40 Jahre Jodprophylaxe in Deutschland - kein Thema für die Öffentlichkeit?

40 Jahre Jodprophylaxe in Deutschland - kein Thema für die Öffentlichkeit? Kampagne zum Jahrestag der Jodprophylaxe und Ansprache von Öffentlichkeit, Politik und Behörden

05/02/2026

Rede im Landtag RLP zur Großen Anfrage Jodprophylaxe
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05/11/2025

Programmbeschwerde an das ZDF zur Sendung:

Jodmangel: So sichern Sie Ihren täglichen Bedarf an Jod im Alltag - ZDFheute

Meine Damen und Herren,

ich protestiere entschieden gegen die beigefügte Sendung. Sie haben von mir bereits mehrfach Artikel und Hinweise zum Thema Jodprophylaxe erhalten. Es gibt seit Jahren eine Vielzahl kritischer Stimmen zu diesem Thema und auch faktisch belegte Gegenargumente. Trotzdem veröffentlichen Sie immer wieder eine völlig undifferenzierte Propaganda zu Jodsalz mit sehr fragwürdigen Aussagen. Sie könnten es wirklich besser wissen. Folgende Aussagen sind falsch:

"In pflanzlichen Lebensmitteln ist kaum welches drin" (Jod) - Fruchtsäfte (z.B. schwarze Johannisbeere), Gemüse (z.B. rote Beete, Kartoffeln), z.B. Kakao (Rainer Hampel und Helmut Zöllner 2004 ) - Diese Aussage ist schlicht nicht richtig. Es gibt sehr wohl pflanzliche Lebensmittel, welche hohe Gehalte an Jod haben, nicht zuletzt sind Algenprodukte auch pflanzliche Lebensmittel. Eine Versorgung mit Jod ist also bei einer bewussten Ernährung sehr wohl auch mit pflanzlichen Lebensmitteln möglich.

"So enthalten unsere Böden zu wenig Jod" - Eine solche pauschale Aussage ist ebenfalls falsch. Erstens: weil der Jodgehalt der Böden in Deutschland variiert, Zweitens: weil wir Deutschen hohe Mengen an Lebensmitteln aus aller Welt importieren, Drittens: weil viele Tonnen an Jod über das Tierfutter und die resultierenden Exkremente der Tiere auf unsere Äcker gelangt sind und auch aus Abfällen in den Naturkreislauf gelangen.

"In den 80iger und 90iger Jahren hatte sich die Jodversorgung in der Bevölkerung deutlich verbessert, nämlich durch die Verwendung von Jodsalz..." - Die Jodversorgung hatte sich vor allem auch durch den Einsatz von jodiertem Viehfutter "verbessert". Jodsalz war in den 90iger Jahren schon wieder rückläufig (Rainer Hampel und Helmut Zöllner 2004 ). An dieser Stelle darf ich auf meine Kritik am Podcast im Anhang verweisen. Das Thema Jodprophylaxe nur auf die Jodsalzversorgung zu reduzieren und die Futtermitteljodierung wegzulassen ist eine unentschuldbare und fahrlässige Unterlassung.

"Doch dieser Trend ist wieder rückläufig. (Jodsalzeinsatz) Das liegt auch an modernen Ernährungsformen. Biolebensmittel und pflanzliche Ersatzprodukte sind seltener jodiert." - Diese Aussage ist zu pauschal. Es mag zwar sein, dass in Biolebensmitteln weniger Jodsalz und dafür mehr Meersalz oder Steinsalz eingesetzt wird, jedoch werden auch in der Ökolandwirtschaft jodhaltige Futtermittelzusätze verwendet. Bei einer Milchprüfung 2017 fiel vor allem Biomilch durch hohe Jodgehalte auf (Stiftung Warentest).

