ZÊD - Zentralrat der Êzîden in Deutschland

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ZÊD - Zentralrat der Êzîden in Deutschland Für die Interessen der Êzîden! Der 29. Januar 2017 wird für die Êzîden in der Bundesrepublik Deutschland zu einem historischen Datum werden. Zum 1.

Der „Zentralrat der Eziden in Deutschland (ZÊD)“ mit Sitz in Bielefeld ist gegründet worden. Die Êzîden sind seit nunmehr einem halben Jahrhundert in Deutschland ansässig und in der Gesellschaft integriert. Erstmals ist es gelungen sie in einem breiten Bündnis, von fast 80% der organisierten Vereine und Gruppierungen, unter einem Dach zu vereinen. Damit wurde ein deutliches Zeichen gesetzt, dass die Êzîden ihr eigenes Schicksal, noch mehr als bisher, in ihre eigenen Hände nehmen, mit einer Stimme sprechen und als Einheit in Deutschland, gegenüber der Regierung, Politik, Verwaltung und der Zivilgesellschaft für die eigenen Belange hier und in den Krisenregionen der Welt handeln und agieren wollen. Nach der Gründungsversammlung können insbesondere folgende Grundaussagen festgehalten werden:
Der Zentralrat der Êzîden in Deutschland (ZÊD) vertritt die Interessen der êzîdischen Gemeinde in Deutschland gegenüber der Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung. Er unterstützt die êzîdischen Vereine und Gemeinden bei der wirksamen Wahrnehmung ihrer Aufgaben und Ziele in Gegenwart und Zukunft. Die Organe und Mitglieder des Zentralrats sind sich darin einig, der êzîdischen Gemeinschaft zu dienen, den interreligiösen Dialog zu pflegen und zu fördern und sich zum Wohle ihrer Gesellschaft einzusetzen. Ebenso verpflichtet sich der Zentralrat zur politischen Neutralität. Die Grundpfeiler des Zentralrates sind die êzîdischen Prinzipien Toleranz, Menschlichkeit und Solidarität sowie die Ablehnung jeglicher Art von Gewalt und jeden Aufruf zur Gewalt. Leitfaden des Zentralrates ist das deutsche Grundgesetz. Der Zentralrat wird dabei u.a. von folgenden Aufgaben und Zielen geleitet:

• Schutz der Religion, Kultur und der Symbole der Êzîdinnen und Êzîden;
• Anerkennung der Völkermorde an den Êzîdinnen und Êzîden;
• Hilfe für die Schutzsuchenden êzîdischen Flüchtlinge;
• Mitgestaltung des Transformationsprozesses des Êzîdentums in der Diaspora;
• Hilfe für den Wiederaufbau in den êzîdischen Siedlungsgebieten, insbesondere die Shingal-Region im Irak.;
• Einsatz für die politische Partizipation der Êzîdinnen und Êzîden in Deutschland und in den traditionellen êzîdischen Siedlungsgebieten;
• Transparenz der Arbeit gegenüber Mitgliedern und Externen

