Von See zu See

Von See zu See Wir sind eine Bürgerinitiative, die sich für die Themen Naherholung und Naturschutz einsetzt. Ziele:

Ein rechtssicherer Rundwanderweg um den Zscherndorfer See.

Die Seen unserer Stadt in einem Naherholungsgebiet zu verbinden. Wir wollen an dieser Stelle etwas ausführlicher auf uns und unsere Ziele eingehen. Wir haben uns Anfang März 2021 aufgrund der Sperrung eines der beiden Rundwanderwege um die Zscherndorfer Postgrube gegründet. Unser anfängliches Anliegen war es, auf Dauer den Bestand wenigstens eines Weges um den See zu sichern. Der Ramsiner See sowi

e Beispiele aus anderen Teilen Deutschlands zeigen, daß die Allgemeinheit das Recht, Seen zu umwandern oder sich bestimmten Uferregionen zu nähern, schnell verlieren kann. Infolge unzähliger Gespräche hat sich herausgestellt, daß ein sehr großer Teil der Bürger es als ein Fehler der Gemeinde ansieht, dem Verkauf des Geländes an den heutigen Eigentümer zugesehen zu haben, ohne entweder ein Vorkaufsrecht zu ziehen oder Wegrechte durch das Gebiet zu verhandeln. Wir schließen uns dieser Auffassung an und wollen mit der Bürgerinitiative dahingehend wirken, daß die Gemeinde dem Aspekt der Wahrung öffentlicher Wege in Zukunft mehr Aufmerksamkeit widmet. Während der erwähnten Gespräche kam uns zu Ohren, daß im Kieswerk, welches zwischen Sandersdorf, Ramsin und Zscherndorf liegt, im nächsten Jahr die Errichtung von zwei Solaranlagen geplant ist. Wie wir gingen viele Bürger bisher von einer Renaturierung des Kieswerkes aus. Aus unserer Sicht und der vieler Menschen wäre der Bau von Solaranlagen ausgerechnet auf dem Gelände des Kieswerkes ein großer Fehler. Die Lage des Kieswerkes ist regional als auch überregional einzigartig. Es liegt eingebettet zwischen drei Seen und drei Ortschaften. Ein renaturiertes, mit einigen Wegen versehenes Kieswerk böte eine niemals wiederkehrende Chance zur Naherholung. Ein Ausflug mit dem Fahrrad oder zu Fuß von Ramsin zum Strandbad? Oder von Renneritz zur Postgrube? Von Heideloh nach Sandersdorf oder Ramsin? Das Gebiet bietet mittel- und langfristig ein gewaltiges Potential, ein Potential, welches durch die Ansiedlung von Industrieanlagen auf eben diesem Gelände grundlegend verzerrt und gestört werden würde. Wir treten hierbei dafür ein, daß das gesamte Gelände zwischen Renneritz, Ramsin, Zscherndorf, Sandersdorf, Heideloh und Köckern als ein Gesamtkonzept betrachtet wird, welches verbindende Wege als auch Zugangsrechte aus jedem Dorf anbietet. Es wäre angesichts der Industrialisierung unserer allernächsten Umgebung ein verdienter Ausgleich. Ob Ausbau der Mülldeponie, ob Papierfabrik, ob Windräder oder Solaranlagen oder die bereits seit Jahrzehnten hier ansässige Industrie - wir sind ein Landkreis mit einer überaus hohen Dichte an Industrieanlagen. Dasselbe trifft auf regenerative Energien zu. Aus diesem Grund sollten wir uns für die Erhaltung derjenigen noch nicht landwirtschaftlich oder industriell genutzten Räume einsetzen, ob nun für uns oder für Tiere und Pflanzen. Unsere Gemeinde sollte sich die einzigartige Gelegenheit eines renaturierten Kieswerkes nicht entgegen lassen, auch wenn sie kurzfristig mit mehr Mühen verbunden sein wird. Eines Tages würde sie sich darüber freuen. Wir werden auf die hier genannten Themen in einzelnen Beiträgen noch ausführlicher eingehen. Informationen findet man auch auf unserer Webseite: www.rund-um-den-see.de

23/03/2025

Frühjahrsputz 2025, Weg um Postgrube, wer macht mit?

Am 5. April findet in Sandersdorf-Brehna der Frühjahrsputz statt. In diesem Zusammenhang wird auch der Weg um die Postgrube mit einigen Eingriffen begehbarer gestaltet.

Die Arbeiten konzentrieren sich auf die Einmündung in das Wäldchen am Rand der Gartenanlage. An dieser Stelle sind einige große Wurzeln, vor allem aber zwei Senken, die bei nassem Wetter sehr rutschig sein können.

Die erste Senke wird durch eine nahe Wegalternative durch den Wald umgangen, die zweite Senke mit einem Geländer versehen.

Ein Vertreter des Bauhofes der Stadt wird die Arbeiten leiten, einige Mitglieder der BI werden ihm zur Hand gehen. Wir suchen noch Leute, die Lust und Zeit haben, mit anzupacken. Potentielle Arbeiten: Äste abschneiden, Holz zur Seite räumen, Löcher für die Geländerpfosten graben.

