03/04/2026
Mir war nie klar, warum sie sich dafür entschieden, Barabbas freizulassen. Ein Schuldiger, ein Verbrecher, jemand, der eigentlich Strafe verdient hätte – und doch forderte die Menge lautstark seine Freilassung, während Jesus Christus, der einzig Unschuldige, ans Kreuz geführt wurde. Es kam mir ungerecht, verkehrt und zutiefst unfair vor.
Doch dann wurde es persönlich.
Denn die Wahrheit ist: Barabbas bin ich. Ich bin der Schuldige. Nicht vollkommen, nicht gerecht, der Freiheit nicht würdig. Ich habe versagt, öfter als ich zählen kann, und wenn Gerechtigkeit wirklich geübt würde, wäre ich derjenige, der verurteilt stünde.
Und doch war ich, wie Barabbas, derjenige, der freigelassen wurde.
Keine Ketten, keine Strafe, kein Kreuz zu tragen – nicht weil ich unschuldig war, sondern weil Jesus meinen Platz eingenommen hat. Er stand dort, wo ich hätte stehen sollen. Er wurde verurteilt, damit mir vergeben werden konnte. Er trug das Kreuz, auf dem mein Name stand.
Barabbas ging einfach frei davon, während der Retter der Welt in den Tod geführt wurde. Und das ist es, was mich zerbricht … denn genau diesen Tausch hat Jesus für mich vollzogen. Das ist Gnade. Nichts Verdientes, nichts Verdienstvolles, sondern ein heiliger und unverdienter Tausch: Der Schuldige wird freigelassen, und der Unschuldige verurteilt.
Wenn ich sage: „Barabbas bin ich“, dann sage ich das in völliger Hingabe – ich war derjenige, der an jenem Kreuz hätte hängen sollen, aber Jesus hat es an meiner Stelle auf sich genommen.
Und weil er das getan hat, darf ich frei gehen.
Frohe Ostern!