"bis hin zu Schilddrüsenkrebs" - Diese Ableitung ist falsch. Dafür gibt es meines Wissens nach keine Evidenz. Im Gegenteil: Eine umfassende Monitoringstudie aus den USA weist darauf hin, dass sowohl Mortalität als auch Krebserkrankungen bei Menschen mit hohen Jodgehalten im Urin höher liegen bzw. häufiger vorkommen als bei Menschen mit Jodmangel (siehe Chronik und Kritik zur Jodprophylaxe).

Zudem ist die implizite Aussage, dass etwa ein Drittel der Bevölkerung durch mehr Jod profitieren könnte, ebenfalls nicht belegbar. In der beigefügten Antwort auf eine Kleine Anfrage wird sehr deutlich, dass nur ein sehr geringer Teil der Schilddrüsenpatienten unter nachgewiesenen Jodmangelerkrankungen leidet. Die Mehrheit leidet unter einer Unterfunktion, welche auf zu hohe Jodaufnahme zurückgeführt werden kann (Dissertation Mashoufi).

Außerdem stellt sich die Frage, welche Auswirkungen eine höhere Jodzufuhr auf Menschen hat, welche eben nicht zu diesem angeblichen Drittel gehören und der Jodprophylaxe ebenfalls pauschal unterworfen werden. Während die Amerikaner dieser Frage in ihren Monitoringstudien nachgehen, verweigert sich der Arbeitskreis Jodmangel (von dem ihr Beitrag kommt), einer solchen Debatte seit Jahrzehnten und reitet völlig einseitig das Thema Jodmangel, welches eben nicht für alle Bürger zutreffend ist.

Ich würde mir sehr wünschen, dass das ZDF dieses wichtige Thema endlich einmal differenziert beleuchtet und nicht nur die 40 Jahre alte Jodsalzpropaganda des Arbeitskreises Jodmangel und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gebetsmühlenartig übernimmt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Timo Böhme

Überflüssig - unter dieser Überschrift finden sich aktuell etliche Artikel zur Studie von Stiftung Warentest zu Nahrungs...
19/06/2025

Überflüssig - unter dieser Überschrift finden sich aktuell etliche Artikel zur Studie von Stiftung Warentest zu Nahrungsergänzungsmitteln für Kinder. Teilweise sind diese Produkte sogar schädlich und es bestehe eine Gefahr der Überdosierung, da die Aufnahme, z.B. von als Fruchtgummis vertriebenen Produkten, nicht kontrolliert werden kann. Selbst bei Jod, Eisen und Calcium ist eine Supplementierung nicht notwendig. Unsere Kinder sind bestens versorgt.
Damit greift Stiftung Warentest ein Problem auf, welches seit Jahrzehnten besteht und sich immer weiter zuspitzt - falsche Versprechen im Hinblick auf Nahrungsergänzungsmittel und gegenteilige Effekte in der Realität.
Auch die Jodprophylaxe war und ist ein solches Versprechen. Angeblich sollten unsere Kinder schlauer werden, wenn schon die Mutter in der Schwangerschaft große Mengen an Jod zu sich nimmt. Die Realität ist eine Andere, wie etliche Bildungsstudien der letzten Jahrzehnte zeigen. Im Gegenteil: Das Ergebnis dieser Propaganda sind Millionen von Menschen, welche unter einer Unterfunktion der Schilddrüse und Autoimmunerkrankungen leiden bzw. ein Leben lang auf die Einnahme von Thyroxin-Tabletten angewiesen sind. Doch noch immer halten der Arbeitskreis Jodmangel und das für Ernährung zuständige Bundesministerium stur an ihrer Jodpropaganda und der heimlichen Zwangsjodierung der gesamten Bevölkerung fest.

Was wissen Sie über die sogenannte Jodprophylaxe? Hat man Ihnen auch erzählt Sie hätten Jodmangel und Jod wäre gesund!?

