16/06/2026
Offensichtlich hatte ein Teil der Leserschaft Verständnisprobleme bei einem unserer letzten Beiträge..
Daher hier nochmal etwas einfacher formuliert:
Viele AfD-Wähler glauben offenbar, die AfD handele im Interesse Deutschlands, wenn sie fordert, die Ukraine nicht mehr zu unterstützen, Sanktionen gegen Russland abzubauen, wieder auf „Freundschaft“ mit Moskau zu setzen und erneut billige Energie aus Russland zu kaufen.
Das klingt erstmal bequem.
Aber es ist gefährlich.
Denn es bedeutet: Deutschland würde ausgerechnet dem Staat wieder vertrauen, der gerade einen offenen Angriffskrieg gegen ein europäisches Nachbarland führt.
Russland hat gezeigt, dass es Energie nicht nur verkauft, sondern als Druckmittel benutzt. Wer sich wieder abhängig macht, macht sich wieder erpressbar. Billiges Gas ist nicht billig, wenn der politische Preis Abhängigkeit, Erpressung und außenpolitische Schwäche ist.
Und wer die Ukraine fallen lässt, sendet an Putin ein klares Signal: Gewalt lohnt sich. Wer lange genug bombardiert, droht, lügt und destabilisiert, bekommt am Ende, was er will.
Das wäre kein Frieden.
Das wäre eine Belohnung für Aggression.
Für Deutschland und Europa wäre das brandgefährlich, weil dann nicht mehr die Regel gilt: Grenzen dürfen nicht mit Gewalt verschoben werden. Sondern: Wer stark genug ist, darf sich nehmen, was er will.
Heute ist es die Ukraine.
Morgen könnten es Moldau, Georgien, das Baltikum oder andere Staaten sein.
Und spätestens dann betrifft es nicht mehr „nur“ ein Land weit weg. Dann betrifft es die Sicherheit Europas. Unsere Sicherheit.
Die AfD verkauft Nachgiebigkeit als Friedenspolitik. In Wahrheit würde sie Deutschland schwächen, Europa spalten und Putin zeigen, dass seine Strategie funktioniert.
Frieden entsteht aber nicht dadurch, dass man einem Aggressor immer neue Zugeständnisse macht.
Frieden entsteht, wenn der Aggressor versteht: Bis hierhin. Und nicht weiter.