Stark trotz Sucht

Stark trotz Sucht � Für Kinder & Angehörige aus suchtbelasteten Familien
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Long time no see...Hier war es ruhig in letzter Zeit, dafür gab es Gründe, die momentan einiges von mir abverlangen. Wer...
26/02/2026

Long time no see...

Hier war es ruhig in letzter Zeit, dafür gab es Gründe, die momentan einiges von mir abverlangen. Wer mich kennt weiß, dass ich eigentlich genug zu tun habe, aber auch, dass es für mich nie genug gibt. Ich möchte nie aufhören zu lernen, möchte niemals stillstehen und habe jetzt einen weiteren Weg eingeschlagen, der meine Gehirnzellen nochmal ziemlich beansprucht.

Im Januar habe ich neben der Selbstständigkeit nochmal eine Ausbildung angefangen.. Ich möchte den Heilpraktiker für Psychotherapie machen, um Menschen, Kindern helfen zu können. Das ich mich dann spezialisieren möchte, liegt denke ich auf der Hand 😅 was nicht bedeutet, dass ich meine eigentliche Selbstständigkeit aufgeben würde, in keinster Weise. Im Gegenteil, ich erlebe so so viel mit meinen Kunden, dass es nur noch hilfreicher sein kann.

Und dann kam gestern das...
Letztes Jahr habe ich mich für die Ausbildung zur TRAMPOLIN Plus Trainerin angemeldet. Ich weiß noch genau, wie viel Hoffnung ich da reingelegt habe, weil ich einfach gespürt habe, dass das so gut zu mir passt. Und dann kam die Absage. Am Telefon wurde mir gesagt, dass ich keine passende Vorausbildung habe und deshalb nicht teilnehmen kann.
Ich habe das damals akzeptiert, aber tief in mir war dieses Gefühl, dass mein Wissen und meine Erfahrungen doch eigentlich viel mehr zählen. Zehn Jahre Angehörige, meine eigene Geschichte mit Sucht, ein Kind, das in dieser Realität aufwächst und all das, was ich in den letzten Jahren gelernt, gelesen, erlebt und verstanden habe.
Ich musste das erst mal sacken lassen, weil sich etwas, das sich letztes Jahr noch verschlossen angefühlt hat, plötzlich wieder geöffnet hat. Ich habe daraufhin geantwortet und meine Situation noch einmal erklärt und gemerkt, wie viel sich in einem Jahr verändern kann. Nicht nur an Wissen, sondern auch daran, wie ich meinen Weg sehe und wie klar ich weiß, warum ich das alles mache.

Für alle, die TRAMPOLIN nicht kennen: Es ist ein Gruppenprogramm für Kinder aus suchtbelasteten Familien. Ein Raum, in dem Kinder verstehen dürfen, dass sie keine Schuld tragen, dass ihre Gefühle richtig sind und dass sie nicht alleine sind. Fortsetzung folgt 🙏

Weihnachtsmarktzeit. Überall Glühwein und jedes Jahr gibt es Menschen, die einfach keinen trinken.Nicht, weil sie langwe...
27/11/2025

Weihnachtsmarktzeit.
Überall Glühwein und jedes Jahr gibt es Menschen, die einfach keinen trinken.
Nicht, weil sie langweilig sind. Nicht, weil sie jemanden ärgern wollen und auch nicht, weil „ein kleiner doch nicht schadet“.

Manchmal steckt ein Grund dahinter, den niemand sieht. Manchmal auch keiner. Beides ist okay.

Was nicht okay ist:
wenn andere anfangen zu überreden, zu kommentieren oder zu werten.
„Nur einer!“
„Ach komm schon!“
„Was ist denn los mit dir?“

Manchmal kämpft jemand gerade seinen eigenen Kampf. Manchmal schützt er sich. Manchmal hält er eine Grenze, die wichtig ist.
Und manchmal möchte er einfach nur nüchtern bleiben.

