05/08/2026
+++ 1. PBC Sonthofen Meister der Pool-Verbandsliga Süd 2026
Teamchef Mario Baude zum tollen Erfolg seiner Mannschaft:
"Aufstieg in die Oberliga – die Cracks des 1. Pool-Billard-Club Sonthofen feiern
Nachdem erst im vergangenen Jahr der Aufstieg aus der Landesliga in die Verbandsliga Süd des Bayerischen Billard-Verbandes geschafft worden war, gelang nun der Mannschaft mit Alexander Stöhr, Martin Walter, Sami Capar und Mannschaftskapitän Mario Baude mit einem 9:1 im letzten Spiel gegen Fürstenfeldbruck der direkte Durchmarsch in die Oberliga – nach einer an Spannung kaum zu überbietenden Saison.
Der Saisonstart im vergangenen Herbst konnte kaum unglücklicher laufen. Jeweils nach Führung ging gegen Haunstetten mit 5:5 ein Punkt verloren, gegen Pfaffenhofen mit 4:6 gleich deren zwei und Lokalrivale Memmingen hatte sich zuvor beim 3:7 als eine zu harte Nuss erwiesen. Dies trotz Alex Stöhrs fast makelloser Bilanz mit am Ende 18:2 Partien im Einzel und einer konstant starken Leistung von Martin Walter. Mario Baude tat sich zum Saisonauftakt schwer mit Problemen in der linken Hand und konnte erst seine sechste Partie erfolgreich bestreiten, was zum Fehlstart nicht unwesentlich beitrug. Nach einer erfolgreichen Operation konnte er sich im Saisonverlauf deutlich steigern und sollte alle bis auf zwei der restlichen Einzelpartien gewinnen. Die Mannschaft blieb derweil bei ihrem Konzept und setzte konsequent darauf, jeden Spieler in seinen stärksten Disziplinen einzusetzen. Obwohl der Gegner dies taktisch nutzen kann, zeigte die gezeigte breite Brust hier positive Wirkung.
Der bereits drohende Kampf gegen den Abstieg entwickelte sich nach einem 7:3 gegen den zwischenzeitlichen Tabellenführer München-West bald zu einer unverhofften Aufholjagd. Pfaffenhofen konnte in der Rückrunde hoch mit 9:1 geschlagen werden, was den Grundstein für ein gutes sekundäres Punkteverhältnis legte. Stöhr gewann seine Partien meist sehr sicher und Walter und Baude zeigten nicht nur beim schwierigen Auswärtsspiel in Fürstenfeldbruck erhebliche Comeback-Qualitäten und Nerven aus Stahl, indem sie mehrfach Partien noch umbiegen konnten, in denen sie bereits fast aussichtslos hinten lagen. Zu diesem Zeitpunkt war der Blick immer noch eher Richtung Tabellenende gerichtet, doch als man Haunstetten und auch Memmingen auswärts jeweils 6:4 schlagen konnte, hier mit einem Herzschlagfinish von Walter, der im 14/1 bereits 0:36 hinten lag, dann aber noch mit 80:58 gewinnen konnte, lag man plötzlich an zweiter Stelle liegend in Reichweite zur Tabellenspitze. Aus eigener Kraft war dies, einen Punkt hinter Pfaffenhofen liegend, in den letzten beiden Matches der Saison nicht mehr möglich, doch Pfaffenhofen brach auf der Zielgeraden mit zwei Niederlagen ein. Sonthofen hingegen gelang im vorletzten Spiel gegen München ein souveränes 10:0, was den großen Vorteil bedeutete, dass in der letzten Partie ein Unentschieden gegen Fürstenfeldbruck reichte, um sicher vor Verfolger Memmingen zu bleiben.
Trotz der Nervosität vor diesem entscheidenden Spiel am vergangenen Samstag – die Mannschaft legte schnell und sicher mit 3:0 vor und Sami Capar führte bereits 5:0 im 9-Ball, doch die Partie kippte und es wurde sehr knapp, am Ende behielt Capar die Nerven und gewann 8:7, sodass nur noch ein Punkt zum Unentschieden fehlte. Diesen umjubelten Punkt zum Verbandsliga-Meistertitel holten dann Stöhr und Martin im 10-Ball Doppel, und Capar und Baude taten es ihnen im 9-Ball unmittelbar darauf gleich, so dass mit dem 6:0 Zwischenstand auch der Gesamtsieg bereits vorzeitig feststand. Die Partie endete am frühen Abend mit 9:1, die Saison mit 15:5 Punkten und damit einen Punkt vor Memmingen mit 14:6. Gleichzeitig sicherte sich Alex Stöhr die Torjägerkanone der Liga mit enorm starken 18:2 Einzelpartien und 7:3 Doppeln. Die am Ende ausschlaggebende, sehr kompakte Mannschaftsleistung über die Saison hinweg zeigt sich an den sehr ähnlichen Ergebnissen von Baude (13:7/6:4), Walter (11:9/7:3) und Capar (11:9/6:4).