EX-IN Deutschland e.V.

EX-IN Deutschland e.V. Für die Anerkennung und Qualifikation von Genesungsbegleitung

„Fühlt ihr euch im Team wie das fünfte Rad am Wagen? Oder wie das entscheidende Zahnrad, das die Maschine zum Laufen bri...
08/06/2026

„Fühlt ihr euch im Team wie das fünfte Rad am Wagen? Oder wie das entscheidende Zahnrad, das die Maschine zum Laufen bringt?“
Das ist eine der größten Sorgen für neue Genesungsbegleiter: die Integration in bestehende Teams. Werden wir nur als „Maskottchen“ oder „Ergänzungskräfte“ gesehen, oder sind wir echte Partner auf Augenhöhe?
Wir glauben fest an das Zahnrad. Ein funktionierendes Team in der psychiatrischen Versorgung braucht verschiedene Perspektiven. Unsere ist die des Erlebens, der Betroffenen-Perspektive.
Wir sind nicht nur da, um ein Lächeln zu schenken. Wir bringen neue Impulse, fordern alte Routinen heraus und helfen, Klienten besser zu verstehen.
Wir sind dankbar für jeden Moment, in dem wir spüren: Ohne uns wäre das Bild unvollständig.
👇 Erzählt uns von einem Moment, in dem ihr gemerkt habt: Ich bin ein unverzichtbares Teammitglied! 👇

„Unsere Krisen haben uns nicht gebrochen, sie haben uns geformt. Aber heißt das auch, dass wir unendlich belastbar sind?...
01/06/2026

„Unsere Krisen haben uns nicht gebrochen, sie haben uns geformt. Aber heißt das auch, dass wir unendlich belastbar sind?“

Ein Vorurteil, dem wir immer wieder begegnen: „Betroffene sind doch gar nicht stabil genug für diesen Job, die brechen unter der Last der anderen selbst zusammen.“

Stimmt das?

Ja, wir haben eine Geschichte. Aber wir haben sie nicht nur durchlitten, wir haben aus ihr gelernt. Die Ausbildung zum Genesungsbegleiter bei der EX-IN Akademie lehrt uns genau das: Unsere eigene Erfahrung reflektiert als Werkzeug zu nutzen.

Wir wissen, wie Resilienz aussieht – weil wir sie selbst aufgebaut haben. Aber wir wissen auch, wie wichtig Selbstfürsorge ist, weil wir um unsere Grenzen wissen.

Und dafür sind wir dankbar: Dass unsere Verwundbarkeit unsere Stärke sein kann.

👇 Was ist euer wichtigstes Resilienz-Tool? Wie schützt ihr euch selbst bei der Arbeit? 👇

„Mut brüllt nicht immer. Manchmal ist es die leise Stimme am Ende des Tages, die flüstert: Ich versuche es morgen noch e...
25/05/2026

„Mut brüllt nicht immer. Manchmal ist es die leise Stimme am Ende des Tages, die flüstert: Ich versuche es morgen noch einmal." – Mary Anne Radmacher

Dieses Flüstern. Kennst du es? Wenn der Tag vorbei ist, nichts geklappt hat wie geplant, die Energie weg ist – und dann meldet sich diese kleine Stimme. Nicht laut, nicht fordernd. Einfach nur: Morgen noch mal. Und irgendwie stehe ich dann am nächsten Morgen doch wieder auf.

Wir reden so oft über Stärke. Über Durchhalten, Kämpfen, Weitermachen. Aber niemand redet über die Sanftmut, die es braucht, um sich am Ende eines schweren Tages nicht fertigzumachen. Um sich selbst zuzuflüstern: Es ist okay. Du hast genug getan. Das ist kein Aufgeben – das ist vielleicht die mutigste Form von Selbstliebe, die es gibt.

Vielleicht brauche ich heute keinen großen Plan. Keine Lösung für alles. Vielleicht reicht es, heute Abend sanft mit mir zu sein. Die Hand auf den eigenen Brustkorb zu legen und zu sagen: Gut gemacht. Und dafür bin ich dankbar: Dass die leiseste Stimme manchmal die stärkste ist.

👉 Was flüstert dir deine leise Stimme? Wir hören zu.

„Verbringe jeden Tag einige Zeit mit dir selbst." – Dalai LamaKlingt so einfach, oder? Zeit mit mir selbst. Aber mal ehr...
18/05/2026

„Verbringe jeden Tag einige Zeit mit dir selbst." – Dalai Lama

Klingt so einfach, oder? Zeit mit mir selbst. Aber mal ehrlich – wann war das zuletzt? Nicht die Zeit auf der Couch mit dem Handy, nicht die fünf Minuten zwischen zwei Terminen. Ich meine echte Zeit. Nur ich. Ohne Ablenkung, ohne Erwartung, ohne das Gefühl, eigentlich etwas anderes tun zu müssen.