Doch auch der Bundespräsident schweigt:Offener Brief an den Bundespräsidenten zur Jodprophylaxe / Jodtherapie in Deutsch...
25/02/2025

Doch auch der Bundespräsident schweigt:

Offener Brief an den Bundespräsidenten zur Jodprophylaxe / Jodtherapie in Deutschland
Ludwigshafen am Rhein, den 26. Januar 2025

Gerichtet an:

Den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier
Spreeweg 1
10557 Berlin

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

in Wahlkampfzeiten werden brennende politische Themen oft wesentlich kontroverser debattiert als in der Tagespolitik. Umso mehr freuen wir uns über Ihre klaren Worte zur Notwendigkeit der umgehenden Aufarbeitung der sogenannten „Corona-Politik“, welche offensichtlich massive Schäden an Gesundheit, Freiheit und Wohlstand unserer Bürger angerichtet hat.

Diese prominente Debatte zu Fehlern, Missständen und Auswirkungen einer offensichtlich falschen und schädlichen Gesundheitspolitik darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass entsprechende Missstände schon seit Jahrzehnten bestehen und quasi zur DNA unseres Gesundheitssystems geworden sind.

Wir möchten mit diesem offenen Brief Ihr Interesse auf einen von vielen weiteren Fällen lenken, in denen eklatanter Schaden durch eine medizinische Kollektivmaßnahme angerichtet wurde und weiter wird. Die sogenannte Jodprophylaxe, welche de facto eine Jod-Zwangstherapie ist, wird seit über 40 Jahren in Deutschland umgesetzt. In dieser Zeit ist die Anzahl schilddrüsenkranker Bürger in Deutschland kontinuierlich gestiegen. Krankheiten, welche vor Einführung der Jod-Zwangstherapie in Deutschland kaum bekannt waren, treten mittlerweile in bestürzender Häufigkeit auf. Als Beispiel sei Hashimoto Thyreoiditis (Schilddrüsenentzündung), eine autoimmune Zerstörung der Schilddrüse und ihrer Funktionen, genannt. Doch die Schäden, welche durch den Überschuss an aggressiven Halogenen wie Jod und Fluor in unserer Nahrung angerichtet werden, gehen noch über den Bereich der Schilddrüsenerkrankungen hinaus. Halogene in der Nahrung, medizinisch unkontrolliert gestreut, stehen im Verdacht einer auslösenden Wirkung bei neurologischen Erkrankungen, Herzrhythmusstörungen, Schlaflosigkeit, Hauterkrankungen, Darmerkrankungen und sogar bei einigen Krebsarten.

Die uns bekannten Details hatten wir in einem offenen Brief an die Politiker dieses Landes vom 1. Mai 2024 beschrieben bzw. auf unseren Websites dargestellt (Den Text dieses Briefes finden Sie beigefügt). Es war nicht der erste offene Brief an Politiker, Mediziner, Presse, Medien und Verbände. Doch unsere Aufklärungsarbeit wurde über Jahrzehnte abgewiesen, ignoriert und totgeschwiegen, wie dies auch zu Beginn der Debatte um die „Corona-Politik“ der Fall war.

Wir würden uns daher freuen, wenn der Bundespräsident auch klare Worte zur Jod-Zwangstherapie äußern würde, bei welcher Gesundheit, Freiheit und Wohlstand unserer Bürger in gleicher Weise beeinträchtigt wird. Bitte fordern Sie die Politiker dieses Landes auf, ihre Ignoranz zu beenden und sich den Herausforderungen einer öffentlichen Debatte zur sogenannten Jodprophylaxe und deren Auswirkungen zu stellen.