Bei der Gründungsversammlung in Bielefeld wurde der Vorstand mit Vertretern aus allen Herkunftsregionen besetzt. Vorsitzenden des ZÊD wurde Herr Dr. Irfan Ortaç gewählt. Der Politologe erhielt im ersten Wahlgang, trotz zweier Gegenkandidaten, knapp 70% der Stimmen. Herr Dr. Saeed Saydo, Frau Zemfira Dlovani und Herr Ismet Brimu sind die stellvertretenden Vorsitzenden. Daneben gehören dem erweiterten Vorstand sowohl Vertreter der irakischen, syrischen, türkischen als der auch kaukasischen Êzîden an. Der Vorstand besteht derzeit aus 14 Mitgliedern. Der ZÊD wird die seit Jahren unermüdlich geführte Arbeit der êzîdischen Gemeinden und Vereine fortführen. Hierbei gilt der Dank an die Gemeinden und Vereine, insbesondere an den bisherigen „Zentralrat der Yeziden in Deutschland“ (ZYD). Sowohl dieser wie auch die Vereine und Gemeinden hatten in der großen Krise seit den fürchterlichen IS Angriffen auf die ezidische Bevölkerung, durch ihre Arbeit, großen Anteil an Akzeptanz in der deutschen Politik, den Medien und der Bevölkerung. Die bisher geleistete Arbeit, das erfolgreiche Zusammenwirken vieler Gemeinden und Vereinen soll nun weiter professionalisiert, auf breitere Füße gestellt und auf mehrere Schultern verteilt werden. Die Gründungsvereine sind sich ihrer Verantwortung und der Komplexität ihrer Aufgaben sehr bewusst. Wir alle hoffen, dass sich bald auch die derzeit noch unentschlossenen Vereine zu einem Beitritt in den ZÊD entschließen und gemeinsam mit uns für die Rechte unseres êzîdischen Volkes streiten. Der Genozid an den Êzîden am 03 August 2014 war leider nur einer von vielen in der Historie unseres Volkes. Die barbarischen Verbrechen haben die Erkenntnis in uns reifen lassen, gewappnet zu sein, für die vielen internationalen Unwägbarkeiten. „Wir wollen nie wieder Opfer sein, sondern egal wo, immer ein Leben mit denselben Rechten und Pflichten wie die anderen Teile der jeweiligen Bevölkerung führen“, so die einstimmige Haltung der Mitglieder. Diese Erkenntnis hat uns geeint , dieses gemeinsame Ziel gibt uns die Kraft für unser heutiges und zukünftiges Handeln. Für die gute und gelungene Vorbereitung der Gründungsversammlung bedanken wir uns bei dem Gründungskomitee, allen Voran Serhat Ortaç, Telim Tolan, Dr. Sefik Tagay, Aslan Kizilhan und Feremez Xeribo. Die breite Unterstützung bei der Gründung des Zentralrats zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Bielefeld, den 01.02.2017
Der Vorstand

Zentralrat der Êzîden

12/10/2026

Ein Kulturhaus für Mezre (Nusaybin)

Wie im Video zu sehen ist, steht in Mezre (Nusaybin) ein wichtiges und zukunftsweisendes Projekt bevor: der Bau eines Kulturhauses.
Wir danken den Initiatoren ausdrücklich für ihr Engagement und ihren Einsatz. Solche Projekte schaffen Orte der Begegnung, bewahren Kultur und Identität und stärken zugleich den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort.

Der Zentralrat der Êzîden in Deutschland (ZÊD) unterstützt seit vielen Jahren unmissverständlich Initiativen, die dem Erhalt und der Zukunft êzîdischen Lebens in unseren angestammten Heimatregionen dienen. Das gilt selbstverständlich auch für dieses wichtige Projekt in Mezre.
Unser Respekt und unsere Unterstützung gelten allen, die Verantwortung übernehmen und aus Ideen konkrete Zukunftsperspektiven entstehen lassen.

Bitte schaut Euch das Video an und unterstützt diese wertvolle Initiative!

Kommentar der Redaktion des Zentralrates der Êzîden in Deutschland (ZÊD)Êzîdische Interessenvertretung ist keine Angeleg...
12/10/2026

Kommentar der Redaktion des Zentralrates der Êzîden in Deutschland (ZÊD)

Êzîdische Interessenvertretung ist keine Angelegenheit fremder politischer Organisationen

Mit Verwunderung nehmen wir die Reaktionen einzelner kurdischer Organisationen und ihnen nahestehender Akteure auf das jüngste Gespräch einer Delegation des Zentralrates der Êzîden in Deutschland (ZÊD) mit Vertretern der syrischen Botschaft in Berlin zur Kenntnis.

Dabei irritieren uns nicht nur manche Inhalte der Kritik, sondern insbesondere die Tatsache, dass offenbar erneut versucht wird, dem Zentralrat vorzuschreiben, mit wem er Gespräche führen darf und wie er seine politischen Interessen zu vertreten hat.

