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„Für mich gibt es nicht nur Schwarz und Weiß. Ich versuche, aus allem irgendwie das Beste zu machen.“ Das sagte Martina ...
06/08/2026

„Für mich gibt es nicht nur Schwarz und Weiß. Ich versuche, aus allem irgendwie das Beste zu machen.“ Das sagte Martina H. vor wenigen Monaten im Aidshilfe-Interview mit Philine Edbauer (My Brain My Choice Initiative). An diese Worte müssen wir nun denken, wenn wir schweren Herzens von der Aktivistin Abschied nehmen. Martina starb am 1. August 2026.

Insbesondere in Berlin hat sie die Drogen-Selbsthilfe-Strukturen nachhaltig geprägt. Die Berliner Gruppe des JES Bundesverband e.V. baute sie mit auf, um dann über viele Jahre mit Hartnäckigkeit dabei zu bleiben und die Gruppe zusammenzuhalten. Verantwortung übernahm sie auch bei Aktionen zum Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende am 21. Juli.

Mit ihrer Suchterkrankung ging sie offen um und nutze ihre Erfahrungen sowohl bei ihrem JES-Engagement als auch in ihrer Arbeit beim ambulanten Spezialpflegedienst Felix. Über die Jahre stand sie vielen suchtkranken Menschen zur Seite und kämpfte für eine Behandlung auf Augenhöhe. Ihre klaren Worte bleiben uns im Kopf: „Liebe Ärzt*innen, traut euch, die richtige Dosis und den richtigen Wirkstoff gemeinsam mit den Patient*innen zu finden!“

👉Lest noch einmal das ganze Interview mit Martina: https://magazin.hiv/magazin/interview-martina-drogengebrauch/

Foto: Philine Edbauer | DAH

🧣Bei der Welt-Aids-Konferenz, die letzte Woche in Rio de Janeiro stattfand, sind Demonstrationen immer ausdrücklich erwü...
05/08/2026

🧣Bei der Welt-Aids-Konferenz, die letzte Woche in Rio de Janeiro stattfand, sind Demonstrationen immer ausdrücklich erwünscht. So wurde auch diesmal bei der Eröffnung die Bühne gestürmt. Der Moderator gab den Demonstrierenden das Wort. Gefordert wurde unter anderem eine ausreichende Finanzierung der HIV-Maßnahmen und mehr Forschung für eine Heilung von HIV.

🇫🇷 Der Stand Frankreichs mit der Botschafterin für globale Gesundheit des Landes, Anne-Claire Amprou, zog ebenfalls eine wütende Demonstration auf sich. Denn Frankreich hat seine Beiträge für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria um 58 % gekürzt.

🤑Ziel mehrerer Demonstrationen war die Pharma-Firma Gilead. Aufgrund hoher Preise haben bisher die meisten Menschen weltweit keinen Zugang zu dem hoch wirksamen Medikament Lenacapavir. Eine einzige Injektion schützt ein halbes Jahr lang vor einer HIV-Infektion – wenn mensch sie bekommt. In den meisten Ländern Lateinamerikas, wo das Präparat maßgeblich erforscht wurde, ist es nun noch nicht verfügbar.

📢Shame! Es geht um Menschenleben. Lasst uns gemeinsam kraftvoll und ungeduldig sein!

👉Mehr zur Welt-Aids-Konferenz findet ihr auf aidshilfe.de.

📷Alle Fotos: Luca Wolff | Checkpoint Hannover

📢Lasst uns gemeinsam laut sein! 📢📢Besonders mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen findet im Rahmen der Positiven Begeg...
03/08/2026

📢Lasst uns gemeinsam laut sein! 📢📢Besonders mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen findet im Rahmen der Positiven Begegnungen in Magdeburg eine Demonstration statt. Als Organisation hinter der größten HIV-Selbsthilfekonferenz Europas (13.–16.8.2026) wollen wir ein Zeichen setzen gegen Diskriminierung und für eine vielfältige Gesellschaft. Daher haben wir für den Samstagvormittag eine Demo in der Magdeburger Innenstadt angemeldet.

