20/02/2024
In der Woche vor Rosenmontag fand die Projektwoche in der Grundschule statt. Anbei ein Bericht der Schule darüber
Projekttage zum Thema Märchen
Aufgrund der rasant voranschreitenden Digitalisierung und der damit einhergehenden Beobachtung, dass analoge Medien und das Lesen in diesen immer weniger werden, hat die Grundschule Adorf sich als Qualitätsmerkmal das Ziel gesetzt, die Leseförderung in analogen Printmedien noch stärker in den Fokus der Arbeit zu nehmen.
Das Erarbeiten eines Lesecurriculums, der regelmäßige Besuch der Bücherei, das Einrichten von Leseregalen, die regelmäßige Nutzung von Antolin, das gegenseitige Vorlesen, die Teilnahme am Vorlesetag, das Einrichten einer Lese-AG oder die Durchführung von Projekttagen zum Thema Märchen sollen auf dem Weg zur Verbesserung der Lesekompetenz und zur Steigerung der Lesemotivation einzelne Meilensteine sein.
Daher fanden vom 7. bis 9. Februar Projekttage zum Thema Märchen statt. Die Kinder sollten erleben, dass Lesen und die Auseinandersetzung mit analogen Medien viel Freude bereiten kann, so dass (im Idealfall) die Lesemotivation gesteigert wird.
Während der ersten beiden Stunden fand der Unterricht im Klassenverband statt. Einzelne Märchen wurden erzählt, vorgelesen, selbst gelesen und erarbeitet. Märchenmerkmale wurden identifiziert, am roten Faden erzählt, eigene Märchen geschrieben und ein Vorlesewettbewerb durchgeführt. Aber auch das kreative Arbeiten kam nicht zu kurz. In jahrgangsgemischten Gruppen wurden Erzählsteine erstellt, Märchenkisten gebastelt oder auch Porträts von Märchenfiguren gemalt. Die Schule wurde in eine Märchenwelt verwandelt mit berankten Türrahmen, Efeu und Märchenwesen. Aufgrund des jahrgangsübergreifenden Unterrichts wurden nicht nur kognitive, sondern auch Sozialkompetenzen geschult. Das gegenseitige Helfen, die Wertschätzung für die Fähigkeiten des einzelnen Kindes und die Empathie und gemeinsame Freude an den entstandenen Ergebnissen sind besonders an kleinen Schulsystemen optimal umzusetzen. Zufriedene Kinder und ein positives Sozialklima ohne Disziplin- und Verhaltensauffälligkeiten sind das positive Ergebnis dieser pädagogischen Arbeitsformen.
Am Rosenmontag durften die Kinder als Märchenfiguren zur Schule kommen. An diesem Tag fand auch das Finale des Lesewettbewerbs durch eine externe Jury statt. Die ersten drei Sieger erhielten ein Buchgeschenk. Jule Müller konnte sich in Klasse 2 durchsetzen. In Klasse 3 siegte Sophie Evers und in Klasse 4 Jonte Hake.
Nach dem Lesewettbewerb erfolgte eine Ausstellung der Arbeitsergebnisse, die die Kinder während der Projekttage erstellt hatten. Diese Ausstellung war für Eltern und Interessierte geöffnet.