31/07/2023
Der milliardenschwere Deal der EU mit dient als Vorbild für weitere Abkommen mit Herkunfts- und Transitländern. Davon profitieren vor allem die Regierungen und darunter leiden vor allem Geflüchtete. In Tunesien werden sie mittlerweile in die Wüste getrieben. Letzte Woche wurde das Bild der 30-jährigen Dosso Fati publik, die dort, im Grenzgebiet zu Libyen mit ihrer sechsjährigen Tochter Marie verdurstet ist. Eine Folge der europäischen Abschottungspolitik, genau wie die 901 Leichen, die allein in diesem Jahr schon an der tunesischen Küste gefunden wurden.
Während die EU sich in Rom unter Federführung der extrem rechten italienischen Ministerpräsidentin Meloni bereits mit weiteren Ländern aus dem nordafrikanischen Mittelmeerraum trifft, haben Aktivist*innen u.a. von Refugeesinlibya eine Gegen-Konferenz abgehalten. Ihre Aussage: »Wir können nicht über Entwicklungsabkommen sprechen, wenn diese Abkommen keine Freizügigkeit vorsehen. Das zentrale Thema der Abkommen zwischen Europa und Afrika sollte die Achtung der sein, aber das ist nicht der Fall«
Mehr Hintergründe findet ihr hier: https://www.proasyl.de/news/in-tunesien-in-die-wueste-getrieben-auf-lampedusa-eingepfercht/