28/07/2025
Habt ihr schon einmal einen Sägebock (Prionus coriarius) gesehen? Mit bis zu 45 mm Körperlänge und den langen, gesägten Fühlern bietet dieser Bockkäfer einen beeindruckenden Anblick. Er kann in Deutschland nicht verwechselt werden. Im Vergleich zu anderen Käfern, die sich in Totholz entwickeln, ist er in Mitteleuropa weit verbreitet.
Entdecken könnt ihr ihn zwischen Anfang Juni und Anfang September vor allem in Laub- und Mischwäldern, darüber hinaus in Auwäldern, Alleen, Parkanlagen und naturnahen Gärten. Seine Larven entwickeln sich über 3 Jahre und 14 Larvenstadien im Wurzelholz vor allem von Laub-, aber auch von Nadelbäumen. Eier werden in frisch abgestorbenem oder gefälltem Holz abgelegt.
Die erwachsenen Käfer sind dämmerungs- und nachtaktiv und nehmen in ihrem eher kurzen Leben keine Nahrung auf. Aufgrund ihrer stattlichen Größe fliegen sie eher langsam und laut. Indem sie ihre Hinterbeine und Flügeldecken aneinanderreiben, können Sägeböcke zirpende Geräusche erzeugen.
Insgesamt kommen nach derzeitigem Kenntnisstand rund 6.800 Käferarten in Deutschland vor. Einblicke in ihre Merkmale, Lebensweisen und Lebensräume gibt Thomas Hörren im kostenlosen Online-Lernangebot der NABU|naturgucker-Akademie: https://NABU-naturgucker-akademie.de/kaefer.
Foto 1: Sägebock (Prionus coriarius), Foto: Sabrina Rochmann/NABU-naturgucker.de
Foto 2: Sägebock (Prionus coriarius), Foto: Martina Limprecht/NABU-naturgucker.de
Foto 3: Sägebock (Prionus coriarius), Foto: Jan Fuchs/NABU-naturgucker.de
Foto 4: Sägebock (Prionus coriarius), Foto: Ruth & Markus Peter-Rink/NABU-naturgucker.de
Foto 5: Leiterbock (Saperda scalaris), Foto: Ulrich Sach/NABU-naturgucker.de
isi/NABU|naturgucker