Gemeinsam mit unseren Verbündeten wollen wir der Bedrohung von rechts entgegnen: Ausgrenzung und Diskriminierung töten und machen krank. Viele von uns gehören den besonders bedrohten Gruppen an. Die internationale Entsolidarisierung kostet schon jetzt viele Menschen das Leben. Wir gehen auf die Straße, um zu zeigen: Gesundheit und ein Leben in Würde sind Menschenrechte!

Schließt euch an! Demonstriert mit uns, wenn ihr vor Ort seid. Oder verbreitet den Aufruf als Allys.

DEMO „Menschen mit HIV gegen rechts – grenzenlos und solidarisch“
START: Samstag, 15.08.2026, um 10 Uhr in der Leiterstraße am Denkmal Stabwerk, Magdeburg

Mehr zur Konferenz 👉 pobe-2026-programm.online

# PoBe2026 📢

🧣Bei der 26. Welt-Aids-Konferenz, die heute zu Ende geht, wurde immer wieder deutlich, was durch Kürzungen und politisch...
31/07/2026

🧣Bei der 26. Welt-Aids-Konferenz, die heute zu Ende geht, wurde immer wieder deutlich, was durch Kürzungen und politische Rückzüge gerade auf dem Spiel steht: Millionen Menschenleben! Oft zitiert wurde Winnie Byanyimas Satz: „Innovation ohne Zugang ist keine Innovation – sondern Ungerechtigkeit.“ Die UNAIDS-Direktorin betonte, dass Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Communitys bereitstehen, die Erfolge der letzten Jahrzehnte bis zum Ende der Pandemie fortzusetzen. Was zu tun ist, ist klar.

🚨Die zentrale Frage der Konferenz lautete: Wie kann die Finanzierung und wie können die Versorgungsstrukturen der Zukunft aussehen? Die Regierungen finanzstarker Länder sowie die großen Pharmafirmen wurden geradezu beschworen: Lasst uns jetzt nicht im Stich!

Doch wo waren die vielfach angesprochenen Regierungen? Vor Ort waren vor allem Vertreter*innen der Staaten, die durch die Kürzungen in Not geraten. Deutschland hingegen entsandte niemanden und auch hochrangige US-Vertreter*innen fehlten. Neue Finanzierungszusagen der reichen Länder im Zuge der Konferenz? Fehlanzeige.

📢„Shame!“, riefen Aktivist*innen auf dem Konferenzgelände angesichts von fehlenden Zugängen zur HIV-Versorgung. Deutlich wurde artikuliert, dass auch Pharmafirmen in der Verantwortung stehen. Das gilt besonders für Gilead, den Hersteller des Medikaments Lenacapavir, das per Injektion einen langanhaltenden Schutz vor einer HIV-Infektion bietet. Doch das Medikament wird in vielen Ländern Lateinamerikas, wo es maßgeblich erprobt wurde, in absehbarer Zeit nicht verfügbar sein – ein krasses Beispiel für die Ungleichheit, die bei HIV immer wieder über Leben und Tod entscheidet.

👉 Lest unsere gemeinsame Pressemitteilung mit dem Aktionsbündnis gegen AIDS jetzt auf aidshilfe.de.

Fotos: Holger Wicht | DAH, Johannes Berger | DAH

gegen AIDS

30/07/2026

Sommer, Sonne, Festivalzeit! 😎🎉⛺️ Für manche gehört es zum Feiern dazu, auch mal was zu nehmen. Das ist natürlich immer mit Risiken verbunden und in den meisten Fällen nicht legal. Wenn du dich aber dazu entscheidest zu konsumieren, gibt es Möglichkeiten, das Ganze so safe wie möglich zu gestalten.

