal g...
22/06/2026

Hinter den Kulissen des Lern- und Gedenkorts Schloss Hartheim: Wo Geschichte zu Bildung wird 👥✨

Habt ihr euch schon mal gefragt, wie die Vermittlungsprogramme und Begleitungen entstehen, die unseren Besucher:innen angeboten werden?

Heute geben wir Einblick in einen ganz besonderen Ort: in unseren pädagogischen Entwicklungsraum! In diesem Raum konzipiert unser Team neue Vermittlungsansätze, feilt an altersgerechten Konzepten für Schulklassen und erprobt neue Methoden.

Warum das so wichtig ist?
Gedenkarbeit ist nicht starr. Sie muss sich stetig verändern, um auch heute noch junge Menschen zu erreichen. Hier entstehen die Brücken von der Vergangenheit in die Gegenwart – damit aus dem Erinnern ein aktives Lernen für die Zukunft wird.

Habt ihr schon mal an einem unserer pädagogischen Programme teilgenommen, was ist euch in Erinnerung geblieben? Schreibt es uns in die Kommentare! 👇

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Bildbeschreibung: Hier sieht man einige Materialien, die in den Programmen verwendet werden.

Was passiert, wenn das System einer Familie wegbricht? In ihrem Roman „Pina fällt aus“ wirft Vera Zischke einen ebenso h...
19/06/2026

Was passiert, wenn das System einer Familie wegbricht? In ihrem Roman „Pina fällt aus“ wirft Vera Zischke einen ebenso humorvollen wie tiefgründigen Blick auf unsere Gesellschaft, das Thema Care-Arbeit und Neurodiversität.

Die Story:
Als die alleinerziehende Mutter Pina plötzlich auf der Intensivstation landet, bleibt ihr autistischer Sohn Leo allein zurück. Die Hausgemeinschaft – bestehend aus einer Schulabbrecherin, einem Einsiedler und einer lebensmüden Seniorin – ist im Schockzustand. Niemand fühlt sich zuständig. Doch die Dynamik ändert sich, und aus einer distanzierten Nachbarschaft wird eine unfreiwillige, aber starke Care-Gemeinschaft.

Warum dieses Buch so wichtig ist:
Es zeigt uns, wie wichtig Inklusion, Empathie und echter Zusammenhalt im Alltag sind. Es erinnert daran, dass wir oft über unseren eigenen Schatten springen müssen, um zu merken, dass das Helfen nicht nur den anderen bereichert, sondern vor allem uns selbst.

Ein bewegender Roman, der den Nerv unserer Zeit trifft und zeigt, was passiert, wenn eine Hausgemeinschaft über sich hinauswächst.



Bildbeschreibung: Vor dem Hintergrund des Schlosshofs ist das Buch zu sehen.

Forschungen zu Häftlingsmarken - Besuch des ProjektteamsDer Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim und die KZ-Gedenkstätte...
16/06/2026

Forschungen zu Häftlingsmarken - Besuch des Projektteams

Der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim und die KZ-Gedenkstätte Mauthausen sind Partner beim Projekt "TAGS. Materialitäten der Vernichtung und des Widerstands. Häftlingsmarken aus dem Konzentrationslager Mauthausen". Dieses Forschungsprojekt wird von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Heritage Science Austria) finanziert und ist an der Universität Innsbruck angesiedelt.
Mittels innovativer Ansätze der Metall-Traceologie und durch die Analyse der chemischen Zusammensetzung der Metalle mit modernsten metallurgischen Methoden sollen die Marken von Häftlingen, die im KZ Mauthausen gefangen gehalten bzw. in der Tötungsanstalt Hartheim ermordet wurden, untersucht werden. Es werden dabei auch die Zirkulation im KZ-System und Möglichkeiten zur Herstellung eigener Marke beleuchtet. Durch die Verbindung von Archäologie, Archivforschung und Oral History untersucht das Projekt die Funktion der Marken und die Bedeutungen für verschiedene historische Akteur*innen, aber auch für Überlebende und deren Familien heute. Ziel ist es, neue Einblicke in das Leben der von den N***s ermordeten Menschen zu gewinnen, grundlegende Richtlinien für den Umgang mit Metallartefakten aus archäologischen Kontexten des 20. Jahrhunderts zu erarbeiten, und ein gemeinsames Bildungsprogramm der beteiligten Gedenkstätten zu entwickeln.
Am heutigen Dienstag, 16. Juni besuchte das Projektteam den Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim und besichtigte Ausstellung und Gedenkstätte. Besonders aufschlussreich war der Besuch des Depots, in dem zahlreiche archäologische Fundgegenstände aus der Tötungsanstalt aufbewahrt werden.