Dieses Muster ist uns nicht unbekannt. Sobald der Zentralrat eigenständig diplomatische Kontakte aufnimmt oder sich für die Belange des êzîdischen Volkes einsetzt, folgen aus bestimmten politischen Kreisen nahezu reflexartig Kritik, Belehrungen und vermeintlich gut gemeinte Ratschläge.

Dazu möchten wir eines unmissverständlich klarstellen:

Es obliegt weder kurdischen Parteien noch kurdischen Organisationen oder ihnen nahestehenden Akteuren, darüber zu entscheiden, mit wem der Zentralrat der Êzîden Gespräche führt, welche politischen Kontakte er pflegt und auf welche Weise er die Interessen unseres Volkes vertritt. Diese Entscheidungen trifft der Zentralrat eigenständig und in eigener Verantwortung.

Der Zentralrat benötigt hierfür weder eine politische Genehmigung noch die Zustimmung anderer Organisationen.

Unterschiedliche Maßstäbe beim politischen Dialog?

Bemerkenswert erscheint uns in diesem Zusammenhang, dass politische Kontakte anderer Akteure zur syrischen Führung offenbar nach anderen Maßstäben beurteilt werden.

So wurde der frühere Kommandeur der kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte, Mazloum Abdi, im August 2026 zum Berater des syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa ernannt. Darüber hinaus hat das syrische Außenministerium bereits Schritte zur Eröffnung eines Konsulats in Erbil eingeleitet.

Wir haben nach vergleichbar kritischen Stellungnahmen jener Akteure gesucht, die nun den diplomatischen Austausch des Zentralrates beanstanden. Entsprechende öffentliche Äußerungen sind uns bislang nicht bekannt geworden.

Selbstverständlich steht es kurdischen Organisationen frei, politische Gespräche mit der syrischen Führung zu führen. Wir stellen dieses Recht nicht infrage.

Was wir allerdings erwarten, ist, dass dasselbe Recht auch den Êzîden und ihren eigenständigen Organisationen zugestanden wird.

Wer politische Gespräche der eigenen Vertreter als Diplomatie bezeichnet, sollte entsprechende Gespräche êzîdischer Organisationen nicht grundsätzlich infrage stellen.

Unsere Verantwortung gilt unserem Volk

Der Zentralrat arbeitet seit Jahren unermüdlich daran, die Zukunft der Êzîden im Nahen Osten zu sichern.

Unser Ziel ist, dass Êzîdinnen und Êzîden in ihrer angestammten Heimat in Frieden, Sicherheit und Würde leben können – ohne religiöse Verfolgung, ohne politische Bevormundung und ohne Angst um ihre Existenz.

Dafür sprechen wir mit politischen Entscheidungsträgern in Deutschland, im Irak, in der Türkei und in Syrien.

Dialog bedeutet für uns weder Zustimmung noch politische Unterordnung. Dialog ist ein Instrument, um Interessen zu vertreten, Forderungen vorzubringen und Verantwortung einzufordern.

Gerade die Êzîden, die im August 2014 Opfer eines Genozids wurden, haben allen Grund, ihre Zukunft nicht ausschließlich den Entscheidungen anderer zu überlassen.

Respekt beginnt mit der Anerkennung êzîdischer Eigenständigkeit

An jene Organisationen und Akteure, die sich berufen fühlen, die politische Arbeit des Zentralrates zu kommentieren oder ihm Verhaltensregeln vorzugeben, richten wir deshalb eine klare Bitte:

Respektieren Sie die Eigenständigkeit êzîdischer Organisationen. Hören Sie auf, die Êzîden als politisches Instrument in Auseinandersetzungen mit anderen Akteuren zu betrachten.

Wenn Ihnen das Schicksal unseres Volkes tatsächlich am Herzen liegt, gibt es zahlreiche Aufgaben, bei denen Ihre Unterstützung willkommen wäre.

Setzen Sie sich dafür ein, dass die noch immer vertriebenen Êzîdinnen und Êzîden die Flüchtlingslager verlassen und freiwillig, sicher und dauerhaft nach Shingal zurückkehren können. Noch immer leben Zehntausende êzîdische Vertriebene in Lagern der Autonomen Region Kurdistan.