👉 Die Tipps in Kürze: Informiert euch vorab und konsumiert nicht allein. Und holt im Notfall unbedingt Hilfe!

ℹ️ Mehr zu Substanzen und Risikominderung beim Drogenkonsum erfahrt ihr hier: aidshilfe.de/drogen

Gute Infos? Dann speichert euch das Video ab! Mehr davon? Gibt's auf unserem Kanal!

🧣„Menschen wie ich haben überlebt, weil Communitys sich organisiert, füreinander gesorgt, Regierungen herausgefordert un...
30/07/2026

🧣„Menschen wie ich haben überlebt, weil Communitys sich organisiert, füreinander gesorgt, Regierungen herausgefordert und sich geweigert haben zu verschwinden.“ Mit einer starken Rede vertrat Erika Castellanos bei der Eröffnung der Welt-Aids-Konferenz in Rio de Janeiro die Community. Als HIV- und Trans-Aktivistin ist sie Direktorin der Organisation GATE („Global Action for Trans Equality“). Sie stammt aus Belize an der Ostküste Mittelamerikas und lebt seit 1995 mit HIV.

☝️Nach über 30 Jahren „voller Versprechen, Durchbrüche und Beerdigungen“ sieht sie die Verantwortung ganz klar bei den Regierungen: „Heute hören wir, dass die Finanzierung der globalen HIV-Bekämpfung eingebrochen ist. Doch diese Finanzierung ist nicht von selbst verschwunden. Es war weder ein Erdbeben noch eine Naturkatastrophe. Die Mittel wurden gekürzt.“

📢Sie fordert: „Lassen Sie uns mit am Tisch sitzen, wenn Entscheidungen getroffen werden ... . Und wenn Regierungen sich entscheiden, nicht zu handeln, sollten sie wenigstens den Mut haben, diese Entscheidung als das zu benennen, was sie ist: eine Entscheidung darüber, wessen Leben sie für entbehrlich halten. Leben wie meines.“

👉 Lest die komplette Rede von Erika Castellanos jetzt in deutscher Übersetzung auf magazin.hiv.

Foto: Luca Wolff | Checkpoint Hannover

„Rethink. Rebuild. Rise.“ („Überdenken. Wiederaufbauen. Aufstehen.“) – Unter diesem Motto wurde gestern in Rio die Welt-...
28/07/2026

„Rethink. Rebuild. Rise.“ („Überdenken. Wiederaufbauen. Aufstehen.“) – Unter diesem Motto wurde gestern in Rio die Welt-Aids-Konferenz eröffnet. Dabei warnte UNAIDS vor den Folgen einer beispiellosen Finanzierungskrise: drastische Rückschritte, Millionen zusätzlicher Infektionen und Todesfälle. Wir wissen längst, wie wir die Pandemie beenden können. Aber es fehlt der politische Wille.

„Deutschland muss seiner Rolle in globalen Gesundheitsfragen gerecht werden“, appelliert Sven Warminsky vom Vorstand der Deutschen Aidshilfe. „Wir brauchen in der Krise Regierungen, die mit gutem Beispiel vorausgehen und helfen, eine neue verlässliche Architektur der internationalen HIV/Aids-Maßnahmen zu schaffen. So können wir dazu beitragen, Aids doch noch zu beenden – statt eine historische Chance zu vergeben.“

Deutschland hat im letzten Jahr seine Zuwendungen zum Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria sogar gekürzt. Zugesagt wurde 1 Milliarde Euro für einen Zeitraum von drei Jahren. Der deutschen Wirtschaftskraft entsprechend, müssten es mindestens 1,8 Milliarden sein.

Die Deutsche Aidshilfe schließt sich den Worten von UNAIDS-Direktorin Winnie Byanyima an: „Hinter jeder Zahl stehen Menschenleben.“ (1. Slide)

👉 Lest unsere Pressemitteilung und weitere Updates zur jetzt auf aidshilfe.de!

