13/06/2026
Nach Medienberichten intensivieren die Türkei und Saudi-Arabien ihre Bemühungen zum Aufbau eines Landhandelskorridors, der die Golfstaaten über Syrien und Jordanien mit Europa verbinden soll.
Laut der israelischen Zeitung Yedioth Ahronoth wird das Vorhaben in israelischen politischen und wirtschaftlichen Kreisen mit Sorge verfolgt. Der geplante Korridor würde Israel vollständig umgehen und könnte zu einem direkten Konkurrenten für die von Israel unterstützten Handelsrouten werden, die Indien über den Hafen von Haifa mit Europa verbinden sollen.
Israelische Beobachter befürchten, dass ein erfolgreicher Landkorridor, der teilweise auf einer Modernisierung der historischen Hedschasbahn basiert, Israels Ambitionen beeinträchtigen könnte, sich als zentrales Logistik- und Handelsdrehkreuz zwischen Asien und Europa zu etablieren.
Das Projekt wird zudem als strategische Alternative zu den zunehmend unsicheren Seewegen betrachtet. Hintergrund sind die wiederkehrenden Spannungen und Risiken für den internationalen Handel in der Straße von Hormus sowie in der Bab al-Mandab.
Die israelischen Bedenken werden durch konkrete Schritte in der Region verstärkt. Zuletzt unterzeichneten Saudi-Arabien und die Türkei mehrere Absichtserklärungen in den Bereichen Eisenbahnverkehr und Logistik. Parallel dazu verfolgt Syrien Pläne, seine geografische Lage stärker als regionales Transit- und Verbindungszentrum zu nutzen.
Aus Sicht vieler regionaler Akteure könnte ein solcher Korridor die wirtschaftliche Integration zwischen den Golfstaaten, der Levante und Europa vertiefen. Aus israelischer Perspektive besteht dagegen die Gefahr, dass wichtige Handelsströme künftig an Israel vorbeigeleitet werden und dessen wirtschaftlicher Einfluss auf regionale Transportnetzwerke sinkt.
⸻⸻
Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen.
Folgt uns bitte auf Telegram, um weitere Informationen und Updates sicher zu erhalten: https://t.me/freunde_pal
Mit PayPal spenden: www.paypal.me/freundepal