Freundeskreis des POLIN Museums

Freundeskreis des POLIN Museums Der Freundeskreis des POLIN Museums – Verein zur Förderung des Museums der Geschichte der polnischen Juden (JGIPL) wurde 1996 gegründet.

Ziel ist, die Förderung von Bildungsangeboten zur Geschichte und Kultur der polnischen Juden.

Ausschreibung: Freie Mitarbeit auf Honorarbasis im deutsch-polnischen Bildungsprojekt „BRIDGE“Der Lese-Zeichen e.V. such...
11/06/2026

Ausschreibung: Freie Mitarbeit auf Honorarbasis im deutsch-polnischen Bildungsprojekt „BRIDGE“

Der Lese-Zeichen e.V. sucht für das internationale Projekt „BRIDGE – Behind the Stones: Remembrance, Inclusion, Dialogue, Growth, Empowerment“ eine freie Mitarbeiter:in auf Honorarbasis zur Unterstützung des Projektteams.

Nur noch bis zum 15. Juni im Muzeum Historii Żydów Polskich POLIN: der Fries "Ghetto" von Marek Oberländer. Die monument...
09/06/2026

Nur noch bis zum 15. Juni im Muzeum Historii Żydów Polskich POLIN: der Fries "Ghetto" von Marek Oberländer. Die monumentale Komposition war über 70 Jahren nicht öffentlich ausgestellt und wird seit April 2026 für nur zwei Monate im Polin Museum in Warschau gezeigt.

Marek Oberländer wurde 1922 in einer jüdischen Familie in Szczerzec bei Lemberg geboren. Während des Zweiten Weltkriegs befand er sich in den von der Sowjetunion besetzten Gebieten. Er wurde in die Rote Armee eingezogen und kam später in Arbeitslager im Inneren der UdSSR. Er überlebte den Krieg als Einziger seiner Familie. Nach Kriegsende suchte er vergeblich nach seinen Angehörigen, die in den Ghettos und Vernichtungslagern von den Deutschen ermordet worden waren.

Nach seiner Rückkehr nach Polen studierte er Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Warschau. Was er nicht in Worte fassen konnte, hat er in einer über vier Meter hohen Komposition festgehalten. Diese zeigt in intensiven Farben nackte Gestalten, die in Gesten der Verzweiflung festgehalten sind. Die Kuratorin der Sonderausstellung „Kadr cierpienia“ (Bild des Leidens), Dr. Natalia Romik, vergleicht Oberländers Werk mit Pablo Picassos „Guernica“ – aufgrund des Ausmaßes und der Art und Weise, wie kollektive Erfahrungen dargestellt werden.

Auf dem YouTube Kanal des Polin-Museums gibt es eine Aufzeichnung der Podiumsdiskussion zwischen Dr. habil. Luiza Nader, Dr. Piotr Słodkowski sowie Dr. Agata Pietrasik über das Werk Oberländers und die Darstellungsweisen des Holocaust in der bildenden Kunst.

Link zu YouTube:

W Muzeum POLIN raz pierwszy pokazujemy pracę Marka Oberländera "Getto" (1955) – monumentalną kompozycję, która przez ponad 70 lat nie była prezentowana publi...

Die Kreisau-Initiative sucht eine*n Junior Projektmanager*in oder eine*n Projektmanager*in für das Programm Zeitgeschich...
07/06/2026

Die Kreisau-Initiative sucht eine*n Junior Projektmanager*in oder eine*n Projektmanager*in für das Programm Zeitgeschichte und Menschenrechte in Vollzeit (40h/Woche) in Berlin - mit Polnischkenntnissen.
Bewerbungsfrist ist der 19. Juni, weitere Infos hier:

Die Kreisau-Initiative sucht eine*n Junior Projektmanager*in oder eine*n Projektmanager*in für das Programm Zeitgeschichte und Menschenrechte in Vollzeit (40h/Woche) in Berlin.