Danke an Project TAGS - Materialities of Annihilation and Resistance

Wichtige Info für den nächsten Besuch im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim!Wer in letzter Zeit bei uns war, hat es be...
13/06/2026

Wichtige Info für den nächsten Besuch im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim!

Wer in letzter Zeit bei uns war, hat es bestimmt schon bemerkt: Die Gedenktafeln an der östlichen Außenmauer wurden vorübergehend abgenommen. Der Grund dafür – es finden notwendige Fassadenrenovierungen statt, um das Gebäude für die Zukunft zu erhalten.

Damit die abgenommenen Gedenktafeln auch während der Bauarbeiten zugänglich sind, haben wir ein spezielles Buch aufgelegt. Darin sind alle abgenommenen Gedenktafeln fotografisch dokumentiert. Dieses Buch ist nur zu Ansichtszwecken im Schloss und ist NICHT käuflich zu erwerben.

Das Buch liegt ab sofort bei uns im Shop zur Ansicht bereit. Jede*r, die*der möchte, ist herzlich eingeladen, einen Blick hineinzuwerfen und in Ruhe darin zu blättern.



Bildbeschreibung: Auf drei Bildern sind das Foto des Covers und zwei beispielhafte Tafeln zu sehen.

Graphic Novels & Erinnerungskultur: Call for Papers - Workshop „Gezeichnet. Kriegsfolgen in Graphic Novels“Graphic Novel...
10/06/2026

Graphic Novels & Erinnerungskultur: Call for Papers - Workshop „Gezeichnet. Kriegsfolgen in Graphic Novels“

Graphic Novels über Kriege und die NS-Terrorherrschaft zeigen, wie kraftvoll visuelles Erzählen für unsere Erinnerungskultur sein kann. Gemeinsam wollen wir die Chancen, Grenzen und historischen Grundlagen dieses Mediums beleuchten.

Das erwartet dich in Vorarlberg:
22. Oktober 2026 (vorarlberg museum, Bregenz): Spannende Vorträge, wissenschaftlicher Austausch & eine Keynote von Bestseller-Autorin Barbara Yelin.
23. Oktober 2026 (Literaturhaus Vorarlberg, Hohenems): Ein praktischer, mehrstündiger Comic-Workshop geleitet vom Historiker und Illustrator Nicolas Bleck.

Wichtige Termine :
Bis 1. Juli 2026: Deadline für die Einreichung der Abstracts
Bis 1. September 2026: Anmeldefrist für den interaktiven Workshopteil.

Interesse? Schicken Sie Ihr Abstract oder Ihre Anmeldung per E-Mail an [email protected].

Zum ausführlichen Call for Papers geht es hier: https://bik.lbg.ac.at/events/gezeichnet-kriegsfolgen-in-graphic-novels/

Eine Kooperation des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung, der Uni Graz, des vorarlberg museums, des Literaturhauses Vorarlberg und des Lern- und Gedenkorts Schloss Hartheim. Gefördert durch den Zukunftsfonds und das Land Vorarlberg.



Bildbeschreibung: Auf dem Slide ist der Veranstaltungsfolder zu sehen.

