02/06/2026
36-Stunden-Einsatzübung der Rettungshundestaffeln: Erdbeben-Szenario fordert Mensch und Hund
Ein schweres Erdbeben im Schwarzwald – dieses anspruchsvolle Szenario bildete die Grundlage einer 36-stündigen Einsatzübung, die die Malteser Rettungshundestaffel Rottenburg anlässlich des Tags des Rettungshundes im April organisierte. Unterstützt wurde sie dabei von Rettungshundeteams der Malteser Mainz und des DRK Ortenau sowie vom Sanitätsdienst der Malteser Rottenburg.
Bereits in den frühen Morgenstunden des Samstags mussten die Einsatzkräfte ihre Alarmbereitschaft herstellen. Während der gesamten Übung war Selbstversorgung gefordert. Als Unterkunft stand den Teilnehmerinnen und Teilnehmern lediglich eine leerstehende Fabrikhalle mit nur bedingter Strom- und Wasserversorgung zur Verfügung.
Die erste Alarmierung erfolgte um 7 Uhr zu einer Vermisstensuche in einem Schotterwerk mit Steinbruch. Im weiteren Verlauf wurden zahlreiche unterschiedliche Einsatzorte angefahren, darunter eine ehemalige Sprudelfabrik, zwei Sägewerke, zwei Deponien, eine weitläufige Industriebrache, ein Kleingartengebiet sowie Wald- und Wiesenflächen. Jede dieser Einsatzstellen stellte die Teams vor besondere Herausforderungen und erforderte eine präzise Zusammenarbeit zwischen Hundeführern, Suchteams, Sanitätskräften und Einsatzleitung.
Neben der fachlichen Arbeit stand auch das Wohl von Mensch und Tier im Mittelpunkt. Regelmäßige Lagebewertungen und eine offene Kommunikation waren entscheidend, um die Belastungsgrenzen der Einsatzkräfte und ihrer vierbeinigen Partner im Blick zu behalten.
Da Rettungshundeteams bei größeren Schadenslagen möglichst schnell wieder für weitere Suchaufträge verfügbar sein müssen, war auch der ehrenamtliche Sanitätsdienst der Malteser in die Übung eingebunden. Die Sanitätskräfte übernahmen die Rettung, Erstversorgung und gegebenenfalls die Weiterleitung der von den Hunden aufgefundenen Personen zur weiteren medizinischen Versorgung.
Nach 36 intensiven Stunden endete die Übung am Sonntagnachmittag. Trotz großer körperlicher Anstrengung zogen die Beteiligten ein positives Fazit. Die erfolgreiche Zusammenarbeit aller Organisationen sowie die realitätsnahen Einsatzbedingungen machten die Übung zu einem wertvollen Beitrag für die Vorbereitung auf reale Einsatzlagen.
Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen freiwilligen Versteckpersonen sowie den Eigentümern der beteiligten Firmen- und Geländeflächen, die ihre Grundstücke für die Übung zur Verfügung gestellt haben.
Interessierte, die die Arbeit der Rettungshundestaffel unterstützen möchten – sei es durch die Bereitstellung von Übungsgeländen, als Versteckperson oder durch eine aktive Mitarbeit als Hundeführer oder Helfer – finden weitere Informationen auf der Homepage der Staffel: www.rettungshunde-malteser-rottenburg.de