16/10/2026
Brustkrebs ist keine reine Frauenerkrankung. Auch Männer können daran erkranken. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts erhalten in Deutschland jedes Jahr etwa 770 Männer die Diagnose Brustkrebs. Im Durchschnitt sind sie bei der Diagnose 71 Jahre alt, Frauen dagegen 65 Jahre.
Die Risikofaktoren sind bei Männern ähnlich wie bei Frauen. Dazu gehören vor allem ein höheres Lebensalter, Übergewicht, Bewegungsmangel und Alkoholkonsum. Auch hormonelle Veränderungen können eine Rolle spielen. So kann beispielsweise starkes Übergewicht zu einem erhöhten Östrogenspiegel führen und damit das Brustkrebsrisiko beeinflussen.
Weil viele Männer nicht damit rechnen, an Brustkrebs zu erkranken, werden erste Warnzeichen häufig übersehen oder falsch eingeschätzt. Dadurch wird die Erkrankung bei Männern oft erst spät erkannt.
Dabei sind die Symptome denen bei Frauen sehr ähnlich. Ein tastbarer Knoten in der Brust, rund um die Brustwarze oder in der Achselhöhle kann ein Warnzeichen sein. Auch Veränderungen der Haut, ungewöhnliche Rötungen, Einziehungen oder Vorwölbungen der Brust sollten ärztlich abgeklärt werden. Das gilt ebenso, wenn sich eine Brustwarze nach innen zieht oder Flüssigkeit aus ihr austritt. Auch ein unerklärlicher Gewichtsverlust kann ein Hinweis auf eine Erkrankung sein.
Wichtig ist: Wer solche Veränderungen bemerkt, sollte nicht zögern, zum Arzt zu gehen. Nicht hinter jedem Symptom steckt Krebs. Dennoch ist es wichtig, die Ursache frühzeitig abklären zu lassen.
Die Diagnose erfolgt bei Männern ähnlich wie bei Frauen. Dabei kommen vor allem Ultraschall und Mammographie zum Einsatz. Bestätigt sich der Verdacht auf Brustkrebs, richtet sich die Behandlung nach der Art und dem Stadium der Erkrankung. Sie unterscheidet sich grundsätzlich nur wenig von der Therapie bei Frauen und sollte möglichst in einem zertifizierten Brustzentrum erfolgen.