02/06/2024
Was für eine großartige Woche! Wenn es ein Wort wie „Wissensgenuss“ geben würde, dann wäre dies eine passende Zuschreibung für diese Sommerschule die heute zu Ende gegangen ist. Im Sinne der „Visual History“ haben die Teilnehmer den Schritt von der oberflächlichen zu einer tiefergehenden Betrachtung, die die Darstellungsagbsichten und Wirkung in den Blick genommen. Dies ist umso wichtiger, als Fotografien mehr als andere Bildquellen Eindeutigkeit suggerieren und für ein wirkliches Verständnis erst analysiert, kontextualisiert und interpretiert werden müssen. Mit der Sensibilisierung für die visuelle Kompetenz zielte das Programm auch auf die Überwindung der nicht nur im post-sowjetischen Raum stark ausgeprägten Fokussierung auf die textbasierte Forschung in der Geschichtsforschung; Aber auch den etablierten Begriff des „ Lesens“ um „Bilder-Lesen“ zu erweitern, d.h. das Lesen von Bildern als gleichwertige Kulturtechnik neben dem Lesen von sprachlichen Texten in den Schulen zu positionieren und damit in den schulischen Bildungsauftrag einzubeziehen, war ebenso hier das Ziel. Bevor das dringende Umdenken in den o.g. Ländern auch die Schulbuchautoren und Bildungsministerien erreicht, können wir jetzt schon mit unser Programm für Nachhaltigkeit sorgen und viele Lehrkräfte und Dozenten mit dem Projekt durch die Multiplikatorinnen erreichen. Herzlichen Dank alle TeilnehmerInnen aus Moldova, Georgien, Ukraine für ihren ganz tollen Einsatz und die Präsentationen für Euere Engagement, Offenheit in einem relativ neuen Bereich sich schnell einzuarbeiten. Mit besonderer Bewunderung für die mutigen, starken Teilnehmerinnen aus der Ukraine Olga Dudar, Olga Dzykovich, Iryna Mazyschyna, Svitlana Savchenko, Olena Sinjavska, Julia Vizitiv.