18/06/2025
Vom Fremdling zum Einheimischen
Weltweit wird im Juni die sogenannte „Refugee Week“, die Flüchtlingswoche begangen, in der Woche um den Weltflüchtlingstag am 20. Juni.
Wir möchten diese Woche die Geschichten von drei Menschen erzählen, die in den letzten Jahren neu nach Deutschland gekommen sind. Sie sind nicht als Touristen gekommen, auch nicht, um Geld zu erbitten oder von staatlicher Hilfe zu leben. Sie mussten ihre Länder, ihre Freunde, ihre Familien, ihre Wurzeln verlassen, aus verschiedenen Gründen, die mit Verfolgung zu tun haben. Als sie hier ankamen, bekamen sie das Etikett: „Flüchtlinge“
Heute möchten wir dazu auffordern, dieses Etikett wegzulassen und sie einfach als Menschen zu sehen, die genauso sind wie wir, als unsere Nachbarn, Freunde, Kollegen, die Lehrer unserer Kinder. Einer von ihnen gibt sogar wöchentlich Online-Unterricht für Frauen in Afghanistan, die unter dem Taliban-Regime nicht mehr studieren können.
Ihre Anwesenheit in Deutschland ist eine Bereicherung für uns alle. Sie lernen die Sprache, sie wollen arbeiten und einen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Ihre Kinder und Enkelkinder gehen zur Schule, lernen die Sprache und Bräuche. Diese drei Geschichten handeln von Menschen mit Familien, Hintergründen und Hoffnungen. Meryem, T. und Shabir kommen aus verschiedenen Teilen der Welt und teilen heute ihre Geschichten und Träume mit uns.
Wir vom Friedenshaus in Ludwigshafen fühlen uns gesegnet, diese drei Menschen zu kennen und sie als Freunde zu bezeichnen. Das Friedenshaus ist ein Gemeinschaftsprojekt mennonitischer Werke mit dem Ziel, Menschen verschiedener ethnischer Herkunft zu vernetzen, Migranten und Geflüchtete zu unterstützen und eine Kultur des Friedens zu fördern. In den Räumen der Mennonitengemeinde Ludwigshafen bietet das Friedenshaus unter anderem Deutschkurse, Hausaufgabenbetreuung, ein Nähprojekt zur Herstellung von Patchworkdecken sowie kulturelle Veranstaltungen an. Diese Angebote fördern Begegnung, gegenseitiges Verständnis und Integration im Stadtteil.
Das Friedenshaus existiert nur dank der finanziellen Unterstützung der Gemeinden und Förderer und deren Gebeten. Wir wollen diese Arbeit fortsetzen und noch mehr Menschen helfen. Bitte, beten Sie für uns. Wir wollen täglich zeigen, dass wir Nachfolger Jesu sind. Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung. Was denken Sie über die Geschichten und Integration generell? Schreiben Sie uns!
Eva Froese & Oscar Cardozo
[email protected]
www.friedenshaus.net