UnSichtbarkeiten in der Migrationsgesellschaft

UnSichtbarkeiten in der Migrationsgesellschaft Ein Schwerpunkt unserer Arbeit besteht in praxisorientierten Weiterbildungen für Medienschaffende im Themenfeld antimuslimischer Rassismus.

Das Modellprojekt "(Un)Sichtbarkeiten in der Migrationsgesellschaft" hat zum Ziel, fehlende Narrationen der postmigrantischen Gesellschaft zu erzählen, Wissen über Rassismen zu teilen und für ein rassismuskritisches Sprechen zu sensibilisieren. Ziel des Projekts ist es, den durch einseitige mediale Bilder geprägten Meinungsbildungsprozess junger Erwachsener zu „Muslim*innen“ und zu antimuslimische

m Rassismus zu erweitern. Falls Sie sich in Ihren Tätigkeiten ebenfalls um diverse Bilder, vielfältige Geschichten und rassismuskritische Sprache bemühen, oder aber auch eine Schulung dahingehend wünschen, können Sie sich jederzeit gerne mit uns in Kontakt setzen. Unsere Angebote sind kostenfrei.

11/10/2023
Dieser freie Platz bietet: einen attraktiven, sinnstiftenden Job im Bereich rassismuskritische Bildungsarbeit im Herzen ...
13/07/2023

Dieser freie Platz bietet: einen attraktiven, sinnstiftenden Job im Bereich rassismuskritische Bildungsarbeit im Herzen Leipzigs.

Du bist inhaltlich fit, engagiert und erfahren? Du hast eine wertschätzende Grundhaltung und bist offen für ein diverses Team mit all seinen Herausforderungen und Entwicklungsanreizen?

Dann bewirb dich bei uns!

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„Viele Kämpfe. Eine Gerechtigkeit”- unter diesem Slogan kollaborieren .drom, , , .v und die Liga Selbstvertretung für ei...
01/07/2023

„Viele Kämpfe. Eine Gerechtigkeit”

- unter diesem Slogan kollaborieren .drom, , , .v und die Liga Selbstvertretung für eine Kampagne zum 1. Juli, dem Tag gegen antimuslimischen Rassismus.

Die Kampagne möchte dazu inspirieren, Ungerechtigkeiten gemeinsam und solidarisch zu adressieren. Denn: Die Logiken und Praktiken von Macht sind keinesfalls dem antimuslimischen Rassismus vorbehalten. Die Auseinandersetzung mit anderen Strukturen der Unterdrückung kann uns lehren, stärken und empathisch machen. Ein solidarisches Miteinander: Das ist unser Wunsch - am 1. Juli und jedem anderen Tag im Jahr!

Abendländische Untätigkeit und jüdischer WiderstandWir haben in Deutschland ein deutsches Problem: das eigene Selbstbild...
30/06/2023

Abendländische Untätigkeit und jüdischer Widerstand

Wir haben in Deutschland ein deutsches Problem: das eigene Selbstbild.

Als postnationalsozialsistische Gesellschaft hat die Mehrheitsbevölkerung der Inszenierung einer „weißen Weste” schon früh beiwohnen dürfen. Wir erinnern uns an die Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker am 8. Mai 1985 vor dem Deutschen Bundestag, der den 8. Mai als Tag der „Befreiung“ herausstellte. Zurecht wird aus kritischer, jüdischer Perspektive die Frage gestellt, wer hierzulande wen von was „befreit”.

Die deutsche Erinnerungskultur, die auch mit Verweis auf Weizäckers Rede von vielen als beispielhaft gefeiert wird, hat, wie Max Czollek in seinem Buch „Desintegriert Euch!” beschreibt, dienliche Rollen im nationalen „Gedächtnistheater” erschaffen. Auf der einen Seite eine deutsche Gesellschaft, die sich stark von der eigenen Vergangenheit selbstbeweihräuchernd abgrenzt, und auf der anderen Seite die Jüdinnen und Juden, die in der Rolle der „Versöhnten” das geläuterte Selbstbild der Nazi-Nachfahren bestätigen dürfen.

Durchkreuzen wir also das Erinnern:

Gegen die Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung(en) von Jüdinnen und Juden, gegen die scheinheilige Erinnerungskultur und gegen die hegemoniale Beschwörung des „christlich-jüdischen Abendlandes“ regt und regte sich zu jeder Zeit Widerstand.

Mit Blick auf heute entwickeln Organisationen, Initiativen und Aktivist*innen beispielsweise „jüdisch-muslimische“ Gegenerzählungen, mit denen sie sich solidarisch den dominanzgesellschaftlichen Ungleichheitsverhältnissen entgegenstellen.