Sprache kann ein Kommunikationsmittel sein, eine Spur vergangener Generationen, ein Ort der Begegnung oder vielsagende S...
05/06/2026

Sprache kann ein Kommunikationsmittel sein, eine Spur vergangener Generationen, ein Ort der Begegnung oder vielsagende Stille. Am Montag, 8.6.2026 endet im POLIN Museum die aktuelle Sonderausstellung „Die Macht der Worte. Über jüdische Sprachen“.

Die Ausstellung befasst sich mit Sprachen, die Jüdinnen und Juden auf der ganzen Welt über Jahrhunderte hinweg begleitet haben. Im Mittelpunkt steht das Hebräische – eine alte, heilige und zeitgenössische Sprache. In Polen war Jiddisch die Sprache, die vor dem Zweiten Weltkrieg auf den Straßen allgegenwärtig war, dort aber heute weitgehend ungehört ist. Für die in der Diaspora lebende Gemeinschaft waren die gemeinsamen Sprachen ein Raum der kulturellen Entwicklung – sie prägten den sakralen Bereich, die alltägliche Kommunikation sowie die religiösen, sozialen, lokale und nationale Zugehörigkeiten.

Im Rahmen der Finissage soll diese Vielschichtigkeit erlebbar werden: durch die kuratorische Erzählung von Tamara Sztymy, choreografische Aktionen im Ausstellungsraum, die Vorführung von „Der Dibbuk“ mit Live-Musik und eine Familienführung.

Weitere Infos zur Ausstellung gibt es auf der Website des POLIN Museums (auf Polnisch und Englisch): https://www.polin.pl/pl/finisaz-wystawy-moc-slow-o-jezykach-zydowskich

Foto: Fot. M. Jaźwiecki / Muzeum Historii Żydów Polskich

  vor 39 Jahren, am 4. Juni 1987, starb der 1911 in Warschau geborene jüdische Bildhauer Nathan Rapoport. Er studierte a...
04/06/2026

vor 39 Jahren, am 4. Juni 1987, starb der 1911 in Warschau geborene jüdische Bildhauer Nathan Rapoport. Er studierte an der Warschauer Akademie der Schönen Künste. Zum Beginn des Zweiten Weltkriegs floh er in die dann von der Sowjetunion besetzten polnischen Ostgebiete, 1941 weiter nach Taschkent und Nowosibirsk. 1946 kehrte er nach Polen zurück.

Gemeinsam mit dem Architekten Leon Marek Suzin entwarf er das Denkmal der Helden des Ghettos (Pomnik Bohaterów Getta), das zum 5. Jahrestag des Aufstands im Warschauer Ghetto am 19. April 1948 enthüllt wurde. 1950 ging Rappaport nach Paris, später nach Israel, 1959 siedelte er sich in New York an. Das von ihm gestaltete Denkmal steht heute unmittelbar gegenüber des Eingangs zum POLIN Museum. Bis heute finden dort jedes Jahr am 19. April Gedenkveranstaltungen statt.

Fotos: Enthüllung des vom Bildhauer Nathan Rapoport geschaffenen Denkmals, Warschau, 19. April 1948. Quelle: Nachlass Tuvia Borzykowski, Ghetto Fighters’ House; Denkmal und POLIN-Museum heute

Spannende Veranstaltung am 10. Juni im Muzeum Historii Żydów Polskich POLIN : Marek Zając stellt sein jüngst im Znak-Ver...
02/06/2026

Spannende Veranstaltung am 10. Juni im Muzeum Historii Żydów Polskich POLIN : Marek Zając stellt sein jüngst im Znak-Verlag erschienenes Buch "Nieobojętny. 100 portretów Mariana Turskiego" („Nicht gleichgültig. 100 Porträts von Marian Turski“) vor. Im Gespräch mit Joanna Turska, der Tochter von Marian Turski, sowie Jerzy Baczyński, dem Chefredakteur der Wochenzeitung „Polityka“ gehen sie dem Leben Marian Turskis nach, das fast ein Jahrhundert füllte. Das Buch ist voller Anekdoten, warmer Erinnerungen und intellektuellem Humor, aber auch eine kluge Reflexion über Verantwortung, Gemeinschaft und die Grenzen des Kompromisses.

