29/04/2026
Mozart und der Gnom
Rotary-Preisträger entzünden musikalisches Feuerwerk
Train. Tosender Applaus erklang in dem bis auf den letzten Platz besetzten Fürstbischof-Eckher Saal im Zehentstadl Train als die vier Preisträgerinnen und Preisträger des Jugendmusikpreises des Rotary Club Mainburg-Hallertau zum Schlussapplaus die Bühne betraten. Zuvor hatten die Pianistinnen und Pianisten Lisa Zou, Francesco Baric und Collin Stanglmeier sowie die Flötistin Anastasiia Lytvyn dem Publikum ein Konzert der Extraklasse geboten.
Dieser Meinung schlossen sich auch District Governor Ulli Kersting und Rotary Präsident Albert Stuber bei der Preisverleihung an. Kersting lobte vor allem auch den Mut, sich an Stücke heranzuwagen, die nicht im eigentlichen Sinne schön sind. Gemeint war der sehr überzeugende Vortag Francesco Barics von Modest Musorgskis Gnom aus dem Werk „Bilder einer Ausstellung“.
Anmutige Klänge
Deutlich anmutender erklang da schon Mozarts Andante KV 315 für Flöte von Anastasiia Lytvyn sowie Beethovens Klaviersonate G-Dur, op. 79 gespielt von Lisa Zou. Beide Musikerinnen verstanden es vortrefflich die Klangsprache der Wiener Klassiker zu interpretieren. Dem wollten auch Francesco Baric und Collin Stanglmeier in nichts nachstehen. Sowohl Barics klare Strukturiertheit bei J.S. Bachs Englischer Suite Nr. 3 als auch die romantische Tiefe Collin Stanglmeiers in Brahms Rhapsodie g-moll op. 79 ließen keinen Zweifel aufkommen, was für Ausnahmemusikerinnen und- musiker an diesem Nachmittag auf der Bühne stehen.
Furioses Finale
Den zweiten Teil des Konzertes bestimmte zunächst der berühmte Klavierkomponist Frederic Chopin. Francesco Baric interpretierte das Nocturne op. 9 genauso feinfühlig wie zuvor schon Lisa Zou im ersten Teil. Mit noch mehr Pathos gestaltete Collin Stanglmeier das Nocturne H-Dur, op. 32. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei Mozarts Klaviersonate F-Dur KV 332 (Francesco Baric), flutete Lisa Zou den Zehentstadl mit Mondlicht bei den Klängen von Clair de lune von Claude Debussy
Den Auftakt zum furiosen Finale des Konzertes machte Anastasiia Lytvyn. Sie schwelgte bei Francois Bornes Carmen Fantasie in den berühmten Melodien der gleichnamigen Oper von Bizet und ließ mit ihrer atemberaubenden Technik auf der Querflöte das Publikum staunend zurück.
Den fulminanten Schlusspunkt setzte Collin Stanglmeier mit der Toccata es-moll, op. 11 von Khachaturian. Rhythmisch prägnant und mit großer dynamischer Bandbreite meisterte er die sehr anspruchsvolle Komposition mühelos.
Dankesworte
Moderator Hartmut Brauß, der kurzweilig und informativ durch das Programm geführt hatte, dankte zum Schluss des Konzerts der Gemeinde Train und Bürgermeister Gerhard Zeitler für die Gastfreundschaft und dem Kreativforum Schlossplatz für die exzellente Bewirtung. Auch dankte er allen, die dazu beigetragen hatten, dass der Jugendmusikpreis des Rotary Clubs Mainburg-Hallertau auch 2026 in seiner zweiten Auflage zu einem vollen Erfolg wurde.