BI Drachenwiese Hildesheim

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BI Drachenwiese Hildesheim Bürgerinitiativen für Itzum und Marienburger Höhe

Hitzewellen werden sich durch den Klimawandel deutlich verstärken und Städte sind besonders von den vielfältigen negativ...
28/09/2026

Hitzewellen werden sich durch den Klimawandel deutlich verstärken und Städte sind besonders von den vielfältigen negativen Auswirkungen betroffen. Die Kommunen berücksichtigen zwar bereits Strategien zur Klimafolgenanpassung, es fehlt allerdings oft eine strategisch ausgerichtete, flächendeckende und abgestimmte Hitzevorsorge. Hier setzt das neue ExWoSt-Forschungsfeld an.

Ausgangslage

Häufigere Hitzerekorde und langanhaltendere Hitze- und Dürreperioden prägen seit Jahren die Sommer in Deutschland. Städte sind aufgrund des Wärmeinseleffekts besonders von thermischer Belastung betroffen. Steigende Temperaturen und vor allem Hitzewellen haben vielfältige negative Auswirkungen auf urbane Systeme und Infrastrukturen sowie auf die Stadtgesellschaft. Der städtische Hitzestress beeinträchtigt insbesondere das allgemeine Wohlbefinden und die menschliche Gesundheit. Diese Effekte werden sich durch den Klimawandel in den nächsten Jahren noch deutlich verstärken.

Kommunen und private Bauherrinnen und Bauherren berücksichtigen bereits teilweise Strategien zur Klimafolgenanpassung und zur Hitzevorsorge. Erkenntnisse und Pläne zur thermischen Belastung sind vielerorts bereits in Grundzügen vorhanden, passende Maßnahmen vielfach bekannt. Allerdings fehlt häufig eine strategisch ausgerichtete, flächendeckende und abgestimmte Hitzevorsorge auf unterschiedlichen Maßstabsebenen, von der stadtregionalen und gesamtstädtischen Perspektive bis hin zur Quartiersebene und den Einzelgebäuden. Hier setzt das neue ExWoSt-Forschungsfeld „Urban Heat Labs – Hitzevorsorge in Stadtquartieren und Gebäuden“ an.

Steigende Temperaturen und längere Hitzeperioden stellen besonders in Städten eine zunehmende gesundheitliche Belastung dar. Hitzevorsorge wird zum prioritären Aufgabenfeld für die Stadtentwicklung, insbesondere in Städten mit hochverdichteten Quartieren. Hier kulminieren thermische Belastung, Vulnerabilität und Mehrfachbelastungen, unter anderem durch Luftschadstoffe und weitere Stressoren wie Trockenheit. Darüber hinaus zeigen aktuelle Forschungsergebnisse, dass Hitzestress in erheblichem Umfang durch die thermische Belastung von Innenräumen entsteht und damit vom bauphysikalischen Verhalten der Gebäude abhängt. Zudem gilt ein besonderes Augenmerk den (oftmals thermisch hoch belasteten) Bewegungs- und Aufenthaltsräumen in der Stadt.

Hitzevorsorge ist eine Querschnittsaufgabe, die nahezu alle Handlungs- und Politikfelder der Stadtentwicklung betrifft. Bund, Länder und Kommunen tragen gemeinsam die Verantwortung, Hitzevorsorge in allen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Bereichen zu fördern. Im Rahmen der Stadtplanung können Hitzerisiken über Ansätze der räumlichen Risikovorsorge adressiert werden. Unterschiedliche Strategien wie die konsequente Förderung weiß-grün-blauer Räume, die doppelte Innenentwicklung oder die wassersensible Stadtentwicklung tragen dazu bei, Hitzestress in Städten zu verringern. Die Strategien greifen auf unterschiedlichen Ebenen – von einzelnen Gebäuden und Liegenschaften über Quartiere bis hin zur städtischen und (stadt-)regionalen Ebene. Die Instrumente und Verfahren der Stadtplanung und Stadtentwicklung bieten gute Ansatzpunkte, raumrelevante Strategien und Maßnahmen zur Hitzevorsorge zu integrieren.

Trotz einer Vielzahl an integrativen und sektoralen Strategien fehlt zumeist eine sektor- und ebenenübergreifende Koordination der Hitzevorsorge. Eine Verstetigung der ressortübergreifenden Koordination ist jedoch essentiell, um Synergien zu schöpfen, Maßnahmen wirksam umzusetzen und ihre Reichweite zu erhöhen. Um Hitzevorsorge als querschnittsorientiertes Handlungsfeld zu etablieren, ist auch eine Anpassung rechtlicher Regelungen erforderlich.

Ziel

Das Forschungsfeld „Urban Heat Labs – Hitzevorsorge in Stadtquartieren und Gebäuden“ (UHL) steht im Kontext der übergeordneten Hitzeschutzstrategie des BMWSB und konzentriert sich auf die Hitzevorsorge in verdichteten, thermisch belasteten Städten und Quartieren. Die Ergebnisse von UHL sollen einen maßgeblichen Beitrag zu einer klimaangepassten und hitzeresilienten Stadt- und Baupolitik liefern.

