16/03/2026
Mit großer Sorge verfolgen wir die aktuelle Debatte um die Zusammenarbeit der Technischen Universität München (TUM) mit der Kutaisi International University (KIU).
Auslöser der Kritik sind öffentlich dokumentierte Inhalte und Vorwürfe, wonach an der KIU unter dem Deckmantel von Forschung pseudowissenschaftliche, rassistische und antisemitische Theorien verbreitet werden. Wenn in einem akademischen Umfeld auf Konzepte Bezug genommen wird, die an völkische, „arische“ und antijüdische Deutungsmuster anknüpfen, dann ist eine klare Grenze überschritten.
Für uns steht dabei die TUM in der Verantwortung. Eine renommierte Universität, die international für wissenschaftliche Exzellenz steht, trägt nicht nur eine formale, sondern auch eine inhaltliche und ethische Verantwortung dafür, mit wem sie kooperiert, welche Projekte sie mit ermöglicht und welchen Institutionen sie durch ihren Namen Legitimität verleiht. Dass eine solche Kooperation überhaupt zugelassen und über längere Zeit mitgetragen wurde, wirft aus unserer Sicht ernste Fragen auf.
Für uns ist das nicht mit Wissenschaft vereinbar. Wissenschaft lebt von methodischer Sauberkeit, Kritikfähigkeit, Offenheit und der gleichen Würde aller Menschen. Rassenideologische oder antisemitische Narrative haben darin keinen Platz — auch nicht in internationalen akademischen Kooperationen.
Wir halten es deshalb für richtig und notwendig, diese Kooperation kritisch zu hinterfragen und die Vorwürfe konsequent aufzuarbeiten.
Keine Legitimierung von Pseudo-Wissenschaft, Antisemitismus und Diktatur durch bayerische Hochschulen! Sehr geehrte Frau Aigner, sehr geehrte Abgeordnete, sehr geehrte Mitglieder des Hochschulrats der Technischen Universität München, die Technische Universität München (TUM) führt die Kutaisi In...