Damals:
Viele Geschichten und Überlieferungen zum Kogenschinder reichen weit ins Mittelalter zurück, lassen sich aber nicht näher datieren. Der Kogenschinder war meist ein finsterer Geselle, der am Rande der Gesellschaft lebte. Er hatte die unschöne Aufgabe des Abdeckers, zeitweilig auch des Scharfrichters. Ihm wurde es übertragen die kranken und verendeten Tiere, aber auch die Körper der Hingeri
chteten zu beseitigen. Er musste also die Kogen (Knochen) auf dem Schindanger vergraben.Aufgrund seiner Tätigkeit und seiner sozialen Stellung wurde dem Kogenschinder meist Teuflisches nachgesagt. Heute:
Mit unserer Zunft wollen wir an die Gestalt des Kogenschinders erinnern und gleichzeitig das Brauchtum, sowie den Spaß am närrischen Treiben erhalten und pflegen. Unsere Narrenzunft hat einen familiären Charakter, wo noch Jeder Jeden kennt. Natürlich sind wir in der 5. Jahreszeit besonders aktiv. Wir nehmen an zahlreichen Narrensprüngen teil und besuchen die eine oder andere närrische Veranstaltung. Ganz besonders wichtig ist uns das Kogenschinder-Erwachen. Bei diesem Brauchtumsabend präsentieren wir der Bevölkerung die Geschichte des Kogenschinders mit einer Aufführung. Diese wird musikalisch von Fanfarenzügen etc. umrahmt, mit dem einen oder anderen Showact breichert und von befreundeten Narrenzünften als willkommene Gelegenheit zum Besuch wahr genommen. Auch außerhalb der Fasnet treffen wir uns zum Stammtisch, Wandertag, Grillabend oder sonstigen gemütlichen Anlässen. Es ist also immer etwas los.