19/10/2026
997 verletzte Polizisten und Gendarmen meldet das französische Innenministerium laut „Le Parisien“ für den 17. Oktober. Mindestens sieben Beamte erlitten dabei schwere Verletzungen. Auch Feuerwehrleute wurden verletzt. Im Zuge der Krawalle wurden bisher insgesamt rund 2.400 Personen festgenommen.
Allein in Limoges wurden laut AFP sechs Polizeifahrzeuge in Brand gesetzt oder schwer beschädigt: vier Fahrzeuge der Nationalpolizei und zwei der Stadtpolizei. Das historische Rathaus brannte, sein Turm stürzte ein.
Rund 1.500 Geschäfte sind betroffen. Der französische Handelsverband FCD schätzt die Schäden im Handel auf mehrere Hundert Millionen Euro. Eine abschließende Gesamtbilanz steht noch aus.
Der Extremismusexperte Ahmad Mansour, der selbst nach Deutschland eingewandert ist, kritisiert die mediale Darstellung: Trotz massiver Gewalt werde weiterhin pauschal von Schülerprotesten gesprochen. Auf LinkedIn schreibt er: „Hier entsteht eine immer tiefere Kluft zwischen öffentlicher Meinung und veröffentlichter Meinung.“ Gegenüber BILD erklärt Mansour: „Die Schülerproteste wurden von linksradikalen und migrantischen Gruppierungen instrumentalisiert und übernommen.“ Er sieht dahinter auch Verachtung gegenüber dem Land, in dem sie leben, und Lust an Gewalt und Zerstörung.
Auch Manuel Ostermann von der Deutschen Polizeigewerkschaft warnt vor vergleichbaren Entwicklungen in Deutschland. Er fragt: „Wie viele Warnsignale brauchen wir noch, bis wir endlich verstehen, dass auch Deutschland nicht davor geschützt ist?“
Friedlicher Protest gehört zur Demokratie. Wer Gebäude und Autos anzündet, Geschäfte ausraubt und Einsatzkräfte verletzt, begeht schwere Straftaten. Dafür gibt es keine politische Rechtfertigung.
Als stehen wir an der Seite unserer französischen Kollegen und sehen die Entwicklung mit großer Sorge.
Quellen: Le Parisien, 18./19.10.2026 (Innenministerium/FCD); AFP, 17.10.2026; Euronews, Antenne NRW 18.10.2026; Ahmad Mansour auf LinkedIn. BILD, 19.10.2026. Manuel Ostermann auf LinkedIn.
Stand: 19. Oktober 2026
Bild mit KI illustriert.