Der Schwerpunkt von UHL liegt auf kommunalen Planungs- und Kommunikationsprozessen zur Hitzevorsorge sowie auf einer Integration und Aktivierung privater Akteurinnen und Akteure. Der Ergebnistransfer adressiert sowohl die Bundespolitik, Kommunen als auch private Akteure aus der Immobilienwirtschaft, zielt beispielsweise u.a. auf Arbeitshilfen für unterschiedliche Maßnahmen im Bereich Stadtentwicklung und Bauwesen, um Empfehlungen für ein zielgerichtetes Zusammenwirken verschiedener Akteursgruppen aufzuzeigen.

https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/programme/exwost/jahr/2024/urban-heat-labs/01-start.html

☀️ Cool bleiben: Wie machen wir Städte widerstandsfähiger gegen Hitze? Bis zu 40 Grad, aufgeheizte Gebäude, kaum Abkühlung in der Nacht: Extreme Hitze wird vor allem in dicht bebauten Quartieren zur Belastung. Gefragt sind Lösungen, die Gebäude, Freiräume und ganze Stadtquartiere wirksam ...

Das ist konsequenter Klimaschutz. Noch einfacher wäre nur, Naturraum gar nicht erst zu versiegeln, insbesondere dann, we...
13/09/2026

Das ist konsequenter Klimaschutz. Noch einfacher wäre nur, Naturraum gar nicht erst zu versiegeln, insbesondere dann, wenn er im hohen Maße Wasser aufnehmen kann.

Es gibt Städte in Deutschland, die den Asphalt aufreissen, damit der Boden wieder atmen kann.

Jahrzehntelang wurden Schulhöfe, Parkplätze und Plätze mit Asphalt und Beton versiegelt. Unter dieser grauen Schicht kann der Boden keinen Regen aufnehmen und nicht durch Verdunstung kühlen. Die Folgen zeigen sich jeden Sommer: Regenwasser schiesst bei Starkregen in die Kanalisation statt zu versickern, und versiegelte Flächen speichern die Hitze des Tages und geben sie nachts wieder ab, während begrünte Flächen längst abgekühlt sind.

In Deutschland werden täglich rund 52 Hektar Fläche neu versiegelt, eine Fläche von etwa 73 Fussballfeldern. Das Ziel der Bundesregierung war, diesen Wert bis 2030 auf unter 30 Hektar zu senken. Erreicht ist das noch nicht. Aber in die andere Richtung, bei der Entsiegelung, bewegt sich inzwischen einiges.

Die Antwort ist nicht immer Neubau. Manchmal reicht es, etwas wegzunehmen. Das ist das Prinzip der Entsiegelung: unnötigen Asphalt entfernen, von einem Schulhof, einem kaum genutzten Parkplatz, einem überdimensionierten Platz, und den Boden wieder durchlässig und bepflanzt herstellen. Der Boden nimmt wieder Regen auf. Bäume kühlen durch Verdunstung. Insekten kommen zurück.

In vielen Kommunen treiben die Niederschlagswassergebühren den Wandel an. Wer versiegelte Flächen auf seinem Grundstück entsiegelt, zahlt weniger. In Hamburg, Berlin und zahlreichen Städten in Nordrhein-Westfalen wird die Gebühr nach dem Anteil der versiegelten Fläche berechnet. Entsiegeln spart also dauerhaft Geld.

Schulhöfe sind einer der sichtbarsten Schauplätze. Das Berliner Programm Grüne Schulhöfe und vergleichbare Programme in Hamburg, München und vielen anderen Städten finanzieren den Umbau von asphaltierten Pausenhöfen zu begrünten Flächen mit Bäumen, Regenmulden und Pflanzbeeten. Kinder bekommen einen kühleren, abwechslungsreicheren Pausenraum, und die Stadt gewinnt eine Fläche, die Starkregen aufnimmt statt abzuleiten.

Die Schwammstadt-Idee, die in früheren Beiträgen dieser Reihe vorkam, setzt genau hier an: Wasser dort zurückhalten, wo es fällt, statt es in den Kanal zu schicken. Entsiegelte Böden, Versickerungsmulden, begrünte Dächer und Baumrigolen sind Teile desselben Systems.

Jeder zurückgewonnene Quadratmeter nimmt Regen auf, senkt die Temperatur und lässt Platz für Leben.

So sieht es in unmittelbarer Nähe des Wasserkamp aus. Eine seit Wochen zugewucherte Verkehrsinsel (nein, das ist kein Be...
30/08/2026

So sieht es in unmittelbarer Nähe des Wasserkamp aus. Eine seit Wochen zugewucherte Verkehrsinsel (nein, das ist kein Beet). Dieses Foto ist nur ein Beispiel für die aktuell bereits mangelnde Pflege und Unterhaltung städtischer Flächen.

Der Bauhof hat bekanntermaßen jetzt schon erhebliche Probleme, die Grünpflege adäquat bewältigen zu können. Vielleicht liegt das an zu wenig Personal.