Setzen Sie sich dafür ein, dass religiöse Hetze gegen Êzîden konsequent unterbunden wird und diejenigen, die Hass gegen unsere Religion verbreiten, zur Verantwortung gezogen werden.

Und setzen Sie sich dafür ein, dass Vorwürfe über die Rekrutierung oder Zurückhaltung êzîdischer Minderjähriger durch bewaffnete Organisationen, einschließlich der PKK, unabhängig aufgeklärt werden. Jedes betroffene Kind muss geschützt werden und die Möglichkeit erhalten, zu seiner Familie zurückzukehren.

Das wären konkrete Beiträge zum Schutz unseres Volkes.

Der Zentralrat wird seinen Weg fortsetzen

Wir respektieren die politischen Interessen und die eigenständige Interessenvertretung anderer Gemeinschaften. Dasselbe erwarten wir für uns.

Der Zentralrat ist keine Unterorganisation einer kurdischen Partei, keine politische Interessenvertretung fremder Akteure und kein Instrument regionaler Machtkämpfe.

Wir vertreten die Interessen der Êzîden. Nicht mehr und nicht weniger.

Wir werden deshalb auch künftig mit allen relevanten politischen und diplomatischen Akteuren sprechen, sofern ein solcher Austausch dazu beitragen kann, die Sicherheit, die Rechte und die Zukunft unseres Volkes zu stärken.

Kritik an unserer Arbeit ist selbstverständlich legitim. Politische Bevormundung hingegen weisen wir entschieden zurück.

Die Êzîden haben eine eigene Geschichte, eine eigene Religion, eigene Interessen und das uneingeschränkte Recht, ihre Zukunft selbstbestimmt mitzugestalten.

Daran wird sich unsere Arbeit weiterhin orientieren.

Die Redaktion
Zentralrat der Êzîden in Deutschland e. V. (ZÊD)

Dialog, gesellschaftlicher Wiederaufbau und gemeinsame Verantwortung für Syriens ZukunftEine Delegation des Zentralrats ...
03/10/2026

Dialog, gesellschaftlicher Wiederaufbau und gemeinsame Verantwortung für Syriens Zukunft

Eine Delegation des Zentralrats der Êzîden in Deutschland (ZÊD), bestehend aus dem Bundesvorsitzenden Dr. Îrfan Ortaç, Berkat Tas und Sheikh Esmat Barimou, traf in Berlin mit dem Geschäftsträger der syrischen Botschaft, Herrn Mohamad Baraa Shukri, zu einem ausführlichen Gespräch zusammen.
Auf syrischer Seite nahm zudem die Sonderbeauftragte des syrischen Außenministeriums, Frau Nahla Osman, an dem Austausch teil.
Beide Seiten unterstrichen die Notwendigkeit und die besondere Bedeutung eines kontinuierlichen und vertrauensvollen Dialogs. Gerade nach Jahren von Krieg, Gewalt und gesellschaftlicher Spaltung braucht Syrien Gesprächsbereitschaft, gegenseitiges Zuhören und die Einbeziehung seiner unterschiedlichen gesellschaftlichen und religiösen Gemeinschaften.
Der ZÊD erklärte seine Bereitschaft, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten aktiv am Wiederaufbau Syriens zu beteiligen. Dabei geht es nicht allein um den Wiederaufbau von Städten, Häusern und Infrastruktur. Mindestens ebenso wichtig ist der gesellschaftliche Wiederaufbau: Vertrauen muss neu entstehen, unterschiedliche Gemeinschaften müssen wieder zueinanderfinden und die Voraussetzungen für ein friedliches und gleichberechtigtes Zusammenleben müssen geschaffen werden.
Die Wunden der vergangenen Jahre sind tief. Sie müssen geheilt werden. Dafür braucht es einen langfristigen Prozess, in dem Dialog, Versöhnung, gegenseitiger Respekt sowie die Rechte und die Sicherheit aller gesellschaftlichen und religiösen Gruppen ihren festen Platz haben.
Der Zentralrat der Êzîden ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und seinen Beitrag zu diesem Prozess zu leisten.
Wir danken Herrn Mohamad Baraa Shukri und Frau Nahla Osman für das offene und konstruktive Gespräch und freuen uns auf die Fortsetzung des Dialogs.

