13/09/2026
âïžđIn jedem Flugzeug und jedem Zug, mit dem ihr schon einmal unterwegs wart, muss das Material fĂŒr die Innenausstattung extrem strenge Brandschutznormen erfĂŒllen und kann daher nur schwer recycelt werden. Meistens wird es nach der Nutzung verbrannt oder auf einer Deponie entsorgt.
đ©âđŹđšâđŹForscher und Forscherinnen der Empa, dem eidgenössischen Institut fĂŒr Materialforschung, haben möglicherweise eine Lösung gefunden. Gemeinsam mit dem Industriepartner ELANTAS und mit finanzieller UnterstĂŒtzung von Innosuisse haben sie einen neuen Zusatzstoff auf Phosphorbasis fĂŒr Epoxidharz entwickelt. â»ïžâ
Es macht das Material flammhemmend und ermöglicht es gleichzeitig, das ausgehĂ€rtete Epoxidharz wieder zu erweichen und neu zu formen â etwas, das bei herkömmlichen Epoxid-Verbundwerkstoffen nicht möglich ist.
Der Verbundwerkstoff ist wie ein Sandwich aufgebaut: ein leichter Aramid-Wabenkern, umhĂŒllt von Glas- oder Kohlefaserplatten und mit Epoxidharz verbunden. Mit dem richtigen Lösungsmittel und WĂ€rme lĂ€sst er sich nun in seine Hauptkomponenten zerlegen, sodass die wertvollen Waben und Fasern zurĂŒckgewonnen und wiederverwendet werden können. Die RĂŒckgewinnung des Epoxidharzes selbst ist das nĂ€chste Forschungsziel. Das Material erfĂŒllt bereits die Brandschutzanforderungen der Luft- und Raumfahrt und weist mechanisch fast die gleiche LeistungsfĂ€higkeit wie Standard-Epoxidharz auf.
âĄđ Der nĂ€chste Schritt besteht darin, die Produktion und das Recycling zu skalieren und gleichzeitig Anwendungsmöglichkeiten auĂerhalb der Luftfahrt zu erkunden, darunter in den Bereichen Energie und Bauwesen.