Wenn die Stadtverwaltung den Wasserkamp erschließen und bebauen möchte, stellt sich daher die Frage:

Hat die Stadt Hildesheim bei den Folgekosten des Wasserkamp zusätzliches Personal und Gerät für die Bewirtschaftung/ Unterhaltung des neuen riesigen Baugebietes einkalkuliert?

Ein „immer mehr ohne zusätzliches neues Personal“ ist den Mitarbeitenden des Bauhofes kaum zuzumuten. Und die Folgen des aktuellen Pflegezustandes der Grünflächen, Straßen und Wege ist den Bürgerinnen und Bürgern nicht zuzumuten.

Hat die Stadt Hildesheim die Kosten der Pflege und Unterhaltung in die Kalkulation eingerechnet?

Wer am Wasserkamp investieren soll, wird von einer ansprechenden Pflege des Baugebietes ausgehen, oder?

Wir bleiben dabei: wir sind für den Erhalt des Wasserkamp als Naturraum für den Klima- und Umweltschutz und gegen eine Versiegelung und Bebauung mit den bekannten Folgen.

15/08/2026
Und was macht Hildesheim? Weiter an der Versiegelung des riesigen Wasserkamp festhalten und damit große Pflöcke einschla...
15/08/2026

Und was macht Hildesheim? Weiter an der Versiegelung des riesigen Wasserkamp festhalten und damit große Pflöcke einschlagen gegen jede Vernunft.

Selbstverständlich wird günstiger Wohnraum benötigt. Aber es gibt Alternativen in Hildesheim, die wir immer wieder dargestellt haben.

Bebauung im Bestand, Innenverdichtung, Wohnraum auf Supermärkten und eingeschossigen Gebäuden.

Aber den Wasserkamp, den Wasserspeicher der Stadt, nutzen zu wollen, grenzt an Ignoranz.

Wir sind für den Wasserkamp und gegen eine Bebauung und Versiegelung wertvollen Bodens.

Wann erkennt die Stadt Hildesheim, dass ein Neubaugebiet dieser Größe nicht erforderlich ist?Die Einwohnerentwicklung is...
06/08/2026

Wann erkennt die Stadt Hildesheim, dass ein Neubaugebiet dieser Größe nicht erforderlich ist?

Die Einwohnerentwicklung ist seit Jahren rückläufig. Zudem zeigen die Hitzetage doch sehr eindrücklich, dass wir JETZT und konsequent den Klimaschutz fokussieren müssen.

Ein Baugebiet auf dem Wasserspeicher der Stadt passt überhaupt nicht in die Zeit.

Wir sind für den Erhalt des Wasserkamp und gegen eine Bebauung und Versiegelung wertvoller Flächen.

29/06/2026
Echte, ernstgemeinte Klimapolitik in Hildesheim könnte bedeuten:Energie und Gebäude* Energetische Sanierung von Schulen ...
28/06/2026

Echte, ernstgemeinte Klimapolitik in Hildesheim könnte bedeuten:

Energie und Gebäude

* Energetische Sanierung von Schulen und Sporthallen
* Umstellung kommunaler Gebäude auf Wärmepumpen oder klimaneutrale Wärmeversorgung
* Installation von Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden
* Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik

Verkehr

* Ausbau sicherer Radwege und Fahrradstraßen
* Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs
* Einführung von Carsharing-Angeboten
* Elektrifizierung kommunaler Fahrzeugflotten (Bauhof, Verwaltung, Busse)

Erneuerbare Energien

* Beteiligung an Bürgerenergieprojekten
* Freiflächen-Photovoltaik auf geeigneten kommunalen Flächen und Gebäuden

Stadtplanung und Flächennutzung

* Klimafreundliche Bauleitplanung
* Nachverdichtung statt neuer Flächenversiegelung (z.B. Verzicht auf Bebauung des Wasserkamp)
* Begrünung von Dächern und Fassaden
* Erhalt und Ausbau von Grünflächen
* Entsiegelung von Parkplätzen und Plätzen

Anpassung an den Klimawandel

* Pflanzung klimaresistenter Bäume
* Schaffung von Frischluftschneisen
* Hochwasserschutzmaßnahmen (auch dazu trägt der Wasserkamp bei)
* Regenwasserrückhaltebecken und Schwammstadt-Konzepte (warum heißt der Wasserkamp Wasserkamp?)
* Beschattung von Spielplätzen und öffentlichen Plätzen

Abfall und Ressourcen

* Förderung von Reparatur- und Wiederverwendungszentren
* Verbesserung der Abfalltrennung
* Reduzierung von Einwegprodukten bei kommunalen Veranstaltungen
* Nachhaltige Beschaffung durch die Verwaltung

Landwirtschaft und Ernährung

* Verpachtung kommunaler Flächen nach ökologischen Kriterien
* Förderung regionaler Vermarktung
* Mehr regionale und saisonale Produkte in Schulen und Kitas
* Unterstützung von Agroforst- und Naturschutzprojekten

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