02/06/2026
Gestern war ich nicht laufen, sondern Schach spielen.
Zu Gast im Austausch war Michael S. Langer, Präsident des Niedersächsischen Schachverbandes, Vorsitzender des Schachclub Braunschweig Gliesmarode von 1869 e.V. und Mitglied im Präsidium des LSB Niedersachsen.
Sportlich war es am Brett ziemlich eindeutig: Drei Partien, drei Niederlagen. Mit meinen rund 1400 Elo gegen seine Spielstärke war das aber auch nicht ganz überraschend. Spaß gemacht hat es trotzdem – und zwei Partien waren sogar richtig interessant.
Noch spannender war aber das Gespräch danach.
Wir haben über Schach im Allgemeinen gesprochen, über Turnierschach im Landkreis Holzminden, über Schach im Ganztag und über Ideen, wie man Schach auch mit Bewegung verbinden kann. Gerade für Kinder und Jugendliche finde ich das einen interessanten Ansatz: Konzentration, Denken, Entscheiden und Bewegung beeinflussen sich gegenseitig positiv.
Michael ist eine spannende Persönlichkeit, weil er im organisierten Sport viele Rollen einnimmt und dadurch verschiedene Perspektiven zusammenbringt: Verein, Fachverband, Landesfachverbände und LSB-Präsidium. Das ist sicher nicht immer ein einfaches Spannungsfeld, macht solche Gespräche aber besonders wertvoll.
Es war ein offenes, angenehmes und wertschätzendes Gespräch mit vielen interessanten Gedanken zur Zukunft des organisierten Sports.
Und für mich war es eine gute Erinnerung daran: Schach ist deutlich mehr als ein Spiel am Brett. Es ist Denksport, Vereinsarbeit, Bildung und Nachwuchsförderung – und Lernen im Sport passiert in Sieg und Niederlage.