13/12/2025
Glück Auf miteinander,
gestern durfte unser Schnitzverein Gäste von der Westsächsischen Hochschule Zwickau (FH) zu einem traditionellen Hutzenabend begrüßen.
Nach einem herzlichen Willkommen konnten unsere Gäste bei Kaffee, Stollen und Weihnachtsgebäck erst einmal den Stress des Arbeitstages ablegen und sich für die bevorstehenden Schnitzarbeiten stärken.
Bevor es ans Werk ging, erfolgte noch die obligatorische Einweisung in das Schnitzen und den Umgang mit den Werkzeugen. Und schon ging es auch voller Begeisterung los. Schnitzen ist ja an sich auch nicht schwer, man muss ja nur das überflüssige Holz wegschneiden. Unsere Gäste begannen Bäumchen und Pilze aus dem Holz zu befreien. Schon nach kurzer Zeit kullerten erste Schweißperlen bei unseren lieben Gästen.
Unter der fachkundigen Anleitung unserer Anwesenden Mitglieder arbeiteten die "Neuschnitzer" konzentriert an ihren Werken. Aus Holzklötzern wurden Formen und aus Formen bildeten sich die kleinen Kunstwerke. Man konnte die Begeisterung in den Augen der Damen und des Herren der WHZ ablesen und es herrschte fröhliche Stimmung, in die sich auch immer mehr Neugier mischte, wie das eigene Kunstwerk am Ende denn ausschaut.
Da fleissiges Arbeiten auch hungrig macht, wurde natürlich auch ein wunderbares Abendessen für unsere Gäste serviert. Selbstgekocht natürlich von unserem Chefkoch. Das Lob unserer Gäste für die kulinarische Darbietung galt unserem Koch.
Danach ging es auch schon in den schnitzerischen Endspurt. Frisch gestärkt wurden die eigenen kleinen Kunstwerke fertig gestellt. Schon waren die ersten finalen Schnitte am Bäumchen und Pilz zu vermelden. Nach und Nach konnte jeder unsere Gäste sein Produkt der Hände Arbeit voller Stolz bestaunen. Kein Bäumchen oder Pilz glich dem anderen. Gleich dem Vorbild unserer Natur wurde eine individuelle Vielfalt an wunderschönen kleinen Werken geschaffen. Zudem wurde immer wieder die Überraschung ausgedrückt wieviel Arbeit, Zeit und Mühe im traditionellen Schnitzen steckt um am Ende ein schönes Werk herzustellen.
Und weil ein Hutzenabend ja nicht nur Schnitzen und leckeres Essen und Trinken beinhaltet wurde der Abend mit dem traditonellen Gesang gekrönt. Ganz so nebenbei wurde auch unser Weltkulturerbe gepflegt, denn natürlich kam der Steigermarsch, bei dem sich alle Anwesenden erhoben, gesungen.
Langsam legte sich die Nacht über das Schnitzerheim in Neustädtel und unsere Gäste machten sich erschöpft aber überglücklich mit ihren ganz eigenen schönen Kunstwerk auf den Heimweg.
Wir bedanken uns bei unseren Gästen der Westsächsischen Hochschule (FH), dass Ihr uns besucht habt und wir Euch einen kleinen Einblick in unsere erzgebirgischen Traditionen geben konnten. Denn wie sagte ein kluger Geist einmal? "Tradition ist nicht das bewahren der Asche, es ist das weitertragen des Feuers."
Wir wünschen allen weiterhin eine friedliche Adventszeit und eine frohe Weihnacht.
Euer Neustädtler Schnitzverein.
P.S.: schon mal vormerken... am 25.12 ist wieder Haldensingen. Vorbeikommen und mitsingen nicht vergessen :)