Österreichischer Museumspreis 2026 für den Lern- und Gedenkort Schloss HartheimWir dürfen mit großer Freude die Zuerkenn...
09/06/2026

Österreichischer Museumspreis 2026 für den Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim

Wir dürfen mit großer Freude die Zuerkennung der höchsten Museums-Auszeichnung des Landes bekanntgeben! Das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) würdigt damit die „herausragende Leistungen im Bereich der Museumsarbeit“. Der Österreichische Museumspreis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird im Rahmen des Museumstages in Eisenstadt am 15. Oktober verliehen.
In der Begründung des Museumsbeirats wird betont, dass der Lern- und Gedenkort ein „Museum von nationaler Bedeutung“ ist und „ein Best-Practice-Beispiel dafür, wie es möglich ist, an einer Gedenkstätte für Gegenwart und Zukunft zu lernen“. Weiters wird hervorgehoben, dass „die Mitarbeiter:innen des Lern- und Gedenkorts in Leitung, Administration, Dokumentationsstelle und Kulturvermittlung dauerhaft exzellente Arbeit auf hohem Niveau [leisten] – geprägt von großer fachlicher Expertise und sozialer Kompetenz.“
Das gesamte Team des Lern- und Gedenkorts freut sich über die Zuerkennung dieses wichtigen Preises und die große Anerkennung unserer langjährigen Arbeit!

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260609_OTS0032/bmwkms-oesterreichischer-museumspreis-2026-hoechste-museumsauszeichnung-des-landes-geht-an-lern-und-gedenkort-schloss-hartheim

https://www.bmwkms.gv.at/themen/aktuell/museumspreis-2026.html

Bildbeschreibung: Der Innenhof von Schloss Hartheim ist zu sehen, im Vordergrund steht "Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim mit dem Österreichischen Museumspreis 2026 ausgezeichnet".

Veranstaltungshinweis: Rahmenprogramm zur Ausstellung „Hitlers Exekutive“„Die Tat wurde gesühnt“, Freitag, 3. Juli 2026 ...
07/06/2026

Veranstaltungshinweis: Rahmenprogramm zur Ausstellung „Hitlers Exekutive“
„Die Tat wurde gesühnt“, Freitag, 3. Juli 2026 , 10:00 – 16:30 Uhr
Wiener Polizeireiter waren von September 1939 bis August 1940 im „auswärtigen Einsatz“ an Gewaltverbrechen beteiligt. In diesem vertiefenden Modul setzen sich die Teilnehmenden mit den historischen Ereignissen auseinander, die bis zur Gegenwart reichen. Reflektiert und diskutiert werden Entscheidungen und Handlungen aller Beteiligten.
Referent: Walter Janca Kosten: Keine Teilnehmer:innenzahl: Begrenzt, Anmeldung erforderlich
Hier geht es zur Anmeldung: https://forms.office.com/e/TSqNLZZ1Vp?origin=lprLink

Anmeldeschluss: 21. Juni 2026

Zum Thema: In einem Zeitungsartikel wurde 1940 die Rückkehr einer Wiener Reitereinheit vom Osteinsatz angekündigt, wobei hingewiesen wurde, dass zwei Polizeireiter im Einsatz ums Leben kamen. „Die Tat wurde gesühnt“ stand in dem Zeitungsartikel. Historisch ist belegt, dass die Polizeibeamten gemeinschaftlich mit dem Polizeibataillon 5 die im Einsatz ums Leben gekommenen Wiener Polizisten mit einer Massenexekution „gesühnt“ haben. Otto Wächter, der Gouverneur für die Zivilverwaltung in Krakau, legitimierte das Verbrechen und war bei der Erschießung anwesend. Ein Polizeioffizier und international bekannter Spitzensportler des Polizeibataillons 5 beschwerte sich bei Vorgesetzten über die Exekutionen, er wurde denunziert, aus der Polizei ausgestoßen und nach Einweisung ins KZ-Dachau zu einer Bewährungseinheit entlassen. Drei Beteiligte der Wiener Reiter wurden wegen Trunkenheit im Dienst über Auftrag Heinrich Himmlers mit Einweisung für 6 Wochen ins KZ-Sachsenhausen zum „Erziehungszug“ bestraft.
In der Nachkriegszeit wurde gegen den Kommandanten der Wiener Polizeireiter in Deutschland ein Verfahren angestrebt, nach ersten Einvernahmen wurde ihm Verhandlungsunfähigkeit wegen Demenz attestiert und das Verfahren eingestellt. In Österreich wurde kein Verfahren gegen die Beteiligten geführt. Viele Beteiligte wurden wieder für den Polizeidienst der 2. Republik übernommen.
In Polen wurde am Tatort ein Obelisk aus Granitsteinen mit einer Gedenktafel und den Namen der Opfer errichtet, wo seit 1949 alljährlich in einer Gedenkfeier den Opfern gedacht wird. In Österreich ist das Verbrechen dieser Wiener Reitereinheit gänzlich unbekannt

