Bitte rettet unser Leben - NotFelle der Ukraine

Bitte rettet unser Leben - NotFelle der Ukraine Wir sind eine private Initiative,Aktivisten,die ehrenamtlich und auf eigene Kosten Straßenhunden/ka

MittagessenJa, es ist gerade ziemlich voll in unserer Katzen-Station. Jedes Plätzchen ist belegt, jedes Körbchen besetzt...
20/06/2026

Mittagessen

Ja, es ist gerade ziemlich voll in unserer Katzen-Station.
Jedes Plätzchen ist belegt, jedes Körbchen besetzt.
Lilia und Tania haben von früh morgens bis spät abends alle Hände voll zu tun.

An den verschiedenen Essens-Plätzen geht es an den Töpfchen ganz schön eng zu.
Doch am Ende wird jede Samtpfote satt sein. Der Hunger und das nicht-wissen, woher man heute was zu essen herbekommt, dass all die Straßenkatzen als hilflose Streuner so lange erfahren musste, ist vorbei...

Schwere Attacken auf KiewDie Bombardierungen auf Kiew werden stärker. Eigentlich auf beiden Seiten. Die Russen sind in i...
16/06/2026

Schwere Attacken auf Kiew

Die Bombardierungen auf Kiew werden stärker. Eigentlich auf beiden Seiten. Die Russen sind in ihrer Offensive nicht vorangekommen. Im Gegenteil: sie verlieren seit Wochen Gelände.
Dazu kommen erfolgreiche Drohnen- und Raketenangriffe der Ukrainer auf Raffinerien und Öl-Terminals weit im russischen Hinterland.
Die Krim wurde erfolgreich von der ukrainischen Armee abgeschnitten. Nachschub gelangt kaum noch auf die Krim. Die meisten Tankstellen dort sind geschlossen. Auf besondere Zuteilungsscheine erhält man maximal 20 Liter Sprit.
Der Sommer-Tourismus, der normalerweise viel Geld auf die Krim spült, fällt aus.

Im Gegenzug werden die Attacken auf Kiew stärker.
Zuletzt wurden einige kulturelle Höhepunkte der Stadt getroffen. Mit Drohnen wurde das 1.000 Jahre alte Höhlenkloster Lavra mit seinen goldenen Dächern angegriffen. Es ist so etwas wie ein Nationalheiligtum. Dazu wurden mehrere Kunst-Museen beschädigt. Einige Gemälde sind von den Bränden bzw dem vielen Wasser der Löscharbeiten betroffen. Zum Glück konnten viele Kunstwerke rechtzeitig abtransportiert werden.

Lilia, die unsere Katzen-Station leitet, schrieb mir, dass die ganze Nacht durch, bis 6 Uhr früh, Detonationen, das Hämmern der Flugabwehr und das laute Sirren der Drohnen zu hören war.

Die Katzen haben sich allesamt in ihren Boxen, in Katzenhöhlen oder in den Kratzbäumen versteckt. Stundenlang haben die Häuser gewackelt durch die Schläge und den Luftdruck...

Sommerfest 2026Ob große Hitze oder Sommergewitter - stört uns nicht, wir sind sowieso in der Halle.Dort dürfen alle Hund...
15/06/2026

Sommerfest 2026

Ob große Hitze oder Sommergewitter - stört uns nicht, wir sind sowieso in der Halle.
Dort dürfen alle Hunde frei herumlaufen; und die dazugehörigen Frauchen und Herrchen übrigens auch.

Es erwartet uns wieder das große Kuchenbüffet (Kuchenspenden werden weiterhin gerne angenommen) und der Schnäppchen-Tisch für Tier & Mensch.

Auch unsere beiden Kunststände werden wieder vertreten sein. Dort gibt es jedes Mal etwas Besonderes - und alles selbstgemacht.

Ebenso selbstgemacht wird der Maracuja-Pfirsisch-Likör und der Nimm-2-Likör sein. Frühzeitig zuschlagen, bevor er ausverkauft ist.

Parkplätze sind reichlich vorhanden, ein barrierefreier Zugang gewährt.

Um 12 Uhr und um 14 Uhr sind die Vorträge zu unseren Tieren. Neues zu Johnny und den Kettenhunden rund um Timo eingeschlossen.

Spenden für unsere Streuner-Tiere nehmen wir gerne entgegen.
Für Menschen werden nur noch Schmerzmedikamente angenommen. Alles andere findet keine Abnehmer mehr in der Ukraine. Das einzige, was noch benötigt wird, sind Power-Banks. Da der Strom immer noch sehr reglementiert ist, brauchen unsere Helfer diese, da die Handys nicht regelmäßig aufgeladen werden können. Wer also noch eine übrig hat, die er nicht benötigt, gerne.

