12/05/2026
„Selbstfürsorge“ klingt oft wie ein Luxus.
In sozialen Berufen ist sie aber Verantwortung.
Am Wochenende durfte ich an einem Seminar zum Thema Persönlichkeitsanteile & Achtsamkeit teilnehmen – gemeinsam mit einer Gruppe beeindruckender Frauen und begleitet von einer tollen Psychotherapeutin.
Es ging darum, sich selbst besser zu verstehen: die eigenen inneren Anteile, Muster, Grenzen und Bedürfnisse bewusster wahrzunehmen.
Und genau das ist auch für meine Arbeit bei NichtAllein unglaublich wertvoll.
Unsere Vormund:innen begleiten unbegleitete minderjährige Geflüchtete oft über lange Zeit durch herausfordernde Lebenssituationen, nach Belastungen und Traumata. Dabei entstehen Nähe, Verantwortung, manchmal Ohnmachtsgefühle – und nicht selten die Schwierigkeit, gut für sich selbst zu sorgen oder sich gesund abzugrenzen.
Um andere unterstützen zu können, müssen wir auch uns selbst wahrnehmen können.
Achtsamkeit bedeutet nicht, immer ruhig oder perfekt zu sein.
Sondern ehrlich hinzuschauen:
Was brauche ich gerade?
Wo sind meine Grenzen?
Welcher Anteil in mir reagiert eigentlich gerade?
Denn wer Menschen begleitet, die viel tragen, Verantwortung übernehmen und oft emotional gefordert sind, braucht nicht nur Fachwissen, sondern auch Selbstwahrnehmung, Reflexion und gesunde Grenzen.
Ich nehme aus diesem Wochenende viele wertvolle Impulse mit – persönlich und beruflich. 🙏