Im Alltag bin ich für so viele da – für Kolleginnen, für Klientinnen, für Menschen, die mich brauchen. Und irgendwo zwischen all dem Geben rutscht eine Person immer weiter nach hinten auf der Liste: ich selbst. Dabei weiß ich eigentlich, dass ich nur geben kann, wenn da noch etwas da ist.

Vielleicht sind es heute nur zehn Minuten. Ein Kaffee am Fenster, ohne irgendwohin zu müssen. Ein Spaziergang ohne Ziel. Ein Moment, in dem die Stille kein Feind ist, sondern ein Geschenk. Und dafür bin ich dankbar: Heute nehme ich mir Zeit – für den wichtigsten Menschen in meinem Leben.

👉 Wie sieht deine Eigenzeit aus? Teile deinen Moment mit uns!

„Wer immer nur funktioniert, entzieht sich dem Abenteuer des Lebens." – Armin Mueller-StahlFunktionieren. Ich kann das g...
11/05/2026

„Wer immer nur funktioniert, entzieht sich dem Abenteuer des Lebens." – Armin Mueller-Stahl

Funktionieren. Ich kann das gut. Aufstehen, Kaffee, los. Termine abarbeiten, Lächeln auflegen, abends auf die Couch fallen. Haken dran. Wieder ein Tag geschafft. Aber gelebt? Wenn ich ehrlich bin, fühlt sich das manchmal an wie ein Autopilot, den ich irgendwann eingeschaltet und nie wieder abgestellt habe.

Das Schwierige ist: Funktionieren wird belohnt. Niemand fragt, ob ich dabei lebendig bin. Ob ich heute etwas gespürt habe, das echt war. Ein Windhauch im Gesicht, ein Lied, bei dem ich kurz stehen bleibe, ein Moment, in dem ich merke: Da bin ich ja noch – unter all den Aufgaben und Rollen.

Vielleicht reicht heute ein einziger Augenblick, in dem ich den Autopiloten ausschalte. Kurz innehalten. Spüren, wie sich dieser Montag anfühlt – nicht wie er funktioniert. Und dafür bin ich dankbar: Heute habe ich nicht nur funktioniert. Heute habe ich gelebt.

👉 Wann hast du dich zuletzt richtig lebendig gefühlt? Erzähl uns davon!

06/05/2026

„Die Situation ist einfach dramatisch für die jungen Kolleg:innen, die ihr Studium angefangen haben in dem guten Glauben, dass sie anschließend Fachpsychotherapeut:innen werden können“, sagt Andrea Benecke, Präsidentin der BPtK.

Eine von diesen jungen Menschen ist Monique: Sie hat im September 2025 ihren Master in Psychotherapie abgeschlossen. Doch statt Zukunftsplänen bleibt vorerst nur das Warten: Sie findet keine Stelle für die Weiterbildung, die sie braucht, um kassenärztlich zu arbeiten.

Das Problem geht zurück auf eine vermeintliche Lösung. Wer früher Psychotherapeut:in werden wollte, musste die Ausbildung nach dem Psychologiestudium selbst finanzieren. Nicht selten bedeutete das: sich um Förderung bemühen, Schulden machen, mehrere Jahre unter prekären Bedingungen arbeiten. Denn die Kosten lagen schnell bei mehreren Zehntausend Euro.

Eine 2019 im Bundestag verabschiedete Reform der Ausbildung für Psychotherapeut:innen sollte diesen Missstand beseitigen. Das neue Modell orientiert sich an der Facharztausbildung. Monique gehört zum ersten Jahrgang, der dieses System durchlaufen hat: Auf den Master in Psychotherapie und Approbationsprüfung folgt die eigentliche berufliche Qualifizierung durch eine fünfjährige Weiterbildung, mindestens zwei davon in einer Ambulanz. Während dieser Weiterbildung sind angehende Psychotherapeut:innen angestellt und verdienen sogar ein Gehalt.

Doch an die Stelle des alten Problems ist mit der Reform ein neues getreten. Denn laut BPtK existieren bundesweit zwar 1600 genehmigte Weiterbildungsstellen. Tatsächlich besetzt seien davon jedoch nur 100 bis 300 – weil unklar ist, wie diese finanziert werden sollen.

