12/02/2013
Pressemitteilung
Trotz Rekordhaushalts der bayerischen Medienbehörde: Kürzungen bei
Community Radios
Nürnberg, den 12.02.2013
Trotz eines Rekordhaushalts der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) im Umfang
von rund 38 Millionen wurden die Zuschüsse im Rahmen der Programmförderung für Radio Z
gekürzt - einem von nur zwei Community-Radio-Sendern in Bayern.
Das Signal das der Medienrat der BLM mit dieser Entscheidung aussendet: Bayern missachtet den
von der Fachwelt anerkannten gesellschaftlichen Mehrwert, durch den die mit ehrenamtlichem
Engagement betriebenen Bürgermedien die Medienlandschaft bereichern und ignoriert EUEmpfehlungen.
Zwei Jahre lang hat die Kampagne „Medienvielfalt für Bayern“ Informationen über die von der EU
proklamierte medienpolitische Notwendigkeit von Community Medien und ihren Nutzen für die
Gesellschaft aufbereitet, die politische Verantwortlichen in Kenntnis gesetzt und um ihre
Unterstützung geworben. Nicht ohne Erfolg: SPD und Grüne haben sich unsere Ziele zu eigen
gemacht und fordern eine Basisförderung für Community Radios. Auch die FreiPressemitteilung
Trotz Rekordhaushalts der bayerischen Medienbehörde: Kürzungen bei
Community Radios
Nürnberg, den 12.02.2013
Trotz eines Rekordhaushalts der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) im Umfang
von rund 38 Millionen wurden die Zuschüsse im Rahmen der Programmförderung für Radio Z
gekürzt - einem von nur zwei Community-Radio-Sendern in Bayern.
Das Signal das der Medienrat der BLM mit dieser Entscheidung aussendet: Bayern missachtet den
von der Fachwelt anerkannten gesellschaftlichen Mehrwert, durch den die mit ehrenamtlichem
Engagement betriebenen Bürgermedien die Medienlandschaft bereichern und ignoriert EUEmpfehlungen.
Zwei Jahre lang hat die Kampagne „Medienvielfalt für Bayern“ Informationen über die von der EU
proklamierte medienpolitische Notwendigkeit von Community Medien und ihren Nutzen für die
Gesellschaft aufbereitet, die politische Verantwortlichen in Kenntnis gesetzt und um ihre
Unterstützung geworben. Nicht ohne Erfolg: SPD und Grüne haben sich unsere Ziele zu eigen
gemacht und fordern eine Basisförderung für Community Radios. Auch die Freien Wähler
unterstützen das Anliegen.
Im November wurde das Bayerische Landesmediengesetz geändert und um einen Absatz bereichert.
Maßgeblich, um die Subventionierung im kostenintensiveren Fernsehbereich zu ermöglichen. In
diesem Zusammenhang versuchten Bündnis 90/Die Grünen und SPD auch eine zeitgemäße
gesetzliche Anerkennung der Community Medien und einen damit verbundenen besonderen
Förderauftrag zu erreichen. Leider erfolglos.
Die BLM kann auf Basis der Gesetzesänderung nun mit 9 Millionen aus dem bayerischen
Staatshaushalt direkt die technischen Verbreitungskosten des Lokalfernsehens finanzieren. Nicht
einmal die Mittel bei der Programmförderung im Hörfunkbereich mussten daher gekürzt werden.
Sie wurden sogar um einige 1000 Euro angehoben. Warum wird also erneut ausgerechnet bei einem
der beiden Community Radios – in diesem Fall über 5.000 Euro - gestrichen? Vor 2 Jahren war es
das Münchener Radio LORA gewesen, das eine Kürzung hinnehmen musste.
Inzwischen ließ die BLM als Reaktion auf massive Kritik aus der Community auf ihrer
Facebookseite erklären, die Kürzung begründe sich aus dem geringeren Umfang des aktuellen
Förderantrags gegenüber dem Vorjahr. Richtig ist, dass die BLM nach den Förderlinien Radio Z mit
bis zu 31 320 € fördern hätte können.