Drei goldene Regeln bitte beachten:
1) keine Leckerlies an fremde Hunde. Jeder Hundehalter hat seine eigenen Sachen dabei. Nicht jeder kann/darf/soll alles essen.

2) bitte regelmäßig mit den Hunden rausgehen. Lasst euch vom Tischnachbarn euren Platz freihalten. Aber es ist nicht schön, wenn sich Hunde in der Halle entleeren (müssen)

3) Wenn möglich kommt nicht gerade zu den Zeiten der Vorträge. Falls doch, dann bitte leise hinsetzen. Überschwängliche Begrüßungen stören beim Zuhören.

Operation "Miau-Miau"Die 118. Separate Mechanisierte Brigade der ukrainischen Armee hat einen ganz besonderen Spezialauf...
12/06/2026

Operation "Miau-Miau"

Die 118. Separate Mechanisierte Brigade der ukrainischen Armee hat einen ganz besonderen Spezialauftrag absolviert: die Operation "Miau-Miau".

Direkt an der Front liegende Truppeneinheiten können meistens nur durch Drohnen versorgt werden. Die Vampir-Drohne ist ein kleiner Quadrocopter. An diesen Drohnen hängen dann kleine Taschen, die geringe Mengen Wasser, Lebensmittel, Medikamente oder Munition zu den kämpfenden Soldaten bringen. Dies läuft auf beiden Seiten so. Denn die Nachschubstraßen sind unter dauernder Überwachung der gegnerischen Drohnen der jeweils anderen Seite. Versorgungs-Lkw haben gar keine Chance, werden sofort von Drohnen attackiert und gesprengt. Mit diesem Problem haben die russischen Angreifer ebenso wie die ukrainischen Verteidiger zu tun.

Nachdem eine solche Versorgungsdrohne ihren Nachschub in einen Kampfunterstand geliefert hatte, flog sie nicht leer zurück. Auf dem Rückflug war die Versorgungstasche wieder gefüllt. Mit einer Katzen-Mama und ihren fünf jungen Kitten.
Diese wurden von den Frontsoldaten ausgeflogen und sind nun im rückwärtigen Bereich (dort wurden auch die Bilder aufgenommen).

Vor ein paar Wochen gab es bereits schon einmal eine vierbeinige Fracht. Dort wurden aus einer Frontstadt, in der die Straßenschlachten tobten, ein Hund und eine Katze ausgeflogen. Über einer Strecke von zwölf Kilometern flogen die beiden hoch über der Erde in einer Versorgungstasche. Beide sind gut gelandet und wurden einer Tierschutz-Organisation übergeben.

Wenn Drohnen doch immer nur dazu da wären, Leben zu retten, statt es zu vernichten...

Zuhause gefundenDie hübsche Adele ist in ihr für-immer-Zuhause eingezogen. Mitten im Rhein-Neckar-Kreis ist der neue Hau...
06/06/2026

Zuhause gefunden

Die hübsche Adele ist in ihr für-immer-Zuhause eingezogen. Mitten im Rhein-Neckar-Kreis ist der neue Hausvorstand eingetroffen. Alles dreht sich um den wunderschönen Stubentiger.

Der große (natürlich abgesicherte) Balkon lädt zum Sommerbeginn dazu ein, das bunte Treiben in den Bäumen zu beobachten. Und für die Regentage steht der Kratzbaum sowieso vor dem Fenster.

Die katzenerfahrene Familie, die ebenfalls feststellen durfte, dass es einfach nicht ohne geht, ist ganz verzückt. Wer einmal einen vierbeinigen Gefährten hatte, wird nach dessen Weggang und der verständlichen Trauer, immer wieder zum gleichen Ergebnis kommen: es geht nicht ohne.

Adele jedenfalls ist voll damit einverstanden...

ArtemisEnde des Monats Mai gab es auch fürchterliche Bombardierungen und Raketeneinschläge in der ukrainischen Hauptstad...
04/06/2026

Artemis

Ende des Monats Mai gab es auch fürchterliche Bombardierungen und Raketeneinschläge in der ukrainischen Hauptstadt Kiew.
Es wurden, bedauerlicherweise, auch einige Mehrfamilienhäuser getroffen. Unter dem Schutt und dem Geröll eines teilweise eingestürzten Wohnblocks lag drei Tage lang diese Katze.