Wie es Monique geht und was sie bereits alles versucht hat, lest ihr über den Link (SZ Plus).

https://www.sz.de/li.3474328?utm_content=psychotherapie_li.3474328&utm_medium=organic_content&utm_source=facebook&utm_campaign=op_social

*STUFEN SIND EINE FEHLKONSTRUKTION DER GEMEINSCHAFT*Gestern war „Tag der Inklusion“. In den Beiträgen las ich Sätze wie:...
06/05/2026

*STUFEN SIND EINE FEHLKONSTRUKTION DER GEMEINSCHAFT*

Gestern war „Tag der Inklusion“. In den Beiträgen las ich Sätze wie: „Inklusion ist ein Menschenrecht“ oder „Auch Menschen mit Behinderung wollen mal mit der Bahn fahren“.
Ich will nicht „auch“ mit der Bahn fahren. Ich will SELBSTVERSTÄNDLICH fahren.

Ich will keine Großzügigkeit. Ich will Normalität. Alles andere verharmlost das Problem. Wer so schreibt, tut so, als wäre Inklusion ein Wunschkonzert oder ein Akt der Güte, wenn man uns endlich mal „dabei sein lässt“.

Wir müssen aufhören, über Rampen zu diskutieren. Wir müssen uns fragen, warum wir überhaupt noch Stufen bauen.

Inklusion bedeutet nicht, dass Einzelne sich an ein starres System anpassen. Es bedeutet, dass sich das System an die Vielfalt der Menschen anpasst:
• In der Schule geht es nicht um „Dabeisein dürfen“, sondern um ein Design, in dem jeder lernen kann.
• Am Arbeitsplatz geht es nicht um „Unterbringen“, sondern um Bedingungen, die niemanden krank machen.

Ich will nicht mehr hören, dass Inklusion zu teuer oder zu kompliziert sei. Das stimmt nicht. Was teuer ist, sind die Folgen von Ausgrenzung: Gebrochene Existenzen, verlorene Talente und eine Gesellschaft, die sich selbst die Luft abwürgt.

Inklusion ist kein Akt der Barmherzigkeit. Sie ist ein Akt der Klugheit und der kollektiven Selbstfürsorge.

Denn eine Welt ohne Barrieren ist keine Welt, in der du mir etwas abgeben musst. Es ist eine Welt, in der wir alle endlich aufatmen können, weil das System nicht mehr passend macht, sondern uns alle endlich passen lässt.

Inklusion fängt da an, wo wir aufhören, Stufen zu bauen und anfangen, das Leben endlich für ALLE zu konstruieren.

06/05/2026
„Sei du selbst, denn alle anderen gibt es schon." – Oscar Wilde🦁Gut gebrüllt, Oscar, aber wer bin ich eigentlich hinter ...
04/05/2026

„Sei du selbst, denn alle anderen gibt es schon." – Oscar Wilde
🦁
Gut gebrüllt, Oscar, aber wer bin ich eigentlich hinter der Maske? Im Alltag schleichen sich so viele davon ein – ein Lächeln hier, ein Nicken dort, ein „Mir geht's gut", das nicht ganz stimmt. Und die Person im Spiegel? Zuckt mit den Schultern. Sie ist die neutralste von allen.

Zwischen Terminen, Konzepten und dem Versuch, alles richtig zu machen, geht das eigene Ich manchmal unter. Es gibt so viele Worte für das, was wir tun sollen – und so wenige Momente, in denen wir einfach sein dürfen. Mit allen Zweifeln, im eigenen Tempo.

Vielleicht beginnt Echtheit heute mit einer einzigen Frage: Habe ich mir zwischen Lachen und Weinen, zwischen Verpflichtung und Funktionieren erlaubt, kurz zu (er)scheinen? Nur ein Moment. Nur ich.

Und dafür bin ich dankbar: Heute durfte ich sein.

Wo warst du zuletzt ganz du selbst? Hier ist der Ort zum Teilen.

Geht es dir auch so? Mein Kopf rattert. Was steht an? Was muss ich erledigen? Was hab ich vergessen? Immer mitten drin i...
27/04/2026

Geht es dir auch so? Mein Kopf rattert. Was steht an? Was muss ich erledigen? Was hab ich vergessen? Immer mitten drin in den To-Do-Listen. Aber heute drücke ich auf Pause. Nur kurz.

Ich spüre die Wärme der Tasse in meinen Händen. Ich höre die Vögel draußen, die sich nicht um meinen Terminkalender scheren. Ich atme ein. Ich atme aus. Und merke: Dieser Moment reicht. Genau so, wie er ist. Keine To-do-Liste, kein Funktionieren-Müssen – nur ich und dieser Augenblick. Und plötzlich ist da dieses leise Gefühl: Dankbarkeit. Dafür, dass ich wieder spüren kann.

Was nimmst du heute bewusst wahr? Teile deinen Moment mit uns!


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