Ein Nein ist genug ‼️
Gerade jetzt, wo alles glitzert und keiner hinschaut, was im Inneren wirklich los ist.

Dieses Bild sagt mehr aus, als viele Gespräche es je könnten, es zeigt, wie Sucht wirklich funktioniert.Nicht romantisie...
20/11/2025

Dieses Bild sagt mehr aus, als viele Gespräche es je könnten, es zeigt, wie Sucht wirklich funktioniert.
Nicht romantisiert, nicht verharmlost, sondern so, wie sie sich anfühlt.

Die „Vorteile“ wirken auf den ersten Blick fast gemütlich.
Wärme, Ruhe, Abschalten, kurz mal nichts fühlen.
Genau das macht abhängig.
Nicht der Rausch, sondern die Erleichterung davor.

Die Nachteile stehen daneben wie ein eigenes Leben, das man irgendwann verliert.
Gesundheit, Klarheit, Beziehungen, Respekt vor sich selbst. Man schiebt alles vor sich her, um diesen kurzen Moment Ruhe zu bekommen.

Abstinenz klingt oft wie der saubere Weg.
Aber die Realität ist härter.
Du fühlst wieder.
Du schläfst schlechter.
Du merkst jeden kleinen Stress.
Du musst lernen, ohne Betäubung klarzukommen.
Tag für Tag.

Und trotzdem ist es der Weg, der sich lohnt, weil du irgendwann wieder du selbst wirst.
Weil du deine Menschen nicht mehr belügst.
Weil du endlich wieder ein Leben hast, das nicht auf Ausreden gebaut ist.

Wenn du jemanden liebst, der kämpft:
Du siehst nur das Außen, der eigentliche Kampf passiert leise.

Speichere den Beitrag, wenn du jemanden verstehst oder verstehen willst.

Ich habe diesen Satz heute in der Tagesklinik gelesen:Du musst dein Leben ändern.Früher wäre mir der Satz nicht mal aufg...
19/11/2025

Ich habe diesen Satz heute in der Tagesklinik gelesen:
Du musst dein Leben ändern.
Früher wäre mir der Satz nicht mal aufgefallen, heute bleibe ich stehen, weil ich weiß, dass ich genau das schon getan habe.
Nicht an einem Tag, sondern über eine lange Zeit.

Sucht geht nicht weg. Sie ist da, leise, einfach im Hintergrund. Deshalb arbeite ich weiter, jeden Tag.
Ich mache meine Termine, gehe in die Gruppen, nehme Hilfe an, auch wenn es manchmal schwer fällt.

Ich bin nicht mehr der Mensch von damals.
Ich treffe andere Entscheidungen, laufe nicht mehr weg, bei mir selbst.
Der Satz hat mich heute nicht umgehauen. Er hat mich eher daran erinnert, wie weit ich gekommen bin
und dass ich genau so weitermache.
Nicht perfekt, aber ehrlich,das reicht.

- Phillip

Sucht geht nicht weg, dass brauchen wir hier auch nicht schönreden!𝗦𝗶𝗲 𝗶𝘀𝘁 𝗰𝗵𝗿𝗼𝗻𝗶𝘀𝗰𝗵. 𝗣𝘂𝗻𝗸𝘁.Sie schläft manchmal, aber s...
18/11/2025

Sucht geht nicht weg, dass brauchen wir hier auch nicht schönreden!
𝗦𝗶𝗲 𝗶𝘀𝘁 𝗰𝗵𝗿𝗼𝗻𝗶𝘀𝗰𝗵. 𝗣𝘂𝗻𝗸𝘁.
Sie schläft manchmal, aber sie ist da. Und genau in dieser Stille versucht man als Familie klarzukommen, ohne jeden Tag die Welt zu hinterfragen.

Und trotz allem gibt es diese kleinen Momente, die plötzlich alles leichter machen, ein Lachen, eine Umarmung. Karleinz an der Wand. Dinge, die außen keiner versteht, aber in Wirklichkeit der Grund sind, warum man überhaupt durchhält.