Hochachtungsvoll

Unterzeichner:

Dr. Timo Böhme, Neunkircher Straße 7, 67063 Ludwigshafen am Rhein, Autor des Buches „Chronik und Kritik zur Jodprophylaxe“

Deutsche Selbsthilfegruppe der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken, vertreten durch die Sprecherin Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Trier, Autorin u.a. des Buches „Jod-Krank: Der Jahrhundertirrtum“

Dr. Gerd Reuther, Saalfeld

Klaus-Peter Bungert, Trier

Sigrid Ertl, Trier

www.jodprophylaxe.de,
www.jod-kritik.de
Offener Brief - 40 Jahre Jodprophylaxe in Deutschland

Ludwigshafen am Rhein, den 1. Mai 2024

Gerichtet an:

Die Fraktionen der im Bundestag vertretenen Parteien
Platz der Republik 1
10557 Berlin

Alle Volksvertreter in Deutschland

Den Bundesgesundheitsminister
Prof. Dr. med. Karl Lauterbach
Bundesministerium für Gesundheit
11055 Berlin

Den Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft
Cem Özdemir
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
11055 Berlin

Die Mitglieder des Arbeitskreises Jodmangel e.V.
namentlich den 1. Vorsitzenden Prof. Dr. med. Roland Gärtner
Falkstraße 5
60487 Frankfurt am Main

Die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.
Namentlich den Präsidenten Prof. Dr. med. Matthias Pirlich
Godesberger Allee 136
53175 Bonn

„Es gibt viele Möglichkeiten, der Wahrheit den Rücken zu kehren […] Ich für meinen Teil glaube eher, dass alles möglich wird in einer Gesellschaft, deren Handlungen nicht mehr von der öffentlichen Meinung kontrolliert sind.“
Zitat aus Nachbemerkung zum Buch „Der Tod ist mein Beruf“ von Robert Merle

Sehr geehrte Damen und Herren,

Seit 40 Jahren wird in Deutschland jodiertes Salz eingesetzt. Die EU ermöglichte mit der Richtlinie 70/524/EWG des Rates zudem den Einsatz von jodierten Futtermittelzusätzen in der Größenordnung eines möglichen Jodtransfers von bis zu 10 mg Jod pro Liter Milch. Die sogenannte Jodprophylaxe in Deutschland besteht damit aus 5 Komponenten:

1.) Eine nicht gekennzeichnete und nicht quantifizierte, faktische Zwangsjodierung sämtlicher Konsumenten von Lebensmitteln tierischen Ursprungs.
2.) Ein nicht gekennzeichneter Einsatz von jodiertem Salz beim Absatz loser Ware wie z.B. Backwaren und Wurstwaren.

3.) Ein nicht gekennzeichneter Einsatz von jodiertem Salz im Gaststättengewerbe und in der Gemeinschaftsverpflegung.

4.) Ein nur zum Teil gekennzeichneter Einsatz von jodiertem Salz bei der Herstellung verpackter Lebensmittel für den Einzelhandel.

5.) Ein aus Sicht des Verbrauchers freiwilliger Einsatz von jodiertem Speisesalz im Haushalt.

Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete des Deutschen Bundestages,

Es ist einer freien Gesellschaft und selbstbestimmten Bürgern nicht würdig, einer faktischen Zwangsmaßnahme im Bereich von Ernährung und Gesundheit unterworfen zu werden, welche nicht nachvollziehbar und zum Teil kaum bekannt ist. Die Unterzeichner fordern Sie daher auf, nach 40 Jahren Jodsalzeinsatz in Deutschland und einer Zulassung der Futtermitteljodierung in der EU seit 1970, endlich Transparenz zu Methoden, dem Umfang und den Auswirkungen der Jodprophylaxe zu schaffen. Befragen Sie den Bundesgesundheitsminister und den Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft und fordern Sie eine öffentliche Stellungnahme der involvierten Oberbehörden Robert Koch-Institut, Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Bundesamt für Risikobewertung und Max Rubner-Institut. Geben Sie sich nicht, wie in der Vergangenheit geschehen, mit oberflächlichen Aussagen zum Einsatz von jodiertem Speisesalz zufrieden. Die Jodprophylaxe umfasst zusätzlich den Einsatz von jodiertem Nitritpökelsalz und vor allem den Einsatz jodhaltiger Futtermittelzusätze. Hinterfragen Sie vor allem auch die Mengen an Jod, welche im Verlauf und der Geschichte der Jodprophylaxe wirklich zur Futtermitteljodierung eingesetzt worden sind und zumindest zulassungsseitig beträchtlich waren. Befragen Sie den Bundesgesundheitsminister zur Anzahl und zahlenmäßigen Entwicklung von Schilddrüsenerkrankungen in Deutschland vor und seit Beginn der Jodprophylaxe und legen sie vor allem Augenmerk auf Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse, da diese durch den Jodeinsatz bedingt sein könnten. Schaffen Sie im Rahmen einer öffentlichen Debatte im Bundestag vor allem auch Transparenz zu den möglichen unerwünschten Nebenwirkungen der Jodprophylaxe.