Ein Rettungshelfer der staatlichen Dienste hatte, bei der Suche nach Verschütteten bzw deren Leichen, ein leises Wimmern gehört. Er arbeitete sich mit seinen Kollegen durch die Trümmer durch - und zog das kleine Bündel Katzenleben hervor.

Drei Tage lag diese Katze eingeklemmt unter den Betontrümmern. Schwere Verbrennungen am Körper und mehrere Knochenbrüche fügten ihr unaussprechliche Schmerzen zu.

Das kleine leidende Bündel wurde an eine Tierschutz-Organisation übergeben. Diese gaben ihr den Namen "Artemis". Die griechische Göttin der Jagd sollte ihren Überlebenswillen, die Jagd nach dem Leben, symbolisieren.

Artemis wurde unverzüglich in eine Klinik gebracht, wo man sie zuerst stabilisierte. Erst dann konnte man sich die multiplen Frakturen und die großflächigen Verbrennungen näher anschauen.

Die Tierschutz-Organisation ("UA Animals") hatte ein Crowdfunding eingerichtet, um die zu erwartenden hohen Kosten stemmen zu können.
Auch wir, als "NotFelle Ukraine", haben uns daran beteiligt.

Gestern ist Artemis ihren schweren Verbrennungen erlegen. Das kleine Herz hat es nicht geschafft.
Die eingegangen Spenden bei UA Animals werden für andere Rettungen genutzt werden.

Artemis ist ein stummes Opfer des Krieges - ungehört und seinem Leiden erlegen...

Nicole Auf diesem Bild schaut die zweijährige Hündin noch etwas verdattert. Nicole weiß noch überhaupt nicht, wie ihr ge...
01/06/2026

Nicole

Auf diesem Bild schaut die zweijährige Hündin noch etwas verdattert. Nicole weiß noch überhaupt nicht, wie ihr geschieht.

Im Alter von etwa einem Jahr haben wir diese kleine Hündin bei Kiew von der Kette befreit; zusammen mit einem anderen Hund.

Im letzten Sommer, vor rund zehn Monaten, wurde Nicole dann innerhalb der Ukraine, in Kiew, an eine Familie vermittelt.
Nun, vor ein paar Wochen, hatte sich diese Familie entschlossen, das Land zu verlassen und als "Flüchtlinge" nach Deutschland zu kommen.
Den Hund, Nicole, wollten sie aber nicht mitnehmen.

Also banden sie kurzerhand bei ihrer Abreise Nicole am Treppengeländer vor dem Wohnblock fest. Zwei Tage und zwei Nächte, bei Luftalarm und Drohneneinschlag, in der Hitze und ohne Wasser, musste Nicole dort ausharren.
Dann hat ein Nachbar unsere Notfall-Nummer gewählt.

Jetzt ist Nicole wieder bei uns. Nun nehme ich mich ihrer nächsten Vermittlung selbst an und hole sie bald nach Deutschland.

Diese verschmuste kleine Hündin hat schon zu viel Negatives der Menschheit kennengelernt. Also kümmere ich mich nun selbst um Nicole - denn sie hat endlich eine liebevolle für-immer-Familie verdient.

Wo ist die Familie, die auch Nicole verdient hat?

Tag 1.550Deutschland feierte bei Sommerwetter Pfingstsamstag. Partylaune, Grillen im Garten, Pfingstfeste mit Live-Musik...
25/05/2026

Tag 1.550

Deutschland feierte bei Sommerwetter Pfingstsamstag. Partylaune, Grillen im Garten, Pfingstfeste mit Live-Musik...und Tag 1.550 des Krieges in der Ukraine.

Starobilsk - eine Kleinstadt im Oblast Lugansk. Deutschen Ohren kaum vertraut. Dort geschah etwas, was als "Vergeltungsschlag" gestern den schwersten Raketenangriff auf Kiew, seit Beginn des Krieges, auslöste.
Erstmal zur Klärung: in den westlichen Medien hören wir wechselweise, dass die Russen militärisch am Ende seien, danach wieder vom schwersten Angriff aller Zeiten. Wie das zusammenpasst? Gar nicht. Krieg und Propaganda lassen nun einmal keinen Spielraum für die Wahrheit. Auf keiner Seite. Nicht im Osten, nicht im Westen. Die Russen-Propaganda lügt, die ukrainische ebenfalls, und auch die deutsche und westeuropäische. Wer glaubt, dass im Krieg auf irgendeiner Seite der Kriegsparteien die Wahrheit gesagt wird, glaubt auch, dass Rüstungskonzerne und Milliardäre die Interessen der alleinerziehenden Mutter von der Supermarktkasse vertritt - und darf weiterschlafen.