Turski wurde als Mosze Turbowicz in Duskiniankai (heute Litauen) geboren. Er überlebte das Ghetto, das die deutschen Besatzer im Frühjahr 1940 in Łódź errichteten, sowie die Lager Auschwitz, Buchenwald und Theresienstadt. Nach dem Holocaust arbeitete er Jahrzehnte lang als Journalist und Historiker u.a. am Jüdischen Historischen Institut in Warschau. Er nahm aktiv am öffentlichen und intellektuellen Leben teil, ohne dabei weder seine Neugier auf die Welt noch seinen Sinn für Humor zu verlieren.

Am 26. Juni wäre Marian Turski 100 Jahre alt geworden. Er starb am 18. Februar 2025 in Warschau.

Weitere Infos zur Veranstaltung (auf Polnisch):
https://polin.pl/pl/wydarzenie/czytelnia-polin-marek-zajac-nieobojetny-100-portretow-mariana-turskiego

  vor 50 Jahren starb Rachel Auerbach in Tel Aviv. Geboren wurde sie am 18. Dezember 1903 in Laniwzi (damals Russisches ...
31/05/2026

vor 50 Jahren starb Rachel Auerbach in Tel Aviv. Geboren wurde sie am 18. Dezember 1903 in Laniwzi (damals Russisches Zarenreich, heute Ukraine). Sie studierte Geschichte, Philosophie und Psychologie und Lwiw und arbeitete als Journalistin und Verlegerin der Literaturzeitschrift Tsushtayer. 1933 zog sie nach Warschau.

Im Warschauer Ghetto leitete sie eine der Suppenküchen. Zudem engagierte sie sich in der Untergrundgruppe Oneg Shabbat um den Historiker Emanuel Ringelblum. Im Bewusstsein der beispiellosen Verbrechen um sie herum, sammelten deren Mitglieder vielfältige Dokumente und sicherten damit Beweise für die Nachwelt. Das Archiv, das sie 1942 und 1943 vergruben, ist eine der wichtigsten Sammlungen zu jüdischem Leben und Sterben während des Holocaust und zudem ein bedeutendes Beispiel jüdischer Selbstbehauptung. Kurz vor dem Aufstand im Warschauer Ghetto gelang Auerbach die Flucht auf die sogenannte „arische“ Seite, wo sie unter falscher Identität überlebte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie Gründungsmitglied der Jüdischen Historischen Kommission und war im September 1946 mit dabei, als aus den Ruinen des von der SS vollständig niedergebrannten Ghettos die Metallkisten des Ringelblum-Archivs geborgen werden konnten. Bereits in Polen begann Auerbach, Interviews mit Überlebenden des Holocaust aufzunehmen und zu sammeln.

1949 wanderte Auerbach nach Israel ein, wo sie ab 1954 die erste Direktorin der Oral-History-Abteilung der nationalen Gedenk- und Forschungsstätte Yad VaShem war. In dieser Funktion prägte sie maßgeblich die Entwicklung der jungen Oral-History-Forschung – nicht nur in Israel, sondern weltweit.

  vor 36 Jahren starb Józef GitlerBarski (1898 – 1990) in seiner Geburtsstadt Warschau. Er hatte Wirtschaftswissenschaft...
28/05/2026

vor 36 Jahren starb Józef GitlerBarski (1898 – 1990) in seiner Geburtsstadt Warschau. Er hatte Wirtschaftswissenschaften in München sowie später an der Freien Universität von Polen studiert. Vor dem Krieg war er Direktor von Centos, der Zentralen Gesellschaft für die Betreuung von Waisen und verlassenen Kindern, sowie Mitglied der Polnischen Kommunistischen Partei.

Nach der deutschen Besatzung Polens wurde auch er als Jude gezwungen, im Warschauer Ghetto zu leben. Dort setzte er seine Arbeit als CentosDirektor fort und organisierte Internate und Halbinternate, Küchen, Gemeinschaftszentren und Bildungseinrichtungen im Untergrund. Im Februar 1943 gelang es ihm, mit seiner Familie aus dem Ghetto zu fliehen. Bis Juli konnte er auf der sogenannten „arischen Seite“ untertauchen und beobachtete von dort die systematische Zerstörung des Ghettos während des Aufstandes. Er und seine Familie wurden denunziert und nach Bergen Belsen deportiert.