Kriminalisierung im antischwarzen und antimuslimischen RassismusIm Mai 2020 starb George Floyd durch einen rassistischen...
30/06/2023

Kriminalisierung im antischwarzen und antimuslimischen Rassismus

Im Mai 2020 starb George Floyd durch einen rassistischen Polizeieinsatz. Sein Tod stieß eine globale und vielleicht in ihrer Form einzigartige Welle an Debatten über institutionelle Gewalt an Schwarzen Menschen an.

Dabei entlarvten schon lange vor Floyds Tod Schwarze Denker*innen und Widerständige westliche Praktiken der Dämonisierung von und die Gewalt an Schwarzen Menschen.
Rassismuskritische Forscher*innen verstehen beispielsweise Nachrichtensendung in den USA der Siebziger Jahre als eine treibende Kraft in der öffentlichen Erzählung von Afroamerikaner*innen als Suchtkranke, Kriminelle und Bedrohung.

Empirische Belege einer „afroamerikanischen Drogenkrise“ gab es allerdings nicht.

Trotzdem legitimierten diese Bilder und Erzählungen exzessive Sicherheitspolitiken, die bis zu diesem Tag ein höchst rassistisches und destruktives Strafrechtssystem aufrechterhalten.
Natürlich lässt sich die Gefahr von kriminalisierenden Feindbildern auch außerhalb des US-amerikanischen Kontext beobachten. Das beschriebene Beispiel hat jedoch interessante Parallelen mit Feindbildern im antimuslimischen Rassismus. Deutlich wird, dass Schwarze und muslimische Körper über bestimmte Erzählungen als Bedrohung konstruiert werden.

Ganz deutlich ermahnt der antischwarze Widerstand gegen Fremdzuschreibungen also, wie wichtig eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Deutungsangeboten, wie etwa Medien, ist. Denn erst neulich zu Silvester kamen deutsche Diskurse über migrantisierte Jugendgewalt dem amerikanischen Beispiel viel zu nah – und auch ließen sich mehr Pauschalisierungen als eine kritisch-empirische Auseinandersetzung beobachten.

Opre Rom*nja! Erinnern und KämpfenUnter den neun Opfern des Anschlages in Hanau waren auch Rom*nja. Seitdem gab es zahlr...
30/06/2023

Opre Rom*nja!
Erinnern und Kämpfen

Unter den neun Opfern des Anschlages in Hanau waren auch Rom*nja. Seitdem gab es zahlreiche weitere Angriffe auf Mitglieder der Minderheit überall auf der Welt – viele davon tödlich. Das Interesse daran ist erschreckend gering!

Ableistische Blickgewohnheiten und MachtverhältnisseDer Kampf von Menschen, die verandert werden, beginnt häufig mit der...
29/06/2023

Ableistische Blickgewohnheiten und Machtverhältnisse

Der Kampf von Menschen, die verandert werden, beginnt häufig mit der Forderung, gesehen zu werden. Menschen, die sich als behindert identifizieren, mussten und müssen zunächst fordern, überhaupt als (selbstbestimmte) Akteur*innen in einer Gesellschaft gesehen zu werden - auch in Räumen, die versuchen, sensibel für Diskriminierungen zu sein.
Dann gilt es nicht nur als Teil der Gesellschaft gesehen zu werden, sondern auch den herrschenden Blick auf die Behinderung zu brechen. Die westliche Medizin (re)produziert(e) ein hartnäckiges Denkmodell, welches behinderte Körper als gesellschaftlich ‘defekt’ stigmatisiert(e).
Die Widerständigkeit von Behindertenbewegungen und Kämpfenden ermahnt uns stets, den dominanzgesellschaftlichen Blick weg von behinderten Körpern und auf das wirkliche Problem zu richten:

Eine gesellschaftliche, materielle und politische Umwelt, deren Zugänge für Menschen mit physischen, psychischen und/oder kognitiven Einschränkungen unzugänglich sind.

Strukturen, die be-hindern.
Umstände, nicht Zustände als Defekt.
Schrifsteller*in Eli Clare trifft die Wichtigkeit dieser Erkenntnis auch für andere Ungleichheitsverhältnisse, als er schrieb:

Our wheelchairs get stuck. We speak the wrong languages with the wrong accents, wear the wrong clothes, carry our bodies the wrong ways, ask the wrong questions, love the wrong people (Clare, 2009: 1).

Anpassung in heteronormativen und rassistischen StrukturenFrankfurt, 1979Die Nationale Arbeitsgruppe gegen Repression ge...
28/06/2023

Anpassung in heteronormativen und rassistischen Strukturen
Frankfurt, 1979
Die Nationale Arbeitsgruppe gegen Repression gegen Schwule organisierte die erste internationale Zusammenkunft für queere Menschen in Deutschland.

