12/04/2023
Gegen die Einschüchterung von Tieren!
TEIL2
Einschüchterung führt zu Meideverhalten: Die lernen, dem Menschen aus dem Weg zu gehen.
Vielfach lernen sie auch schlicht, dass ein Verhalten dann gefährlich ist, wenn ein Mensch in der Nähe ist (das Klauen vom Tisch zB).
Der Verlust von Vertrauen führt zu einem Verlust an Einfluss.
Da Einschüchterung auch oft dazu führt, dass Tiere ein Verhalten einstellen, lädt es die Halter*innen zu weiteren Einschüchterungs-Aktionen ein – das heißt, es verändert unser Menschen-Verhalten hin zu mehr Gewalttätigkeit, einer Eskalation der Misshandlung: Einerseits gewöhnen sich Tiere an Strafreize, andererseits tendieren Menschen dazu, diese Strafreize weiter zu erhöhen, wenn er gewünschte Erfolg nicht eintritt.
Die Verunsicherung macht Tiere weniger kreativ in der Zusammenarbeit: Sie werden zögerlich, Neues auszuprobieren.
Einschüchterung erhöht die Emotionalität. Überlegtes Handeln wird unwahrscheinlicher. Bei Mensch (Trainer*in) und Tier. Verhalten, das bereits emotional gesteuert ist (Unsicherheit) kann durch Einschüchterung nicht umgekehrt werden.
Einschüchterung führt zu Verunsicherung und Stress. Das Gehirn kann unter Stress wesentlich schlechter lernen, als in einem Modus der Ruhe und des Vertrauens. Die Entscheidungen im Stress sind von Überlebensstrategien geprägt (Flucht, Kampf, Erstarren).
Einschüchterung kann zu reaktivem Verhalten führen, das ohne warnende Vorzeichen auftreten und das Tier selbst, wie das Umfeld gefährden kann.
Was sind deine Erfahrungen mit Einschüchterung von Tieren?
Foto: Luna van Well