03/08/2026
Luxemburg muss für nukleare Abrüstung eintreten.
Am 6. und 9. August jähren sich zum 81. Mal die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Bis Ende 1945 starben etwa 214.000 Menschen, Zehntausende überlebten schwer verletzt, viele litten ihr Leben lang an den Folgen.
Die Friddens- a Solidaritéitsplattform (FSPL) engagiert sich für einen Kurswechsel in der Sicherheitspolitik Luxemburgs, der EU und der Nato und erwarten eine nicht konfrontative Verteidigungsstrategie, den Abzug der US-Atombomben unter anderem aus Büchel/Eifel und Kleine Brogel/Limburg. Wir stehen für ein atomwaffenfreies Europa. Es gilt uneingeschränkt den Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen (UN) zu unterstützen. Luxemburg sollte diesem Vertrag beitreten. Den neuen europäischen nuklearen Teilhabemodellen, europäischer Staaten etwa mit Frankreich, muss eine Absage erteilt werden, sonst wird der Atomwaffen-Nichtverbreitungsvertrag aufgeweicht, und immer mehr Staaten werden nach der Bombe greifen wollen. Wir warnen auch vor der unsäglichen Politik der aktuellen US-amerikanischen Regierung, die eine atomare Aufrüstung in der Golfregion durch den Iran und Saudi-Arabien begünstigt.
Weltweit gibt es noch immer 12.000 Atomwaffen. 4.000 davon sind zu sofortiger Einsatzbereitschaft aktiviert. 119 Milliarden US-Dollar gaben die Atomwaffenstaaten im Jahr 2025 für Erhalt, Anschaffung und Modernisierung ihrer Atomwaffenarsenale aus. Obwohl der Internationale Gerichtshof (IGH) der UN schon vor 30 Jahren in einem Gutachten klargestellt hat, dass die Drohung mit Atomwaffen und der Einsatz von Atomwaffen generell dem humanitären Völkerrecht widersprechen, kommen die Atomwaffenstaaten ihrer Verpflichtung zu nuklearer Abrüstung gemäß dem Nichtverbreitungsvertrag nicht nach. Atomwaffen sind mit dem humanitären Völkerrecht nicht zu vereinbaren, denn sie können nicht zwischen Kriegsbeteiligten und Zivilisten unterscheiden, sie verursachen extreme Qualen, wirken durch die Strahlung unbegrenzt, zerstören die Umwelt, ziehen unbeteiligte Staaten in Mitleidenschaft und bedrohen den gesamten Planeten mit Vernichtung.
Für die FSPL ist die Entwicklung von Atomwaffen, deren Aufstellung, die Drohung mit Atomwaffen und deren Gebrauch ein Verbrechen gegen die Menschheit. Wir verurteilen konsequent den Einsatz künstlicher Intelligenz für militärische Zwecke.
Die kommenden Generationen werden unser Scheitern verurteilen, wenn wir die Atomwaffengefahr nicht eingrenzen, um so einen wichtigen Schritt für ein humanes Zusammenleben in Sicherheit und Würde in die Wege zu leiten.
(Mitgeteilt 3.8.2026)