Fotos: Luca Wolff | Checkpoint Hannover (1 Slide), Johannes Berger | DAH (2. Slide)

Online-Infoveranstaltungen zu CheMP: Informier dich jetzt! ✨CheMP richtet sich an Menschen mit ChemSex-Erfahrungen. Geme...
28/07/2026

Online-Infoveranstaltungen zu CheMP: Informier dich jetzt! ✨

CheMP richtet sich an Menschen mit ChemSex-Erfahrungen. Gemeinsam entwickeln und erproben wir digitale und analoge Selbsthilfe-Tools, die dich im Umgang mit ChemSex stärken – vor, während und nach dem Konsum.

Du möchtest mehr über CheMP erfahren oder herausfinden, ob das Projekt zu dir passt? Dann komm zu einer unserer kostenlosen Online-Infoveranstaltungen am 5. August oder 1. September!

In den Online-Infoveranstaltungen erfährst du mehr über das Projekt, die Wochenend-Workshops, die geplanten Selbsthilfe-Tools sowie die Möglichkeiten zum Austausch und zur gegenseitigen Unterstützung. Natürlich beantworten wir auch deine Fragen.

📅 Online-Infoveranstaltungen: 05.08. und 01.09.2026
🔗 Anmeldung unter aidshilfe.de/chempinfo

+++ Gerne verbreiten, danke! +++

26/07/2026
1996 hatte John Beek mit dem Leben bereits abgeschlossen. Der Aids-Aktivist und ehemalige Direktor der Hochschule für Ta...
09/07/2026

1996 hatte John Beek mit dem Leben bereits abgeschlossen. Der Aids-Aktivist und ehemalige Direktor der Hochschule für Tanz in Rotterdam lebte seit Beginn der 1980er-Jahre mit HIV. Anfang der Neunzigerjahre musste er mehrfach wegen aidsbedingter Erkrankungen ins Krankenhaus und war dem Tod sehr nah. Er plante schon seine Beerdigung, begann seinen Grabstein zu gestalten und ging davon aus, seinen 46. Geburtstag im September 1996 nicht mehr erleben zu können.

Dann kamen die Berichte über die neue, gut wirksame Kombinationstherapie von der Vancouver-Konferenz, die dann auch schnell in den Niederlanden verfügbar war. Trotz schlechter Erfahrungen mit dem ersten HIV-Medikament AZT entschloss sich John für den neuen Therapieversuch. Mit Erfolg: Er startete Anfang September mit der Behandlung und zu seinem Geburtstag 20 Tage später war die Vermehrung des HI-Virus schon so weit gestoppt, dass seine Viruslast unter der damaligen Nachweisgrenze lag. John, der ganz aufs Abschiednehmen eingestellt war, musste zurück ins Leben finden. Dabei halfen ihm Ruhe, sein Partner und ein neues Haus.

Zum 30jährigen Jubiläum der HIV-Therapie ist es John wichtig, sich zu bedanken: „Es ist ein guter Moment für mich als ehemaliger Aids-Patient, um Danke zu sagen. Aids ist noch nicht vorbei. Weltweit ist es noch immer eine Pandemie. Aber ein klares „Dankeschön“ möchte ich zu diesem Jubiläum aussprechen. Es ist mir wichtig."

Wie es für John weiterging, wie er sein Leben neu gestaltete und wie er sich immer wieder im Bereich HIV und Aids engagiert hat, erfahrt ihr in unserem Interview auf magazin.hiv (https://magazin.hiv/magazin/john-beek-30-jahre-art/).

ℹ Der Artikel ist Teil unserer Serie zu 30 Jahren HIV-Therapie: Auf magazin.hiv findet ihr weitere spannende Beiträge.



Foto: Emanuele Lami (das Bild ist Teil einer 2012 entstandenen Reportage von Emanuele Lami über den Alltag von John Beek, https://emanuelelamigrifeo.com/2016/09/09/john/)

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