23/08/2026
Der Astroclub an der Sternwarte Radebeul führte heute seine Festveranstaltung anlässlich seines 35jährigen Bestehens durch. (Das 30jährige Bestehen hatte aufgrund von Corona ausfallen müssen.) Mit dem Astroclub verbindet uns als Förderverein eine gute, freundschaftliche Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen. Die Zusammenarbeit von Vereinen in der Region ist ein beiderseitiges Anliegen und wurde inzwischen wiederholt praktiziert. Sowohl waren Vertreter des Clubs bei der von uns organisierten Museumsnacht im vergangenen Jahr dabei und bereicherten mit ihrem Beitrag das Angebot für Besucher. Und auch wir waren, beim letztjährigen Astrotag in der Sternwarte Radebeul dabei und boten dort in Lesungen Einblicke in das Thema „Karl May und Astronomie“.
Wir freuten uns über die Einladung zu der Festveranstaltung des Astroclubs, an der unsere Vorsitzende Katharina Walter und unsere Geschäftsführerin Beate Störzel als Vertreterinnen unseres Vereins teilnahmen.
Neben Grußworten des Oberbürgermeisters von Radebeul, Bert Wendsche, und des Leiters der Sternwarte Ulf Peschel, betonte Katharina Walter in ihrer Grußrede unter anderem, „was einen Verein wie den Astroclub ausmacht: die Bereitschaft, sich für etwas zu begeistern – und diese Begeisterung mit anderen zu teilen.“ Weiter führte sie aus, dass „Karl May […] sich in seinem Werk „Himmelsgedanken“ immer wieder mit dem Himmel, den Sternen und den großen Fragen des Lebens beschäftigt [hat]. Der Blick nach oben wird bei ihm zum Anlass für Staunen, Nachdenken und die Frage nach unserem Platz in der Welt. Und vielleicht ist genau das auch eine schöne Beschreibung dessen, was Sie als Astroclub seit 35 Jahren tun.
Sie schauen nicht einfach nur selbst durch Ihre Teleskope – Sie machen den Himmel für andere Menschen erfahrbar.
Sie laden Menschen ein, gemeinsam den Nachthimmel zu beobachten, erklären, was dort oben zu sehen ist, und teilen Ihr Wissen und Ihre Begeisterung.
Sie machen Astronomie zu etwas, das nicht nur Fachleuten vorbehalten ist, sondern zu einem Erlebnis, das Menschen miteinander verbindet.
Sie beteiligen sich an Veranstaltungen und bringen die Astronomie dorthin, wo Menschen zusammenkommen. Und Sie pflegen eine Vereinskultur, in der Beobachten, Lernen, Fachsimpeln und gemeinsames Erleben zusammengehören.
Dabei geht es natürlich um weit mehr als um die Frage, welcher Planet heute Abend zu sehen ist.
Wer durch ein Teleskop schaut und vielleicht zum ersten Mal die Ringe des Saturn, einen Sternhaufen oder einen fernen Nebel sieht, bekommt ein ganz anderes Gefühl für die Dimensionen unseres Universums.
Und genau darin liegt für mich die besondere Leistung dieses Astroclubs: Sie vermitteln Wissen – aber Sie vermitteln vor allem Begeisterung.
Und Sie erinnern uns daran, dass es manchmal gut tut, den Blick vom Alltag weg und nach oben zu richten.
Damit schließt sich für mich auch der Kreis zu Karl May. […]“
Sie schloss ihre Rede mit nochmaligen herzlichen Glückwünschen zum 35-jährigen Bestehen, die an dieser Stelle auch nochmals bekräftigt seien, und gab dem Wunsch nach weiterer fruchtbarer Zusammenarbeit beider Vereine Ausdruck:
„Vielleicht schauen wir von nun an manchmal gemeinsam nach oben.“
Als dazu passendes Präsent überreichten Katharina Walter und Beate Störzel einen, liebevoll in einen Papierstern verpackten, Band der „Himmelsgedanken“ Karl Mays.