ES IST WIEDER SOWEIT!📅 Sponsoren gesucht – Unser Êzîdischer Kalender 2027Der Zentralrat der Êzîden in Deutschland gibt a...
20/09/2026

ES IST WIEDER SOWEIT!

📅 Sponsoren gesucht – Unser Êzîdischer Kalender
2027

Der Zentralrat der Êzîden in Deutschland gibt auch für das kommende Jahr wieder unseren beliebten Kalender heraus.

Damit wir dieses Projekt auch in diesem Jahr realisieren können, suchen wir Unternehmen, Selbstständige und Gewerbetreibende, die unseren Kalender als Sponsor unterstützen möchten.

🤝 Ihre Unterstützung – unsere Anerkennung:
Als Sponsor erhalten Sie die Möglichkeit, Ihr Firmenlogo auf einer Kalenderseite zu platzieren und damit unsere Gemeinschaft zu unterstützen und gleichzeitig auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen.

Mit Ihrer Unterstützung leisten Sie einen Beitrag dazu, unsere Kultur, Identität und Gemeinschaft sichtbar zu machen und den Kalender auch weiterhin für unsere Êzîdische Gemeinschaft herausgeben zu können.

📩 Interesse?
Dann melden Sie sich gerne bei uns über [email protected]. Wir freuen uns über jede Unterstützung und auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!

Zentralrat der Êzîden in Deutschland
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📅 Em li sponsorên salnameya me ya Êzîdî ya 2027an digerin!

Civata Navendî ya Êzîdiyan li Almanyayê di sala 2027-an de jî salnameya me ya Êzîdî derdixe. Ev salname di navbera civata me de di tevahiya salê de me hember d**e û çand, nasname û kevneşopiyên me zindî û xuya dihêle.

Ji bo pêkanîna vê projeya girîng, em şirket, xwediyên kar û bazirganên ku dixwazin projeya me wekî sponsor piştgirî bikin, digerin.

🤝 Piştgiriya we – rêzgirtina me

Wekî sponsor, hûn ê derfetê bidin ku logoya şirketa we bi awayekî berbiçav li ser yek ji rûpelên salnameyê were çapkirin. Bi vê yekê hûn hem piştgiriya civata me dikin, hem jî girîngiya xwe ya civakî nîşan didin û dikarin şirketa xwe bidin nasîn.

Bi piştgiriya we, hûn dikin ku salnameya me di sala 2027-an de jî were çapkirin û çanda, dîroka û civaka Êzîdiyan her tim xuya û zindî bimîne. Di heman demê de, hûn şirketa xwe wekî partnerekî berpirsiyar û piştgirê civakê nîşan didin.

📩 Hûn bi vê hevkariyê re eleqedar in?

Em kêfxweş dibin ku hûn vê projeyê piştgirî bikin. Ji bo agahiyên zêdetir an jî ji bo axaftinekê ya taybet, hûn dikarin bi me re têkilî bi rêya [email protected] daynin.

Bi hev re em karin nîşanek ji bo girêdana çandî, berpirsiyariya civakî û civakeke xurt bidin.

Em li benda piştgiriya we û hevkariyeke serkeftî ne!

Civata Navendî ya Êzîdiyan li Almanyayê

Heute fand ein konstruktives Gespräch mit der NRW-Ministerin Verena Schäffer statt.Unser Landesbeauftragter Ozan Demirli...
10/09/2026

Heute fand ein konstruktives Gespräch mit der NRW-Ministerin Verena Schäffer statt.

Unser Landesbeauftragter Ozan Demirli, in Begleitung unseren Bundesvorsitzenden Dr. Irfan Ortac nahmen am Austausch teil.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen insbesondere die Sichtbarkeit êzîdischen Lebens in Nordrhein-Westfalen sowie die Stärkung der Bildungs- und ehrenamtlichen Arbeit. Bestehende Herausforderungen und offene Punkte konnten angesprochen und mögliche Schnittstellen für eine zukünftige partnerschaftliche Zusammenarbeit erörtert werden.

