10/12/2025
Ich heiße Claudia Simon bin 45 Jahre, ich lebe seid ueber 20 Jahren hier auf der Insel Margarita in Venezuela und helfe den armen Straßentieren hier.
Nun brauche Ich brauche dringend Unterstützung damit ich weiterhin alle Tiere versorgen kann.
Ich schaffe es ohne eure Hilfe nicht und haette ich nicht meinen Sponsor haette ich wahrscheinlich schon aufgeben muessen.
Ich habe auch gehoert das wieder ueber mich geredet wird. Ich verstehe das nicht damit schadet man doch nur den armen Tieren hier. Ich mache soviel fuer sie und jeder der mich kennt weiss das auch. Ich versteh nicht das wenn etwas unklar ist nicht ich angeschrieben werde sondern hinter meinen Ruecken geredet wird.
Ich möchte euch nochmal erklären.
Hier in Venezuela gibt es viel Armut und Leid. Ich sehe täglich Kinder im Müll nach essbaren suchen. Eltern die ihre Kinder an die Straße stellen um zu betteln.
Berichte wo Geld oder Medikamente gesucht wird für Familienangehörige.
Es gibt hier private Krankenhäuser und es gibt öffentliche Krankenhäuser die kostenlos sind. Aber dort gibt es keine Medikamente. Man wird dort eingeliefert schwer krank und die Familie muss alles besorgen was die Ärzte dort benötigen. Das ist kein Scherz. Das kann man sich bei euch vielleicht nicht vorstellen aber hier ist das so. Und wenn die Familie kein Geld hat und die Medikamente nicht kaufen kann dann wird dir im Krankenhaus nicht geholfen.
Man muss sogar wenn man operiert werden muss den Ärztekittel. Schuhe zum Überziehen etc. Kaufen. Das bekommt man hier in der Apotheke in einen kleinen Paket zu kaufen.
In der Privatklinik bezahlt man wenn man am Eingang vorbeigerollt wird und bevor man behandelt wird 350 $
Auch das ist kein Scherz.
Und dieses Geld haben die meisten Leute hier nicht.
Ich weiß nicht wie ich euch erklären kann in was für einer Situation die Menschen hier leben. Es wird täglich schlimmer. Gern könnt ihr mir schreiben und ich gehe genauer auf die Situation hier in Venezuela ein.
Die Tiere leiden mit am meisten. Bis vor ein paar Jahren gab es nicht mal ein Tierschutzgesetz. Man konnte mit den Tieren anstellen was man wollte ohne Konsequenzen zu befürchten.
Ich werde immer wieder gefragt warum gehst du nicht zurück ?
Erklärung
Ich bin damals mit meinen Freunden und damaligen Arbeitgebern ausgewandert und im Gegensatz zu ihnen bin ich geblieben. Weil ich einen Venezolaner kennengelernt habe mit dem ich nun über 20 Jahre zusammen bin. Wir leben bei seiner Familie im Haus und unterstützen uns alle Gegenseitig. Das ist in Europa so nicht so üblich aber hier in Venezuela schon und ich liebe es. Ich habe endlich eine Familie auf die ich mich verlassen kann.
Mein Mann hat eine eigene Firma und Arbeit nebenbei ebenfalls in der Firma von seinem Bruder.
Ich leite die Malerarbeiten. Bin also Malerin und Chefin der Maler die in der Firma meines Mannes arbeiten. Nebenbei mache ich Übersetzungen und helfe meiner Freundin in ihrem Büro mit allen was dort anfällt. Eigentlich bin ich immer am arbeiten. Wer mich kennt der kann das bestätigen. Ich schlaffe nie vor 2-3 Uhr frühs und stehe immer früh auf.