Was man mitbringen könnte: Handschuhe, Heckenschere, Spaten, Essen und Trinken.

Treffpunkt ist 8:30 am Parkplatz der Gartenanlage Birkenwäldchen ganz am Ende der Ramsiner Straße.

Wer Lust hat, mitzumachen, kann unter 015775347328 Bescheid geben oder hier etwas schreiben.

10/12/2024

Entscheidung Stadtrat Solaranlage Kieswerk

Der Stadtrat von Sandersdorf-Brehna wird nach Informationen der Verwaltung im April und Mai 2025 über den geplanten Bau der Solaranlage und des Wasserstoffkraftwerkes zwischen Postgrube Zscherndorf, Strandbad Sandersdorf und dem Köckernsee entscheiden. Die Beratungen werden voraussichtlich im April im Ortschaftsrat Ramsin beginnen, dann in die zuständigen Ausschüsse kommen und schließlich im Stadtrat beendet werden.

Nach unseren jetzigen Informationen gibt es nach wie vor keinerlei Lösungen für die schweren und vielfältigen Artenschutzprobleme, die der geplante Bau auslösen würde. Mehrere Umweltverbände, darunter das Landesamt für Umweltschutz, der NABU Landesverband und die Naturschutzinitiative e.V. haben große Bedenken geäußert. Es wurde darauf verwiesen, daß das Plangebiet einen "besonders hohen ökologischen Wert" besitzt und ein "Hotspot der Biodiversität" ist (Landesamt für Umweltschutz). Die Artenschutzprobleme erstrecken sich über den vom Aussterben bedrohten Brachpieper über streng geschützte Amphibien (Kreuz- und Wechselkröte) bis hin zu den ebenfalls streng geschützten Zauneidechsen.

Der Brachpieper hat im nördlichen und mittleren Teil des Kieswerkes ein seltenes Zuhause gefunden. Seit mehr als 20 Jahren wurde er hier immer wieder gesichtet. Ironischerweise hat ausgerechnet der Bergbau, welcher die Natur vordergründig eher zerstört hat, die Voraussetzungen für die Ansiedlung dieses seltenen Vogels geschaffen. Der Schutz des Brachpiepers ist von nationalem und europäischen Interesse. Seine Lebensgrundlagen werden von Tag zu Tag kleiner. Hier, in unserer Stadt, hat er, von den Wenigsten beachtet, eine seltene und schützenswerte Heimat gefunden. Damit steht er sinnbildlich für die industrielle Vergangenheit unserer Stadt und für einen Wandel hin zu einem Refugium für streng geschützte und vom Aussterben bedrohte Tierarten. Für uns ist dieser Wandel ein Sinnbild für unsere Region: Aus dem Dreck und Staub unserer industriellen Geschichte sind einzigartige ökologische Nischen entstanden, aus Zerstörung ist neues, seltenes und bedrohtes Leben erwachsen. Das ist ein wichtiges Erbe, welches der Bergbau uns hinterlassen hat.

Aus diesem Grund sollte eine Entscheidung pro oder contra Solaranlage diesen Hintergrund immer vor Augen haben. Alle Welt redet vom Schutz der Umwelt. Wir haben hier, in unserer Stadt im nächsten Jahr die Chance, aus Worten Taten werden zu lassen und für den Schutz und die Bewahrung jenen Gebietes einzutreten, auf dem man derzeit noch immer eine Solaranlage, ein Wasserstoffkraftwerk und andere Dinge bauen möchte. Einrichtungen, die an einer anderen Stelle ihren Zweck erfüllen, ohne die Natur zu zerstören.

Aber auch abgesehen vom außergewöhnlichen Wert des Plangebietes für den Artenschutz ist dieses Gebiet für die Entwicklung unserer Stadt und der gesamten Region von herausragender und einmaliger Bedeutung. Mit der anvisierten mittelfristigen Beendigung der Abbautätigkeiten im Kieswerk besteht das erste Mal die Chance, das Seengebiet (Postgrube Zscherndorf, Strandbad Sandersdorf, Köckernsee, Dreiecksgrube, die zwei Seen im Kieswerk selbst) zu einem größeren Verbund zusammenzuschließen. Ein Gebiet, welches mehr als 600 ha umfaßt und mitten in unserer Stadt liegt. Welche Stadt kann von sich behaupten, ein mehrere hundert Hektar großes Naherholungsgebiet mit mehreren Seen in seiner Mitte zu tragen? Die Chancen für Sandersdorf-Brehna, in dieser Hinsicht eine positive Entwicklung einzuschlagen, die sowohl für die Bürger, als auch für Entwicklung der Stadt und den Schutz der Natur von äußerst hoher Bedeutung sind, stehen im Moment ausgezeichnet. Wir setzen uns weiter, vor und hinter den Kulissen, dafür ein, daß sich die Vernunft schlußendlich durchsetzt.

Die Bürgerinitiative wünscht allen eine schöne Adventszeit!

Adresse

Lieselotte-Rückert-Straße
Sandersdorf
06792

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Von See zu See erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Organisation Kontaktieren

Nachricht an Von See zu See senden:

Teilen