Während viele Holocaustüberlebende in den unmittelbaren Nachkriegsjahren Polen verließen, kehrte Józef Gitler-Barski mit seiner Frau Celina und der gemeinsamen Tochter Irena in sein Heimatland zurück. Als polnischer Patriot hatte er sich dem Wiederaufbau des Landes nach den Verwüstungen des Krieges verschrieben. Als Generalsekretär des American Joint Distribution Committee in Polen setzte er sich in den Nachkriegsjahren aktiv für das jüdische Leben ein. Auf dem Foto sehen wir ihn, wie er eine Delegation aus New York durch die Ruinen des Warschauer Ghettos führt, in dem er selbst gezwungen gewesen war zu leben und dessen Zerstörung er mit ansehen musste.

Nachdem dem Joint 1950 die weitere Tätigkeit in Polen untersagt worden war, stand er als Generaldirektor der Polnischen Bank vor. 1953 wurde er unter dem Vorwurf der Spionage verhaftet, kam aber bald wieder frei. Danach arbeitete er bis zu seiner Pensionierung 1967 als Direktor der Süßwarenfabrik 22. Juli (ehemals Wedel).

Foto: Józef Gitler-Barski mit Herman Gilman in den Ruinen des Warschauer Ghettos, 1946. Quelle: Privatsammlung Krzysztof Czajka-Kalinowski.

 Tadeusz-Mazowiecki-MedienpreisDie Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit schreibt den Wettbewerb um den Tadeusz-...
27/05/2026



Tadeusz-Mazowiecki-Medienpreis
Die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit schreibt den Wettbewerb um den Tadeusz-Mazowiecki-Medienpreis aus. Der Preis wird ab 2026 für journalistische Publikationen verliehen, die sich mit den deutsch-polnischen Beziehungen befassen oder diese in wesentlicher Weise berücksichtigen. Bewerbungsfrist ist der 29. Mai 2026, die Preisverleihung findet am 27. November im Muzeum Historii Żydów Polskich POLIN statt.

Weitere Infos:

Seit Januar 2016 ist das Recherchetool für deutschsprachigeLiteraturzeitschriften online. Die Periodika werden ab Jahrgang 2015 vorgestellt. 

Interaktive Karte zeigt Massengräber des HolocaustDie während des Zweiten Weltkriegs von den Deutschen betriebene nahezu...
26/05/2026

Interaktive Karte zeigt Massengräber des Holocaust

Die während des Zweiten Weltkriegs von den Deutschen betriebene nahezu vollständige Ermordung der Jüdinnen und Juden Europas wird in der Erinnerung vor allem mit Vernichtungslagern wie Auschwitz, Treblinka und Sobibor verbunden. Dabei ist das Territorium Polens übersät von vergessenen Gräbern derjenigen Jüdinnen und Juden, die nicht in ein solches Lager deportiert wurden. Die Deutschen ermordete sie in der Nähe ihres Zuhauses, auf jüdischen Friedhöfen, in Wäldern oder auf Lichtungen. Bis heute liegen ihre sterblichen Überreste in Wäldern, Straßengräben, auf Feldern und an ähnlichen Orten in nicht gekennzeichneten Gräbern, deren Anzahl und genaue Lage weder der Forschung noch den Nachkommen der Opfer bekannt sind.

Umso wichtiger ist die hat eine interaktive Karte des DHI Warschau - NIH Warszawa, die Massengräber des Holocaust auf dem Gebiet des ehemaligen Generalgouvernements lokalisiert. Die Webseite beruht auf drei Jahren interdisziplinärer Forschung und bietet auf Deutsch, Englisch und Polnisch eine Zusammenstellung von historischen Informationen, Luftbildern und Kartenmaterial.

Zur Website:
https://holocaustmassgraves.com/de/

Adresse

Leipzig

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