Radio Radio Z und LoRa kämpfen seit Jahren ums finanzielle Überleben. Zwar leisten knapp 2000
Unterstützer mit ihren Mitgliedsbeiträgen einen nicht geringen Beitrag zur Finanzierung der
gemeinnützigen Anbieter. Hunderte Ehrenamtliche sind mit Begeisterung dabei.
www.medienvielfalt-bayern.de
Eine Initiative von Radio Z und Radio LoRa
Dennoch werden auch Geldmittel für Ausbildung, die Aufrechterhaltung der Struktur, die
Unterstützung der Ehrenamtlichkeit benötigt. Seit Januar kann Radio Z keine Nachrichten mehr
anbieten, da bei der aktuellen Finanzlage nicht einmal die geringfügigen Entschädigungen der
ehrenamtlichen Journalistinnen in diesem arbeitsintensiven Bereich gesichert werden können.
Die bayerischen Community Radios haben es satt als Bittsteller aufzutreten. Sie leisten Beiträge zur
Medienvielfalt. Sie machen lokale Berichterstattung, die diese Bezeichnung auch wert ist. Sie
fördern die Integration. Sie sind Knotenpunkte einer lebendigen Kultur von unten.
„Medienvielfalt für Bayern“ fordert weiterhin eine Basisförderung und die gesetzliche Anerkennung
als wichtigen Teil der bayerischen Medienlandschaft, sowie die Rücknahme der aktuellen
Kürzungen.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch zur Verfügung.
Pressekontakte:
Syl Glawion, Radio Z, Geschäftsführung, Telefon 0911 4500633, [email protected]
Michael Liebler, Radio Z, Vorstand, Telefon 0179 6742185, [email protected] Wähler
unterstützen das Anliegen.
Im November wurde das Bayerische Landesmediengesetz geändert und um einen Absatz bereichert.
Maßgeblich, um die Subventionierung im kostenintensiveren Fernsehbereich zu ermöglichen. In
diesem Zusammenhang versuchten Bündnis 90/Die Grünen und SPD auch eine zeitgemäße
gesetzliche Anerkennung der Community Medien und einen damit verbundenen besonderen
Förderauftrag zu erreichen. Leider erfolglos.
Die BLM kann auf Basis der Gesetzesänderung nun mit 9 Millionen aus dem bayerischen
Staatshaushalt direkt die technischen Verbreitungskosten des Lokalfernsehens finanzieren. Nicht
einmal die Mittel bei der Programmförderung im Hörfunkbereich mussten daher gekürzt werden.
Sie wurden sogar um einige 1000 Euro angehoben. Warum wird also erneut ausgerechnet bei einem
der beiden Community Radios – in diesem Fall über 5.000 Euro - gestrichen? Vor 2 Jahren war es
das Münchener Radio LORA gewesen, das eine Kürzung hinnehmen musste.
Inzwischen ließ die BLM als Reaktion auf massive Kritik aus der Community auf ihrer
Facebookseite erklären, die Kürzung begründe sich aus dem geringeren Umfang des aktuellen
Förderantrags gegenüber dem Vorjahr. Richtig ist, dass die BLM nach den Förderlinien Radio Z mit
bis zu 31 320 € fördern hätte können.
Radio Radio Z und LoRa kämpfen seit Jahren ums finanzielle Überleben. Zwar leisten knapp 2000
Unterstützer mit ihren Mitgliedsbeiträgen einen nicht geringen Beitrag zur Finanzierung der
gemeinnützigen Anbieter. Hunderte Ehrenamtliche sind mit Begeisterung dabei.
www.medienvielfalt-bayern.de
Eine Initiative von Radio Z und Radio LoRa
Dennoch werden auch Geldmittel für Ausbildung, die Aufrechterhaltung der Struktur, die
Unterstützung der Ehrenamtlichkeit benötigt. Seit Januar kann Radio Z keine Nachrichten mehr
anbieten, da bei der aktuellen Finanzlage nicht einmal die geringfügigen Entschädigungen der
ehrenamtlichen Journalistinnen in diesem arbeitsintensiven Bereich gesichert werden können.
Die bayerischen Community Radios haben es satt als Bittsteller aufzutreten. Sie leisten Beiträge zur
Medienvielfalt. Sie machen lokale Berichterstattung, die diese Bezeichnung auch wert ist. Sie
fördern die Integration. Sie sind Knotenpunkte einer lebendigen Kultur von unten.
„Medienvielfalt für Bayern“ fordert weiterhin eine Basisförderung und die gesetzliche Anerkennung
als wichtigen Teil der bayerischen Medienlandschaft, sowie die Rücknahme der aktuellen
Kürzungen.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch zur Verfügung.
Pressekontakte:
Syl Glawion, Radio Z, Geschäftsführung, Telefon 0911 4500633, [email protected]
Michael Liebler, Radio Z, Vorstand, Telefon 0179 6742185, [email protected]