10/08/2026
Update zu Kerstin und ihren Kitten:
heute ist das eingetreten, was wir uns für Kerstin und ihre Kitten nicht gewünscht haben: Kerstin hat ihre Babys nicht angenommen.
Die Kleinen sind deshalb heute auf eine Pflegestelle umgezogen und werden dort von Hand aufgezogen. Alle zwei Stunden füttern, Wärme geben, beobachten, hoffen – Tag und Nacht. Das bedeutet schlaflose Nächte, große Verantwortung und die ständige Angst, dass es eines der Kleinen vielleicht doch nicht schafft. Nochmals danke an das Tierheim Trier und natürlich an die Pflegestelle!
Und genau das ist Tierschutz!
Wir könnten jeden Tag niedliche Katzen- oder Kittenbilder posten. Kleine Pfötchen, große Augen, glückliche Vermittlungen. Das lieben die Menschen, dafür gibt es Likes und Lob. Und ja – natürlich gibt es diese Momente!
Aber die Realität sieht leider häufig anders aus.
Die Realität sind kranke und verletzte Tiere. Unkontrollierte Vermehrung. Inzucht und daraus resultierende Missbildungen. Viel zu viele Katzen, die selbst kaum erwachsen sind und trotzdem bereits Kitten bekommen müssen. Tiere, die völlig überfordert mit einer Situation sind, in die sie niemals hätten kommen dürfen.
Und leider überleben in solchen Situationen eben nicht immer alle. Nicht jedes vermeintliche „kleine Wunder“ wird am Ende tatsächlich eines. 2 Kitten von Kerstin sind bereits tot.
Das sind die Momente, über die man nicht so gerne spricht. Die Momente, die weh tun. Die einen müde machen und manchmal auch verzweifeln lassen.
Aber dann gibt es sie – die anderen Momente.
Ein Tier, das zum ersten Mal Vertrauen fasst. Eine Katze, die endlich in Sicherheit ist. Ein Kitten, das trotz aller Widrigkeiten zunimmt. Ein Tier, das nach langer Zeit ein eigenes Zuhause findet.
Diese Momente geben uns die Kraft, weiterzumachen.
Und genau das werden wir tun, immer im Sinne der Tiere 🐾❤️