Ich habe oft Nachrichten bekommen wenn die Situation so schwer ist in Venezuela warum gehe ich dann nicht zurück. Ja es stimmt, es ist wirklich manchmal zum davon laufen, vor allen die Kinder tun mir unendlich leid. Es vergeht kein Tag in dem ich nicht Kinder Im Müll wühlen sehe und ich weiß das sie dort nach etwas essbaren suchen. Es ist schwer Kinder an der Kreuzung zu sehen die dort für ihre Familie Geld sammeln müssen. In der prahlen Sonne und mitten auf der Straße. Oder Kinder die auf der Straße Süssigkeiten verkaufen um etwas Geld zu verdienen.
Aber ich werde nicht davon laufen.
Ich möchte euch erklären das meine Kindheit nicht schön gewesen ist. Ich erinnere mich nicht gern daran zurück außer wenn ich bei meiner Großeltern zu Besuch gewesen bin.
Meine Mutter war Alkoholikerin und ich musste mich um meine 2 kleineren Geschwister kümmern und um meinen Kleinen Neffen. Ich musste waschen, kochen, aufräumen, meine Geschwister zur Schule begleiten, abholen, ich habe alles gemacht was eigentlich die Aufgabe der Eltern gewesen wäre.
Meine grosse Schwester starb mit 26 an Alkoholvergiftung und mein Bruder ist vor 4 Jahren an seiner Drogensucht von uns gegangen. Ich habe keinen Kontakt mehr zu meiner restlichen Familie.
Ich habe sogar Nachts mit meinen Stiefvater in der Gebäudereinigungsfirma gearbeitet und Büros sauber gemacht. Als Kind....Mein Stiefvater war sehr streitsüchtig und hat etwas mit mir gemacht was ich nicht veröffentlichten möchte aber das hat dazu geführt dass ich mit 13 Jahren von zu Hause ausgezogen hin. Ich habe 2 Jahre in einem Mädchenheim was vom Jugendamt betreut wurde gelebt und mit 15 Jahren habe ich eine kleine Wohnung bekommen mit einen Jugendamtlichen Betreuer. Ich habe mich immer irgendwie durchgekämpft und als ich nach Venezuela kam war ich endlich frei.
Und als ich meinen Mann kennen gelernt habe hatte ich endlich eine Familie.
Ich möchte nicht davon rennen. Ich kann die Tiere und meine Familie nicht einfach zurück lassen außerdem wüsste ich nicht mal wo hin wenn ich zurück nach Deutschland kehren würde.
Wir alle haben die Hoffnung das es bald wieder besser wird und bis dahin kämpfen wir uns durch. Ich kann mir nicht mal vorstellen zum Beipiel Morgen meine Tiere nicht mehr zu versorgen. So viele Tiere haben nur mich. Ich bin ihre einzige Hoffnung.
......und meine Tiere hier bei uns zu Hause. Die Familie meines Mannes hatte einen Hund als ich ihn kennen gelernt habe. Jetzt haben wir 14 Hunde. 12 Katzen. 1 Schwein. Ziegen. Schafe. Viele Vögel. Enten. Hühner. Schildkröten. Kaninchen. Meerschweinchen und alle haben wir gerettet. Das kann und möchte ich alles nicht zurück lassen.
Wie sagt man so schön. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Ich hoffe ihr habt nun ein kleines Bild von mir vor Augen.
Ich bitte euch bei weiteren Fragen mir einfach zu schreiben.
Die letzte Zeit habe ich es sehr schwer. Ich schaffe es nicht Futter zu lagern und auch kene Medikamente zu kaufen. Es versuchen mir immer die selben Menschen zu helfen damit ich nicht aufgebe.
Ich habe eine grosse Last auf meinen Schultern und ich bin alleine damit.
Ich bitte euch gerade jetzt zu Weihnachten wenn noch jemand eine Kleinigkeit uebrig hat an mich und meine Tiere zu denken.
ICH BRAUCHE EUCH DRINGEND.
Ich danke euch vom ganzen Herzen.
Alles liebe Eure Claudia
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