13/06/2026
Liebe Sabine, danke für die schöne Feier gestern und alles Gute für Griechenland und darüber hinaus! Es war eine tolle ökumenische Zusammenarbeit mit dir!
Für Friedenspfarrerin Sabine Müller-Langsdorf ist der Pazifismus eine wichtige Kraft - trotz des Kriegs Russlands gegen die Ukraine. Er sei eine soziale Kraft, die Menschen dazu bewege, keine Gewalt anzuwenden. „Die Aufgabe der Kirche ist es, den Raum zu weiten für Optionen ohne Gewalt", so die Pfarrerin.
Sabine Müller-Langsdorf wird heute in der Frankfurter Auferstehungskirche von Pröpstin Sabine Bertram-Schäfer in den Ruhestand verabschiedet. „Ich gehe mit etwas Wehmut, aber mit Freude auf das, was kommt". Ab 1. September wird sie im Ruhestand für zehn Monate die deutschsprachige evangelische Gemeinde im griechischen Thessaloniki betreuen.
Müller-Langsdorf war Gemeindepfarrerin in Offenbach, Studierendenpfarrerin und in der religionspädagogischen Fortbildung für Erzieherinnen in Darmstadt tätig, Schulseelsorgerin und Religionslehrerin in Dreieich, bevor sie 2012 zur Friedenspfarrerin ernannt wurde. In diesem Amt hätten sie am meisten Begegnungen mit Menschen fasziniert, die sich ihr Engagement etwas kosten ließen, sagte Müller-Langsdorf. Dabei erinnert sie an eine Darmstädterin, deren Mann in Griechenland zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Das Paar hatte auf einer privaten Segeltour eine Flüchtlingsfamilie nach Griechenland mitgenommen. Die Kirche habe dazu beitragen können, dass der Mann vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wurde.