24/04/2024
AWWK-Kurs Nr. 1136: Landschaft als kultureller Gegenstand. Aussicht, Idylle, Materialität
+++ TERMIN VERLEGT! +++
wöchentlich ab Montag, 29.04.2024, 17.30 – 19.00 Uhr
Geb. 50.19, 1. OG, SR 2
Adenauerring 12, InformatiKOM (IKA1), 76131 Karlsruhe
Was und wo ist Landschaft? Die klassische Antwort lautet, dass Landschaft eine Sehfigur sei, ein bestimmter Modus geeignete Gegenden – die „freie Natur“ außerhalb der Siedlungen – ästhetisch zu erfassen. Konnotationen wie „Natur“, „Schönheit“, „Harmonie“, „Weite“, „Einsamkeit“ spielen dabei eine wichtige Rolle. Landschaften stehen in einem Kanon des Sehens- und Schützenswerten, sind von Bildstörungen wie etwa Windrädern bedroht, werden gestaltet nach dem Vorbild von Idealnaturen. Sie sind Orte des kollektiven Gedächtnisses, sind kulturell aufgeladen – so z. B. der „deutsche Wald“ oder das „romantische Mittelrheintal“. Demgegenüber spricht man schon lange auch von Stadt- und Industrielandschaft und „offenen“ oder „erweiterten“ Landschaftsbegriffen jenseits von Ländlichkeit, Idylle und Natursehnsucht. Die Materialität von Landschaft versucht man anhand von Natur- und Kulturlandschaftsbegriffen, Konzepten, die mit „Natürlichkeitsgraden“ hantieren, und der – auch außerwissenschaftlich äußerst populären – Rede vom Anthropozän zu erfassen. Im Seminar, das teilweise auch in der Landschaft draußen stattfinden wird, versuchen wir angesichts dieser Bedeutungsvielfalt Orientierung zu finden.
Eine Lehrveranstaltung des Karlsruher Instituts für Technologie
https://www.awwk-karlsruhe.de/80.php/event/52455
Anmeldung erforderlich.
Kosten:
55 € / 35 € ermäßigt für Mitglieder, KIT- und PH-Angehörige (KIT-Studierende: frei, Anmeldung via KIT-ZAK)