Starobilsk - dort hat die ukrainische Armee einen "Double Tap" vollzogen. Dies bedeutet "Doppelschlag". Mit Drohnen hat die ukrainische Armee eine Schule bombardiert, bisher sind 21 tote Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren gezählt. Durch die vielen Verletzten kann die Zahl noch steigen.
Natürlich sagen die Russen, es war Absicht, die Schule zu bombardieren. Die Ukraine streitet dies ab. Wahrscheinlich war es tatsächlich eher ein Versehen, ein "Kollateralschaden".

Was die Russen so wütend macht, ist der "Double Tap". Nach der ersten Bombardierung wartete die ukrainische Armee ab, bis Rettungskräfte (Sanitäter, Feuerwehr) vor Ort waren - um dann nochmals zuzuschlagen und diese zu erwischen.

Denn auch Rettungskräfte sind "Infrastruktur". Natürlich ist es eigentlich ein Kriegsverbrechen. Und ja, die russische Armee wendet wohl auch "Double Taps" an.
Ganz oft, eigentlich sogar regelmäßig, macht dies übrigens die israelische Armee, im Libanon, wie auch im Gaza-Streifen.

Es ist, ganz gleich von wem und wo angewendet, eine Verrohung der Kriegsführung. Eine Herabwürdigung des menschlichen Lebens - und trifft bewusst die, die Leben retten wollen.
Einfach aus dem Grund, das Grauen und das Sterben zu steigern.

Und nun kam gestern der Vergeltungsschlag für Starobilsk. Es traf Kiew. Nicht, dass die Russen für Bombardierungen extra einen Grund bräuchten. Aber die Wut der eigenen Bürger braucht ein Ventil.

Man bombardierte Kiew mit hunderten von Drohnen und den ballistischen Iskander-Raketen. Die besonderen Waffen waren jedoch die Hyperschallrakete Zirkon, die kaum abzufangen ist - und die Oreshnik (zu deutsch: Haselnuss).
Die neueste und brutalste Waffe der Russen.

Diese wurde erst drei Mal eingesetzt. Als Test in der Großstadt Dnipro 2024, im Januar diesen Jahres in Lviv/Lemberg und eben nun in Kiew.

Die Oreshnik hat eine charakteristische Bombardierungswelle von sechs Einschlägen - und diese sind schlichtweg verheerend.
Beschießt man eine Stadt mit Raketen, geht man das Risiko ein, Zivilisten zu treffen.
Beschießt man eine Stadt mit der Oreshnik, hat man die Garantie darauf.

Es scheint, als wäre der Angriff gezielt auf besondere staatliche Gebäude gerichtet gewesen. Ein Parlamentsgebäude wurde beschädigt, ebenso das Nationale Kunstmuseum. Fast vollständig vernichtet wurde das Tschernobyl-Museum.
Und Wohnhäuser...

Unsere Stationen blieben verschont.
Lilia war über Nacht in der Kastrations-Station bei den Katzen. Es müssen fürchterliche Schläge gewesen sein. Lilia hatte dieses Mal nicht nur Angst (wie leider schon so oft), sondern dachte dieses Mal wahrhaftig, dass dies das Ende wäre.

Man muss dabei bedenken, dass die Oreshnik die stärkste Sprengkraft konventioneller Ebene (also ohne Nuklearsprengsatz) hat. Alles hat gewackelt, jede Wand, jedes Fenster gezittert. Hammerschläge stundenlang.

Jede Maus hat sich ins tiefste Loch verkrochen. Und Lilia blieb bei den Katzen, um diese zu beruhigen. Denn alle Tiere waren natürlich panisch vor Angst. Vergleicht eure Katze beim Silvester-Feuerwerk. Verzehnfacht die Schläge - und das über Stunden.

Lilia schrieb mir am Morgen danach, als ich reihum fragte, wie es unseren Helfern und Tieren geht, ganz lapidar: "Wir haben überlebt."

Sie schrieb mir kurz die Brutalität und die unvorstellbaren Schockmomente der Einschläge, und danach: "Jetzt schlafen sich alle Katzen aus."

Eigentlich hatte ich, als ich die Zeilen unserer Freunde und Straßen-Engel aus Kiew las, nur zwei Wünsche: möge Gott auch weiterhin diese herzensguten und mutigen Menschen schützen und zweitens, dass endlich Diplomatie vorherrschen möge anstelle von raff- und profitgierigen Kriegsgewinnlern der Rüstungsindustrie...

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