Ganz bewusst wurde beim „Homolulu“ auf ein ernsteres politisches Programm verzichtet, sollte die Aktionswoche doch eine „radikale schwule Begegnung gegen diesen zwanghaft heterosexuellen kapitalistischen Atomstaat“* sein.
Homosexualität wurde zu diesem Zeitpunkt nicht mehr strafrechtlich verfolgt, Praktiken der kulturellen sowie institutionellen Unterdrückung allerdings weiter fortgeführt.
So verkündete 1991 der damalige Bayerischer Staatsminister des Innern Edmund Stoiber:

„Wenn ich über steuer- und erbrechtliche Anerkennung von homosexuellen Paaren diskutiere, dann kann ich gleich über Teufelsanbetung diskutieren“*
Aktionen wie das Homolulu, also das bewusste Herausfordern von Anpassungs- und Normalitätsvorstellungen erweisen sich also als mächtige Strategie queer(feministischen) Widerstands.

Diese Art von Widerständigkeit ist allerdings nicht allen queeren Menschen zugänglich.
Selten ist die offene Expression von Queerness ungefährlich und allermindestens nicht unangenehm in einer Gesellschaft, die Heterosexualität als Norm erzwingt.
Wie sich in diesem Anpassungsdruck Strukturen der Unterdrückung manifestieren, lässt sich ebenso gut anhand von antimuslimischem Rassismus verdeutlichen. Muslimische Menschen und als solche Markierte werden in der ewigen Integrationsfrage zu einer Entscheidung aufgerufen:

Entweder sie passen sich rassistischen Ideen über die „integrierten, aufgeklärten und somit deutschen ergo guten Muslim*innen“ an oder sie lehnen paternalistische Anpassungsforderungen ab und „bestätigen“ (nach einer rassistischen Vorstellung) somit antimuslimische Feindbilder und Stereotype (z.B. „Nicht-Integrierbarkeit“).



*Quellen:
https://www.spiegel.de/politik/heisse-lava-a-b81ebd05-0002-0001-0000-000040349752
https://www.sueddeutsche.de/politik/ehe-fuer-alle-das-soll-man-aendern-nur-weil-es-ein-paar-leuten-einfaellt-1.3567908

"Viele Kämpfe. Eine Gerechtigkeit"Unter diesem Slogan möchten wir gemeinsam mit Amaro Drom (.drom) der Bildungsstätte An...
27/06/2023

"Viele Kämpfe. Eine Gerechtigkeit"
Unter diesem Slogan möchten wir gemeinsam mit Amaro Drom (.drom) der Bildungsstätte Anne Frank (), Each One Teach (), GLADT (.v) und die Liga Selbstvertretung an widerständige Kämpfe gegen verschiedene Ungleichheitsverhältnisse erinnern, aus ihnen lernen und uns in einer Sprache der Solidarität üben. Solidarisch für gerechtere Verhältnisse, in der Woche gegen antimuslimischen Rassismus und an jedem Tag im Jahr.

Was weiß ich woher?Auf welches Wissen greife ich zurück, wenn ich einordne, wenn ich assoziiere, wenn ich spreche?Wie we...
16/05/2023

Was weiß ich woher?
Auf welches Wissen greife ich zurück, wenn ich einordne, wenn ich assoziiere, wenn ich spreche?
Wie werden Themen gesellschaftlich behandelt, welche Geschichten erzählt und wie interpretiert?

Zu einer kritischen Auseinandersetzung, bei der diese und andere Fragen eine Rolle spielen dürfen, möchten unsere neu entwickelten Übungen einladen.

Es geht um die eigenen und gesellschaftlichen Wissensbestände und darum, was Rassismus damit zu tun hat.


***NEU! Workshopmaterialien zu (antimuslimischem) Rassismus***

Unsere neuen Bildungs- und Workshop-Materialien sind gedruckt und ready to use!

Bildergalerie
35 liebevoll ausgewählte und gestaltete Impulskarten als idealer Einstieg für die Workshop-Arbeit.

Deutungsgef(l)echte: Rassistische Vergeschlechtlichungen, vergeschlechtlichte Rassismen.

Eine Übung in zwei Varianten, die zu einer historischen Spurensuche zu den Verschränkungen von Rassismus und Geschlecht einlädt.

Hintergrundrauschen: Rassistische Wissensbestände und Diskriminierung.
Eine Übung, die mithilfe von konkreten Fallbeispielen rassistischer Diskriminierung deren Verflechtungen in gesellschaftliche Diskurse und Praktiken beleuchten will.


Unsere Workshop- und Bildungsmaterialien sind kostenlos erhältlich. Bei Übernahme der Porto-Gebühren schicken wir Ihnen und euch gern die für SIe und euch interessante(n) Übung(en) postalisch zu.
Dazu bedarf es lediglich einer Anfrage per E-Mail an Anna Sabel: [email protected]

Mehr Infos: Link in bio 📌

Wir freuen uns auf Ihr und euer Interesse und über eine Weiterleitung des Angebots innerhalb interessierter Netzwerke!


Adresse

Verband Binationaler Familien Und Partnerschaften In Leipzig
Leipzig
04275LEIPZIG

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