06/03/2025
Gedenken an die Toten des 4. März 1919: 54 Opfer für das Selbstbestimmungsrecht
Das Prager Tagblatt berichtete vor 106 Jahren, am 5. März 1919, von den Ereignissen, die sich tags zuvor in zahlreichen böhmischen und mährischen Städten zugetragen hatten. Mit einem Generalstreik und Massenkundgebungen forderten Sudetendeutsche eine Anerkennung der Randgebiete der Böhmischen Länder als Teil des am 12. November 1918 ausgerufenen Staates Deutschösterreich. Dabei beriefen sie sich auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker, dessen prominentester Fürsprecher damals der amerikanische Präsident Woodrow Wilson war. Bei diesen Demonstrationen ließen insgesamt 54 Sudetendeutsche ihr Leben – davon 25 in Kaaden, 16 in Sternberg, sechs in Karlsbad, je zwei in Arnau, Eger und Mies, und einer in Aussig.
Zur Erinnerung an den schicksalhaften Märztag lädt die Sudetendeutsche Landsmannschaft Kreisgruppe München–Stadt und Land zu einer Gedenkveranstaltung am Sonntag, 9. März 2025 um 15:00 Uhr im Adalbert-Stifter-Saal im Sudetendeutschen Haus ein. Höhepunkt der Veranstaltung ist ein Vortrag des Historikers Prof. Dr. Manfred Kittel zum Thema der Vorgeschichte des 4. März 1919. Der Eintritt ist frei. Kommen Sie nach München ins Sudetendeutsche Haus und lassen Sie uns gemeinsam der Toten gedenken.
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