Ich teile das nicht für Aufmerksamkeit, ich teile es, weil so viele in ähnlichen Situationen leben und denken, sie wären alleine damit.
Sind sie nicht. 𝗗𝘂 𝗮𝘂𝗰𝗵 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁.

Und falls du gerade mitten in so einem Alltag steckst: Du bildest dir nichts ein. Das ist anstrengend. Das ist viel. Und trotzdem schaffst du das jeden Tag irgendwie, ohne groß darüber zu reden. Das verdient Respekt.

Wenn du was brauchst, schreib mir.
Oder speichere den Post für später.
Manchmal reicht schon ein Satz, um sich weniger verrückt zu fühlen.

Man bricht nicht an einem einzigen Moment. Man bricht an all den kleinen Dingen, die man über Jahre schluckt, bis man ir...
17/11/2025

Man bricht nicht an einem einzigen Moment. Man bricht an all den kleinen Dingen, die man über Jahre schluckt, bis man irgendwann merkt: Ich passe gar nicht mehr in mein eigenes Leben rein.

Ich hab so lange funktioniert, dass „stark sein“ einfach normal wurde. Auch an Tagen, an denen mein Körper längst aufgegeben hatte.
Tumorverdacht, ein kleines Kind, ein Partner, der selbst überfordert war und ich mittendrin, mit einer Angst, die größer war als alles, was ich damals zugeben konnte.

Ich hab gehofft, dass ein Kind jemanden wachrüttelt. Dass man merkt, was auf dem Spiel steht.
Heute weiß ich:
Sucht funktioniert anders. Und mein eigenes Aufwachen kam erst, als ich wieder in meinen eigenen vier Wänden saß. Als dieser Druck im Hals zum ersten Mal weg war. Als ich wieder atmen konnte, ohne gegen meinen eigenen Körper zu kämpfen.

Ich war nicht wütend auf ihn.
Ich war wütend auf mich, weil ich so lange geblieben bin, obwohl mein Bauchgefühl längst geschrien hat. Ich hab Nächte gehabt, in denen ich Angst hatte um sein Leben, nicht wegen Streit, sondern wegen der Folgen des Konsums. Das sind Gedanken, über die man selten spricht, aber die jeden Angehörigen irgendwann einholen.

Heute kann ich sagen:
Ich konnte ihn nicht retten. Das konnte nur er selbst. Und er hat sich entschieden zu kämpfen. Nicht für mich. Nicht für uns. Sondern für sich. Und das ist der einzige Grund, warum wir heute wieder als Familie dastehen.

Dieses Karussell erzählt nicht seine Fehler. Es erzählt meinen Weg. Meine innere Wahrheit. Das, was so viele von außen nicht sehen.

Wenn du gerade an dem Punkt stehst, an dem du das Gefühl hast, dich selbst zu verlieren:
Du musst niemanden retten.
Du musst nur anfangen, wieder zu atmen.

Speichern, wenn es dich trifft. Teilen, wenn es jemand lesen sollte.

Kinder retten niemanden. Punkt.Aber sie können einem zeigen, wofür es sich lohnt, stehenzubleiben, statt weiter abzustür...
16/11/2025

Kinder retten niemanden. Punkt.
Aber sie können einem zeigen, wofür es sich lohnt, stehenzubleiben, statt weiter abzustürzen.

Phillip sagt es selbst: Wilhelmina war nie ein Rettungsring. Sie war ein Grund, genauer hinzuschauen.

Der Kampf raus aus der Sucht bleibt trotzdem ein innerer Kampf. Einer, den niemand für dich gehen kann.

Und wer das ohne Familie, ohne Partner, ohne Kinder schafft – nur für sich selbst – verdient den größten Respekt überhaupt.

Das hier ist kein Heldentum.
Das ist Ehrlichkeit.

11/11/2025

Adresse

Nörten-Hardenberg

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