Für uns als Zentralrat ist klar: Êzîdisches Leben ist ein aktiver und gestaltender Teil unserer Gesellschaft. Diesen Beitrag möchten wir gemeinsam stärker sichtbar machen und bestehende Strukturen weiterentwickeln.

Wir bedanken uns bei Frau Ministerin Verena Schäffer für den offenen, wertschätzenden und konstruktiven Austausch und freuen uns darauf, den begonnenen Dialog fortzuführen.

Zentralrat der Êzîden in Deutschland

Unsere neue Internetpräsenz ist online
01/09/2026

Unsere neue Internetpräsenz ist online

Seminare Wir bieten Seminare zu unterschiedlichen Themen an Hier klicken Gedenken Jährliche Gedenkveranstaltungen für das Shingal-Genozid 2014 Hier klicken Kalender Für das Jahr 2021 kann bei uns ein êzîdischer Kalender bestellt werden Hier klicken Mitgliedsvereine Kontaktieren Sie unsere Mitgl...

15/08/2026

Rede des Preisträgers
Richter Zouher Kadhim Abbod

**EHRENPREIS DES ZÊD 2026 – DANKESREDE**
Richter Zuheir Kazim Abbod

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Liebe Schwestern und Brüder, sehr geehrte Mitglieder des Zentralrats der Êzîden in Deutschland, verehrte Gäste, meine Damen und Herren,

es ist mir eine große Ehre, heute vor Ihnen zu stehen und diesen bedeutenden Ehrenpreis entgegennehmen zu dürfen. Ich tue dies mit tief empfundener Dankbarkeit und großer Demut.

Diese Auszeichnung gilt nicht allein meiner Person. Sie ist vielmehr eine Würdigung all jener Menschen, die sich dem Dienst am Menschen verpflichtet fühlen – unabhängig von Religion, Herkunft oder ethnischer Zugehörigkeit.

Mein besonderer Dank gilt der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland für ihre humanitäre Haltung gegenüber den Êzîden. Hervorheben möchte ich ihr Engagement für die Überlebenden des Genozids sowie ihre kontinuierliche Aufmerksamkeit für das Schicksal der êzîdischen Gemeinschaft in der Zeit, in der der „Islamische Staat" sämtliche Grenzen der Menschlichkeit überschritt.

Diese Haltung ist Ausdruck einer Politik, die sich den Menschenrechten und der Achtung religiöser Überzeugungen verpflichtet fühlt. Die êzîdische Gemeinschaft verdient diese Unterstützung durch ein demokratisches und rechtsstaatliches Land wie Deutschland.

Die Êzîden waren für mich niemals lediglich ein Forschungsgegenstand oder ein gesellschaftliches Thema, das ich aus der Distanz betrachtete.

**Sie waren und sind Menschen. Gesichter. Namen. Lebensgeschichten.**

Von ihnen habe ich gelernt, was es bedeutet, dem Unrecht mit Standhaftigkeit zu begegnen. Wie der Glaube selbst schwerster Verfolgung widerstehen kann, wie Menschen ihre Würde selbst unter den grausamsten Bedingungen bewahren – und wie Frieden und die Liebe zum Mitmenschen selbst nach den schrecklichsten Verbrechen Bestand haben können.

Ich habe von den Êzîden weit mehr gelernt, als ich ihnen jemals geben konnte.

Religiöse Vielfalt und Glaubensfreiheit sind kein Luxus moderner Gesellschaften, sondern grundlegende Voraussetzungen für ein friedliches und gerechtes Zusammenleben.

Wenn ein uraltes Volk verfolgt, vertrieben oder gar vernichtet werden soll, dann wird Schweigen zu Mitschuld. Dann werden Haltung und das gesprochene Wort zur moralischen Verpflichtung.

