03/08/2026
Liebe Mitglieder,
am vergangenen Freitag, 31.07.2026, fand in Soltau eine politische Diskussionsveranstaltung, organisiert durch den CDU-Kreisverband Heidekreis , mit dem Thema „Jagd – und Waffenrecht“ statt.
Geschätzt ca. 150 Besucher folgten gespannt und aufmerksam den Ausführungen der Diskussionsteilnehmer Marc Henrichmann (MdB - Bild rechts), Dr. Marco Mohrmann (MdL und CDU-Generalsekretär der CDU Niedersachsen - Bild links)) sowie Dr. Arne Wieben (Landratskandidat der CDU Heidekreis - Bild Mitte).
Auch unser Vorsitzender Alexander Titze sowie Vorstandsmitglied Jens Wendtland von unserem Partnerverband Liberale Jäger befanden sich unter den Gästen.
Zunächst diskutierten die vorgenannten Teilnehmer auf dem Podium für ca. 90 Minuten über aktuelle waffengesetzliche Themen wie z. B. die Evaluierung des Waffengesetzes durch das BMI und den derzeitigen Stand, über die Wirksamkeit von gesetzlichen Verschärfungen der Vergangenheit (insbesondere Messer- und Waffenverbotszonen) und die vielfältigen negativen Auswirkungen auf Bevölkerung und Behörden bzw. Verwaltung etc.
Einen Schwerpunkt im jagdlichen Bereich nahm erwartungsgemäß die Problematik des Wolfes (das Bundesland Niedersachsen hat bezogen auf die geografische Größe die größte Wolfspopulation weltweit!) und dessen Bestandsregulierung ein.
Im Anschluss bestand für die Besucher die Möglichkeit, im Hinblick auf die Zeit begrenzt Fragen zu stellen, die allerdings ausführlich, sachlich und fachkundig beantwortet wurden.
Unser Vorsitzende stellte an Herrn Henrichmann die Frage, wie er dazu stehe, dass einerseits die CDU erneute waffengesetzliche Verschärfungen ohne erkennbaren Sicherheitsgewinn für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ablehnt, durch die CDU-geführte Landesregierung in Berlin aber gerade eine, insbesondere für legale Waffenbesitzer völlig undifferenzierte, unverhältnismäßige und hoch gefährliche, massive waffengesetzliche Verschärfung bezüglich des illegalen Umgangs mit halbautomatischen Kurzwaffen für Patronenmunition in den Bundesrat eingebracht wurde, und nach Beschlussfassung durch die Länderkammer nun in den Bundestag übergeht. Insbesondere zu einem Zeitpunkt, in der die erste Evaluierung seit bestehen des Waffengesetzes in vollem Gange ist.
Herr Henrichmann erläuterte, dass es jeder Landesregierung, auch während eines Evaluierungsprozesses, jederzeit gesetzlich zusteht, entsprechende Anträge zu stellen. Dies gehöre nun mal zu einem demokratischen Prozess dazu. Allerdings, und das konnte man nicht nur an seinen Ausführungen sondern auch an seiner Mimik erkennen, ist er mit diesem Vorgang [Zitat:] „nicht glücklich, behindere bzw. verzögere ein solches Vorgehen natürlich den Ablauf des Evaluierungsprozesses. Zeitnah wird aber nun eine weitere Stufe des Evaluierungsprozesses eingeleitet und es werden an alle beteiligten Verbände und Organisationen Fragebögen verschickt."
Da natürlich auch andere Besucher Fragen stellten, war der zur Verfügung stehende Zeitrahmen sehr schnell erschöpft.
Im Anschluss konnte allerdings Herr Titze mit allen drei Diskussionsteilnehmern noch ein kurzes, persönliches Gespräch führen, und insbesondere einen zukünftig engeren Kontakt und Informationsaustausch vereinbaren.
Zumindest bei diesen 3 CDU-Politikern erlangte Herr Titze den glaubhaften Eindruck, dass sie, schon weil sie als Jäger und damit selbst Waffenbesitzer ein Eigeninteresse haben, deutlich auf Seiten der legalen Waffenbesitzer stehen, und dafür einstehen, waffengesetzliche Verschärfungen ohne einen Sicherheitsgewinn möglichst zu vermeiden.
An dieser Stelle möchten wir auch eine bemerkenswerte Aussage von Herrn Dr. Marco Mohrmann zitieren: „Ich bin ja dafür, dass Schalldämpfer generell aus dem Waffengesetz herausgelöst werden. Die sind in etwa so gefährlich wie `ne Thermoskanne!“
Dieser Idee und vieler anderer Argumente gegen eine weitere Verschärfung des Waffengesetzes schließen wir uns natürlich an – und werden zeitnah diesbezüglich auch das Positionspapier von pro legal e. V. überarbeiten, erweitern und schärfen.
Erfreulich war auch, dass unser Vorsitzender nach Ende der Veranstaltung noch einige Gespräche mit Besuchern führen konnte, die sich über die Aufgaben, Tätigkeiten und Aktionen sowie über eine aktive Mitgliedschaft bei pro legal e. V. informierten.
Hilf uns, Deine Interessen als vom Waffengesetz betroffenen Bürger zu schützen und zu vertreten!
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