Sehr geehrter Herr Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. med. Karl Lauterbach,

Die Jodprophylaxe ist ein ca. 100 Jahre andauerndes, von Seiten der WHO forciertes und mittlerweile weltumspannendes Gesundheitsprojekt. Nach Zeitdauer und Anzahl der involvierten Länder und deren Einwohner dürfte es eines der größten, wenn nicht sogar das größte Gesundheitsprojekt der Welt sein. Im Gegensatz dazu ist das Wissen um Methoden und Auswirkungen der Jodprophylaxe erstaunlich gering, nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch in Politik, Behörden und Wissenschaft. Auch die zum Teil sehr unterschiedlichen Herangehensweisen, selbst innerhalb der Länder der EU, sind intransparent und schwer recherchierbar. Die Unterzeichner bitten Sie daher, im Rahmen der Gespräche mit den Gesundheits- und Ernährungsministern der EU, sowie der Europäischen Kommission, auf den Aufbau eines EU-Internet-Portals zu drängen, welches die unterschiedlichen Herangehensweisen der Mitgliedsstaaten sowie Geschichte und Rechtslage zur Jodprophylaxe in der EU transparent und wissenschaftliche Ergebnisse sowie Statistiken, u.a. zu Schilddrüsenerkrankungen, recherchierbar macht. Eine Erweiterung des EUthyroid-Projektes wäre dazu möglicherweise geeignet. Wir fordern Sie zudem auf, die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina mit einer entsprechenden Recherche und Meta-Analysen zu den Ergebnissen der Jodprophylaxe weltweit zu beauftragen und diese zu finanzieren.

Sehr geehrter Herr Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Cem Özdemir,

Die Jodprophylaxe fällt in die Zuständigkeit Ihres Ressorts und wird von den Bundesländern überwacht, wenngleich nur wenige Aktivitäten in dieser Hinsicht bekannt sind. Die Unterzeichner fordern Sie auf, gemeinsam mit den zuständigen Vertretern der Bundesländer und den Oberbehörden Ihres Hauses eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Aufarbeitung und Überwachung der Jodprophylaxe zu bilden und deren Ergebnisse öffentlich zu machen. Wir fordern Sie weiterhin auf, jodiertes Salz endlich verpflichtend der Liste der Allergene und Zusatzstoffe hinzuzufügen, welche im Gaststättengewerbe zur Verfügung gestellt werden muss.

An die Mitglieder des Arbeitskreises Jodmangel e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.,

