02/11/2025
Bayernbund Passau bei der Schwarzen Madonna
Der Bayernbund ist eine überparteiliche Vereinigung, die sich für das Geschichtsbewusstsein der bayerischen Bevölkerung, Sprache, Traditionen und Föderalismus einsetzt. Als solches liegt dem Verband die Gottesmutter als Schutzpatronin Bayerns besonders am Herzen, so Kreisvorsitzender Horst Wipplinger. Einen Besuch eines besonderen Ortes zur Marienverehrung stattete nun auf Vermittlung von Franz Reiter eine Delegation des Bayerbundes Passau ab. Die Geschichte der Schwarzen Madonna reicht bis in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurück. Alois Mandl erklärte der Besuchergruppe die Hintergründe. 1629 wurde die Gnadenkapelle von Altötting in Fürstenstein mit Genehmigung der Diözese nachgebaut. Damit wollte man während des Dreißigjährigen Krieges den örtlichen Bauern den gefährlichen Weg nach Altötting ersparen. Daraus entstand eine bedeutende Marienwallfahrt für Pilger aus Bayern, Böhmen und Österreich. Für die neue Wallfahrtskirche in Fürstenstein wurde die heute noch erhaltene Nachbildung der Schwarzen Madonna von Altötting gefertigt. Sie hat eine enorme ideelle Bedeutung, da sie die älteste und originalgetreueste Kopie des Altöttinger Gnadenbildes ist. Heute ist es leider still geworden um die Wallfahrt. Die Tradition lebt aber mit den so genannten 3 Goldenen Samstagen im Herbst weiter.
Besonders erwähnenswert ist, dass hier seit 1957 der erste Volksaltar der Diözese Passau steht, und das bereits lange vor dem zweiten Vatikanischen Konzil. Zudem wurde die „Schwarzen Madonna“ am 20. September 1957 in Castel Gandolfo durch Papst Pius XII persönlich gesegnet, was auch brieflich bestätigt ist.