Heute stehen wir am Vorabend einer Erinnerung, deren Wunden bis heute nicht verheilt sind. Wir erinnern an jenen Tag, an dem sich über dem Shingal-Gebirge die Dunkelheit senkte und ein Volk, das seit Jahrtausenden auf diesem Boden verwurzelt ist, Opfer eines Völkermordes wurde – eines Verbrechens, das weder zwischen Kindern und Alten noch zwischen Frauen und Männern unterschied und selbst vor den heiligen Stätten der Êzîden keinen Halt machte.

Unsere Aufgabe – wir, die wir damals nicht auf diesem Berg waren – besteht darin, diese Erinnerung als Vermächtnis weiterzutragen.

Wir müssen unsere Stimme erheben, wenn andere die Geschichte vergessen machen wollen. Wir müssen Gerechtigkeit einfordern, wenn politische Prozesse zu langsam werden. Wir müssen an der Seite jeder Überlebenden stehen, die trotz ihres unermesslichen Schmerzes den Mut findet, ihre Geschichte zu erzählen. Und wir müssen jede Familie unterstützen, die bis heute nach den sterblichen Überresten ihrer Angehörigen sucht.

Allein dieser unbeugsame Wille der Êzîden, trotz allem weiterzuleben, bedeutet die Niederlage jener, die ihre vollständige Auslöschung beabsichtigten.

**Die Êzîden wurden nicht ausgelöscht.**

Ihre Religion lebt in den Herzen ihrer Gläubigen fort. Ihre Mörder hingegen sind bereits dem Urteil der Geschichte übergeben worden.

Heute gedenken wir der Opfer mit schwerem Herzen und offenen Augen. Und wir sagen allen Êzîdinnen und Êzîden auf der ganzen Welt:

**Ihr seid nicht allein. Eure Erinnerung ist auch unsere Erinnerung. Euer Schmerz ist auch unser Schmerz. Und eure Geschichte wird niemals vergessen werden.**

Das Gedenken an den Genozid ist nicht allein ein Anlass zur Trauer. Es ist ein Auftrag. Ein Auftrag, immer wieder auszusprechen: Was geschehen ist, war ein Verbrechen. Ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Und solche Verbrechen verjähren nicht. Ihre Täter dürfen niemals der Gerechtigkeit entgehen.

Leider ist eine umfassende internationale Strafverfolgung bis heute nicht erreicht. Noch immer leben Tausende Êzîden in Flüchtlingslagern. Noch immer gelten Hunderte Frauen, Kinder und Männer als vermisst. Noch immer ruhen die sterblichen Überreste vieler Opfer in Massengräbern und warten darauf, geborgen und in Würde bestattet zu werden.

Mein aufrichtiger Dank gilt dem Zentralrat der Êzîden in Deutschland für das Vertrauen, das er mir mit dieser Auszeichnung entgegenbringt. Ebenso danke ich allen Menschen, die sich – oft unter schwierigen Bedingungen – für Frieden, Menschenrechte und die Würde des Menschen einsetzen.

**Ich verspreche Ihnen:**

Solange ich lebe, werde ich meine Stimme für das Recht auf Existenz, für das Recht auf religiöse Freiheit, für das Recht auf Verschiedenheit und für ein Leben in Würde erheben.

Erneut danke ich der Bundesregierung Deutschlands für ihre aufrichtige und menschliche Unterstützung der êzîdischen Gemeinschaft. Dieser Ehrenpreis wird für mich Ansporn sein, meinen Weg fortzusetzen. Denn unser gemeinsamer Weg ist noch nicht zu Ende. Noch immer warten viele Wunden auf Heilung.

Danke den standhaften und würdevollen Seelen der Opfer.

**Danke Ihnen allen.**

Video zur Veranstaltung:https://youtu.be/Jn4NojP7CFM

Credits: Kezer Video / Yatar Video

15/08/2026

Laudatio für den Ehrenpreisträger 2026

Zemfira Dlovani, Stellv. Bundesvorsitzende (ZÊD), Bundesverdienstkreuzträgerin

Video zur Veranstaltung:https://youtu.be/Jn4NojP7CFM

Credits: Kezer Video / Yatar Video

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40221

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