01/11/2025
Die Gleichstellungsbeauftragte gehört in die Stadtmitte – nicht an den Stadtrand! Nach Erhalt der Information, dass das Büro der Gleichstellungsstelle in Kürze nur noch im Rathaus II erreichbar sein soll, waren wir uns auf unserer vorigen Sitzung der Arbeitsgemeinsachft Schwerter Frauengruppen ohne Gegenstimme einig, dass wir uns als Frauen-AG für den Erhalt des Gleichstellungsbüros in der Stadtmitte zum Wohle der Schwerter Frauen einsetzen müssen.
Wir haben eine Stellungnahme an den Bürgermeister gerichtet mit der Bitte, sich diese Verlegung des Gleichstellungsbüros - auch anhand unserer Sach-Argumente - nochmals zu überlegen und bessere Lösungen für die Raumsuche anderer Bedarfe im Rathaus zu suchen.
Hier unsere Stellungnahme:
Die Gleichstellungsbeauftragte gehört in die Stadtmitte – nicht an den Stadtrand! Gleichstellung steht für Teilhabe, Sichtbarkeit und gesellschaftliche Präsenz. Diese Werte müssen auch räumlich Ausdruck finden. Ein Amtssitz in der Innenstadt signalisiert Offenheit, Nähe und Relevanz, während ein Standort am Rand das Gegenteil bewirken würde und ein fatales Zeichen für Gleichstellungspolitik wäre.
Die Stadtmitte ist für alle Bürgerinnen und Bürger leicht erreichbar – zu Fuß, mit Bus oder Bahn – und bietet ideale und barrierefreie Voraussetzungen für Hilfegesuche, Begegnung, Austausch und Netzwerkarbeit. Dort sind auch viele Partnerinnen und Partner der Gleichstellungsarbeit angesiedelt: Vereine, Schulen, Kultur- und Sozialeinrichtungen. Nur so sind die wichtigen Voraussetzungen für spontane Begegnungen und niederschwellige Kontaktaufnahme gegeben.
Ein zentraler Sitz mit Sichtbarkeit setzt zudem ein deutliches Zeichen: Gleichstellung ist keine Randaufgabe, sondern ein Kernanliegen unserer Stadt! Gleichstellungspolitik ist in Schwerte integriert – verankert mitten im öffentlichen Leben, nicht abseits davon! Gleichstellungspolitik wird wertgeschätzt und respektiert!
Fazit: Ein Amtssitz mitten im Herzen der Stadt macht die Gleichstellungsbeauftragte sichtbar, erreichbar und vernetzt. Er steht für Mitten-im-Leben statt Randlage, für gesellschaftliche Teilhabe statt institutionelle Abseitsstellung – und sendet damit das richtige Signal für eine moderne, offene, faire und gleichberechtigte Stadt.