10/06/2026
+++ Stupsnase, Hasenzähne und jede Menge Stacheln +++
Was für eine Aufregung, für die Kinder und natürlich die stacheligen Untermieter. Seit diesem Montag haben die Igel-Damen Sarabina und Kira ihre Zwischenwohnung nahe der Grundschule „Marie Juchacz“ in bezogen. Sie sollen jetzt in den kommenden 14 Tagen an die Freiheit gewöhnt und dann ausgewildert werden. Beim Einzug der beiden Tiere halfen viele Schüler*innen begeistert mit, trugen vorsichtig die Transportboxen und beobachteten jede Bewegung der schüchternen Wildtiere. Begleitet wurden sie dabei von Antje Schwagmeier, Mutter eines der Kinder und „Igelritterin“. Igelritter, das ist ein Verein aus dem Havelland, der sich den Igeln verschrieben hat. Die Mitglieder nehmen im Herbst Tiere, die ihre Mutter verloren haben oder allein sind und päppeln sie wieder auf. Im Mai oder Juni werden sie dann wieder freigelassen – vorausgesetzt, sie bringen ausreichend Gewicht auf die Waage und es findet sich ein geeigneter Platz.
Beides ist gar nicht so leicht. „Sarabina wiegt 800 Gramm. Das ist schon die Grenze“, sagte Schwagmeier am Montag. Kira hingegen bringe es schon auf 1000 Gramm und sei damit kräftig genug. Der Platz direkt hinter dem Schulzaun sei schattig und gut geschützt. „Es geht direkt in den Wald. Jetzt brauchen die beiden Mädchen etwas Zeit, um sich an die Gerüche zu gewöhnen.“ Auch die Behausung für die Igelchen sei ideal. Jede Igel-Dame bekam zwei Holzkisten, umgeben von einem Drahtgehege. Ein Schlafplatz mit Heu und Waldgeruch und natürlich einen Gourmet-Tempel gefüllt mit Soldatenfliegenlarven, Wasser und Katzenfutter mussten es schon sein. Das Zuhause entstand mit Schüler*innen der AWO Grundschule Golm im Rahmen einer Projektwoche.
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