🏳️‍🌈🔬 Internationale Forschung bei uns im Haus: Willkommen, Sarah Ernst!Wir freuen uns sehr, im Rahmen unserer Kooperati...
04/06/2026

🏳️‍🌈🔬 Internationale Forschung bei uns im Haus: Willkommen, Sarah Ernst!

Wir freuen uns sehr, im Rahmen unserer Kooperation mit der European Holocaust Research Infrastructure (EHRI) eine Gastforscher*in bei uns im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim begrüßen zu dürfen: Sarah Ernst (they/them) war als Conny Kristel Fellow bei uns in Alkoven zu Gast.

👤 Wer ist Sarah Ernst und worum geht es in der Forschung?
Sarah Ernst ist Doktorand*in an der University of Southern California (USC) und forscht im Dissertationsprojekt „(Un)Belonging: Q***r Kinship and Networks During and After N**i Persecution“ zu queeren Lebensrealitäten während und nach der NS-Verfolgung.

Bei der Arbeit in unseren Archiven blickt Sarah auf eine besonders vulnerable und oft marginalisierte Gruppe: die Erfahrungen von queeren Menschen mit Behinderungen. Untersucht werden dabei sowohl die Biografien aus dem damaligen Hartheimer Pflegeheim als auch die Schicksale der Opfer der NS-Euthanasieanstalt. Darüber hinaus beleuchtet das Projekt, wie queere Überlebende nach 1945 den frühen LGBTQ+-Aktivismus und die Holocaust-Forschung mitgeprägt haben.

📜 Was ist das „Conny Kristel Fellowship“?
Dieses internationale Stipendium wird von EHRI-ERIC vergeben, um die Holocaust-Forschung und die archivalische Vernetzung weltweit zu stärken. Es ermöglicht Spitzenforschenden und Nachwuchswissenschaftlerinnen, für mehrere Wochen an europäischen Erinnerungs- und Forschungsstätten zu arbeiten. Sarah Ernst war Ende Mai drei Wochen hier tätig.

Wir als Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim sind stolz darauf, als eine der österreichischen Host-Institutionen Teil dieses Netzwerks zu sein und Wissenschaftler*innen aus aller Welt den Zugang zu unseren Quellen und unserer Expertise zu ermöglichen.

***rHistory

Bildbeschreibung: Sarah Ernst bei ihrer Archivarbeit.

Neuer Folder zu den VermittlungsangebotenDer Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim bietet ab sofort einen neuen Folder an...
01/06/2026

Neuer Folder zu den Vermittlungsangeboten

Der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim bietet ab sofort einen neuen Folder an, der sämtliche Vermittlungs- und Bildungsangebote des Lern- und Gedenkorts Schloss Hartheim übersichtlich zusammenfasst.

Der Folder richtet sich insbesondere an Pädagog:innen und Lehrende und unterstützt bei der Planung von Exkursionen und vertiefenden Auseinandersetzungen mit historischen Themen.

Gerne senden wir Ihnen den Folder auf Anfrage zu. Anfragen an: [email protected]

Adresse

Schloßstraße 1
Alkoven
4072

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 16:00
Dienstag 09:00 - 16:00
Mittwoch 09:00 - 16:00
Donnerstag 09:00 - 16:00
Freitag 09:00 - 15:00
Sonntag 10:00 - 17:00

Telefon

+4372746536546

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