Sie haben mittels institutioneller Macht und Ihrer Netzwerke in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie unter Einflussnahme mächtiger nationaler und internationaler Lobby-Organisationen, wie der WHO, der WIA (World Iodine Association) u.a., die Jodprophylaxe in Deutschland installiert und durchgesetzt. Die Unterzeichner fordern Sie hiermit auf, öffentlich Rechenschaft abzulegen über Ihr Wirken und das Wirken Ihrer Vorgänger in den nationalen und internationalen Institutionen. Legen Sie die Dokumente offen, mit denen Sie Einfluss auf die nationale, europäische und internationale Politik genommen haben. Z.B. interessiert es uns, warum bei der Entscheidung des Bundesrates zur Zweiten Verordnung zur Änderung der Vorschriften über jodiertes Speisesalz (Drucksache 554-93) und der entsprechenden Ausschussempfehlung (Drucksache 554-1-93) die Futtermitteljodierung keine Erwähnung fand, obwohl diese zum gegebenen Zeitpunkt weit mehr Jod beigetragen haben dürfte als der Jodsalzeinsatz selbst? Warum wurde die Futtermitteljodierung in den letzten 40 Jahren nur selten am Rande erwähnt und nicht quantifiziert? Welche wissenschaftlichen Ergebnisse und Erwägungen haben das entsprechende EFSA-Panel (der europäischen Behörde für Nahrungsmittelsicherheit) dazu bewogen, die Futtermitteljodierung von 40 mg Jod pro kg Tierfutter nach Richtlinie 70/524/EWG auf 2-3 mg zu senken (Empfehlung). Welche Jodmengen wurden durch Desinfektionsmittel und verwertete Abfälle in die Tierernährung eingetragen? Haben Sie sich mit den Stellungnahmen der Lebensmittelsicherheitsbehörden anderer Mitgliedsländer beschäftigt, u.a. der Stellungnahme der französischen AFFSA vom Jahr 2005 (Évaluation de l’impact nutritionnel de l’introduction de composés iodés dans les produits agroalimentaires)? Welche Schlussfolgerungen haben Sie gegebenenfalls aus den Hinweisen zur Gefahr einer Überjodierung und der Einschränkung des Jodsalzeinsatzes in Frankreich gezogen? Wir möchten zudem wissen, warum zum wohl größten deutschen Gesundheitsprojekt, der Jodprophylaxe, kein valides Monitoring installiert wurde? Warum gibt es z.B. keine bundesweite Statistik zu Schilddrüsenerkrankungen, aus der man Erfolg und Nebenwirkungen der Jodprophylaxe ableiten könnte? Warum fehlt es an epidemiologischen Studien und Meta-Analysen, die den Jodeinsatz und seine Auswirkungen auf europäischer Ebene vergleichen?

Hochachtungsvoll

Unterzeichner:

Dr. Timo Böhme, Neunkircher Straße 7, 67063 Ludwigshafen am Rhein, Autor des Buches „Chronik und Kritik zur Jodprophylaxe“

Deutsche Selbsthilfegruppe der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken, vertreten durch die Sprecherin Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Trier, Autorin u.a. des Buches „Jod-Krank: Der Jahrhundertirrtum“
(die SHG verfügt über mehr als 5000 Originalunterschriften gegen die Zwangsjodierung von Lebensmitteln, welche im Zeitraum der Jodprophylaxe gesammelt wurden)

Dr. Gerd Reuther, Saalfeld

Cornelia Breuer, Worms

Erika Raffelt, Bad Nauheim

Gabriele Näther, Potsdam

Horst Lorig, Trier

Klaus-Peter Bungert, Trier

Regina Brünnemann, Hürth

Sigrid Ertl, Trier

Uwe Junge, Kobern-Gondorf

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Auf dieser Seite veröffentlicht Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. grundlegendes Wissen über Jod und seine gesundheitlichen Nebenwirkungen. Mit ihren Vorträgen zu den gesundheitlichen Gefahren und juristischen Aspekten dieser medizinischen Prophylaxe, drei Interviews mit dem Berliner Schilddrüsenspe...

https://youtu.be/P7wpl33jxAc         ̈senunterfunktion  ̈senüberfunktion
08/11/2024

https://youtu.be/P7wpl33jxAc
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Der Jodwahn hat Millionen von Menschen krank gemacht. Dagmar Braunschweig-Pauli hat mit ihren Büchern und Vorträgen 30 Jahre lang zum Thema Jodtherapie (gena...

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