03/11/2025
Am Mittwoch, den 26.10.2025 erschien dieser Artikel in der AZ. Nachdem die GNOR sich vor Erscheinen des Artikels nicht äußern wollte, schreit sie jetzt nach einer Gegendarstellung.
Die Strategie der GNOR ist immer gleich: andere Meinungen werden lautstark niedergemacht und man kommt gar nicht erst zu Wort. (Ortstermin Oberdiebach im März 2025).
Gutachten z.B. von Dr. Gerhold werden falsch zitiert und wenn sie doch plötzlich auftauchen, kann man lesen, daß Dr. Gerhold mitnichten behauptet hat, es wäre alles in Ordnung. Dort stand zu lesen: die Ponys sind zu dünn, weiter Untersuchungen waren nicht möglich, weil man nicht an die Ponys herankam.
Die ehrenamtlichen Betreuer, die ja auch Geld für die Betreung bekommen, haben keine Sachkunde von Pferden und behaupten weiterhin unbeirrt, dass sie einen Sachkundenachweis in Form des Basispasses der FN besitzen. Was einfach nur lächerlich ist. Dies behauptet auch die Vorsitzende der GNOR weiterhin.
Das Gutachten von Prof. Rainer Willmann, daß die GNOR selbst in Auftrag gegeben hat, wird unter den Tisch gekehrt, weil es nicht dem entspricht, was die GNOR hören will. Dort steht ganz klar: die Fläche in Oberdiebach ist nicht geeignet für die Ponys, die Ponys sind zu mager, Futter- und Wasserplatz sind zu weit auseinander, die Fläche ist voll mit für Pferden giftigen Pflanzen.
Aber statt darauf nun zu reagieren, hält die GNOR weiterhin verbissen an ihrem Ponyprojekt fest. Und behauptet weiterhin, alles wäre in Ordnung. Warum? Nur um Recht zu haben?
Dafür wird jetzt am 3.11.25 beim Vortrag der GNOR in Oberdiebach ein uraltes Schreiben von einem Prof. Hemmes herausgekramt, der bestätigt hat (vor Jahren), dass das Gebiet für die Ponys geeignet ist. Leider ist der gute Mann kein Pferdeexperte. Prof. Rainer Willmann schon.
Des Weiteren stellt die GNOR alle Verbesserungen, die sie im Hinblick auf die Ponys durchgeführt hat, als tolle Aktionen ihrerseits dar. Und vergessen dabei, das die Maßnahmen nur von ihnen durchgeführt wurden, weil es Anzeigen und Anordnungen vom Veterinäramt gab. Sonst wäre nämlich gar nichts passiert. So wurde z.B. das Wegräumen von behandeltem Holz, dass als Sondermüll zählt, als tolle Aktion im Internet gefeiert. „Naturschutz lohnt sich: wir haben die Hinterlassenschaften des Vorgängers weggeräumt!“ TOLL. Immerhin bewirtschaftet die GNOR das Gelände seit 2010!
Gott sei Dank wurden die beiden ältesten Stuten, denen es wirklich schlecht ging und die sehr abgemagert waren, nach viel Druck von außen, an die Züchterin zurückgegeben.
Bis vor kurzem waren es noch 9 Ponys in Oberdiebach. Jetzt plötzlich sind es nur noch 8. Zum Verbleib des 9. Ponys gibt es keine Informationen. So kann man schon fast davon ausgehen, dass es nicht mehr lebt.
Die weitere Strategie der GNOR ist, sich einflussreiche Freunde zu sichern, wie z.B. Frau Eder, die auch noch mit einem warmen Geldsegen daher kommen.
Die GNOR sollte sich ein Beispiel an der NABU nehmen, die mit ihren Beweidungsprojekten mit Pferden ebenfalls gescheitert sind. Die NABU hat es zumindest eingesehen und zugegeben, dass sie einfach zu wenig Ahnung von Pferden hatten.
Beweidungsprojekte sind zum Scheitern verurteilt, wenn nicht bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind:
Auch diese Ponys sind nach dem Tierschutzgesetz Haustiere und müssen entsprechend versorgt werden: dazu gehört ausreichend Futter und Wasser, eine Fläche, die für die Pferde geeignet ist, (ehemalige Steilbergweinlagen gehören nicht dazu), eine tägliche Betreuung und u.a. auch Hufkontrolle, zumindest eine Tetanusimpfung und Zahnkontrolle. Dazu müssen die Ponys sich anfassen lassen. In Oberdiebach passiert nichts davon.
Die GNOR erklärt dazu: „Sie wären ja schließlich kein Ponyhof.“ Heißt dass, es ist gerechtfertigt, dass Tiere für ein Naturschutzprojekt leiden müssen?