Gegenwind-Freigericht e.V.

Gegenwind-Freigericht e.V. Die Windkraft darf nicht auf Kosten von Natur- und Artenschutz gehen.

Feuer in 100 Metern Höhe: Der Brand bei Biebelried zeigt das unkalkulierbare Risiko im Wald! 🌳🔥​Ein brennendes Windrad a...
29/08/2026

Feuer in 100 Metern Höhe: Der Brand bei Biebelried zeigt das unkalkulierbare Risiko im Wald! 🌳🔥

​Ein brennendes Windrad an der A7 nahe Biebelried / Kitzingen hat es wieder einmal deutlich gezeigt: Gerät die Technik in der Gondel in Brand, ist die Feuerwehr in über 100 Metern Höhe völlig machtlos. Die Einsatzkräfte können eine solche Anlage nur aus der Ferne kontrolliert ausbrennen lassen – während brennende Trümmerteile herunterfallen und eine enorme Gefahr für die Umgebung darstellen.

​Was bedeutet das für unser Heimatgebiet im Sülzert?

​Die geplanten Windkraftanlagen im Freigerichter Wald (Sülzert) sollen mitten in einem dichten, wertvollen Waldgebiet entstehen. Ein solches Brandereignis bei uns hätte katastrophale Folgen:
​Machtlosigkeit der Feuerwehr: Im Wald gibt es keine Löschwasserversorgung für Hoch-Einsätze dieser Art. Ein Übergreifen von Funkenflug und brennenden Trümmern auf das Geäst und den Trockenboden würde binnen kürzester Zeit zu einem unkontrollierbaren Waldbrand führen.

​Gefährdung der Einsatzkräfte und Anwohner: Ein Waldbrand im Sülzert bedroht nicht nur ein wichtiges Naherholungsgebiet und den Grundwasserspeicher unserer Region, sondern gefährdet direkt die umliegenden Ortschaften und die Einsatzkräfte vor Ort.

​Industrieanlagen gehören nicht in den Wald: Technisches Versagen, Blitzeinschläge oder Kurzschlüsse lassen sich niemals zu 100 % ausschließen. Wer solche Risiken mitten in einen geschlossenen Forst baut, handelt fahrlässig gegenüber Mensch und Natur.

​Wir setzen uns weiterhin entschlossen für den Erhalt des Sülzerts ein. Industrie gehört nicht in den Wald – erst recht nicht mit solchen Brandrisiken! 🛡️🌲

Gegenwind Freigericht e.V. – Für den Schutz unserer Heimat und unserer Wälder.

📢 Pressemitteilung zu den Plänen im Sülzert online!​Wir haben auf Vorsprung Online einen aktuellen Artikel zur neuen str...
20/08/2026

📢 Pressemitteilung zu den Plänen im Sülzert online!

​Wir haben auf Vorsprung Online einen aktuellen Artikel zur neuen strategischen Ausrichtung bei der Vermarktung und Netzanbindung des geplanten Windparks im Sülzert veröffentlicht.

​Auch wenn Investoren und Politik mit neuen Begriffen hantieren, bleibt unsere Position eindeutig: Die Grundprobleme lösen sich dadurch nicht. Der Bau von Riesenwindrädern bedeutet weiterhin die Zerstörung unseres Waldes, erhebliche Eingriffe in Natur und Naherholung sowie ungelöste Fragen beim Brandschutz.

​👉 Den vollständigen Artikel von Gegenwind-Freigericht e.V. findet ihr direkt auf Vorsprung Online:

https://vorsprung-online.de/mkk/freigericht/freigericht/windpark-s%C3%BClzert-neue-strategische-ausrichtung-zur-vermarktung-und-netzanbindung.html?fbclid=Iwb21leATzobljbGNrBPOhnXBkb2YBZXh0bgNhZW0CMTEAc3J0YwZhcHBfaWQMMzUwNjg1NTMxNzI4AAEe8ZiZLod45rZiDnoq8ASUw--FOM-lbC45YRYey7yFGN5EW83O0--vWARTRqk_aem_koFgm1ZaAFOU3A1EW-GetA

​🌲 Gemeinsam für den Erhalt unseres Waldes!

Der Verein Gegenwind Freigericht e.V. nimmt Stellung zu den neuesten Informationen der Projektierer in der Stadtratsitzung Alzenau am 30.07.2026.

🌬️❄️ Von der  Sommerhitze zum Eishagel-Risiko: Warnschilder als Freibrief für Windkraftanlagen? ❄️🌬️​Hallo liebe Freiger...
16/08/2026

🌬️❄️ Von der Sommerhitze zum Eishagel-Risiko: Warnschilder als Freibrief für Windkraftanlagen? ❄️🌬️

​Hallo liebe Freigerichter,
​zwar schwitzen wir gerade alle bei hochsommerlichen Temperaturen, doch wir von Gegenwind Freigericht denken schon an die kälteren Tage. Der nächste Winter kommt bestimmt, und mit ihm eine ganz konkrete Gefahr für uns alle, die gerne in unserer Natur unterwegs sind: Eisabwurf von Windkraftanlagen.

​Das Foto, das wir hier teilen, zeigt ein Warnschild, das bereits an einigen Stellen aufgestellt wurde: "Vorsicht Eisabwurf durch Windkraftanlagen möglich". Für uns ist das ein Schlag ins Gesicht. Es wirkt so, als ob sich die Verantwortlichen die Sache viel zu leicht machen. Mit einem simplen Schild wälzen sie die Verantwortung auf uns, die Bürgerinnen und Bürger, ab.

​"Möglicher Eisabwurf" – was heißt das eigentlich für uns?

​Das bedeutet, dass Wanderer, Spaziergänger und Naturliebhaber im Winter mit einem erheblichen Problem konfrontiert sein werden. Die Wege in der Nähe dieser Anlagen sind dann nicht mehr sicher. Eis, das sich an den riesigen Rotorblättern bildet, kann wie Geschosse herunterfallen.

​Anstatt echte Lösungen zu präsentieren, wie zum Beispiel Heizsysteme an den Rotorblättern oder ausreichende Sicherheitsabstände, werden wir mit Warnschildern abgespeist. Das ist kein ausreichender Schutz!

​Wir fordern:
1️⃣ Echte, wirksame Maßnahmen zur Verhinderung von Eisabwurf.
2️⃣ Transparenz über die Risiken und die geplanten Sicherheitsmaßnahmen.
3️⃣ Anerkennung, dass unsere Sicherheit und die Zugänglichkeit unserer Natur oberste Priorität haben müssen.

Der Beste Schutz besteht darin, dass diese Anlagen nicht in unserem Wald gebaut werden!

​Was denkt ihr darüber? Findet ihr, ein Warnschild ist genug? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

​Teilt diesen Beitrag, um auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen.
​Euer Team von Gegenwind Freigericht e.V.

🌳 Sehenswerte Dokumentation: „Wenn der Wind sich dreht“ 🎬​Was bedeutet der flächendeckende Ausbau von Windkraftanlagen w...
15/08/2026

🌳 Sehenswerte Dokumentation: „Wenn der Wind sich dreht“ 🎬

​Was bedeutet der flächendeckende Ausbau von Windkraftanlagen wirklich für unsere Wälder, die Natur und das Landschaftsbild?

​Die sehenswerte Dokumentation „Wenn der Wind sich dreht“ des Kanals IN DIE GENE beleuchtet in über zweieinhalb Stunden die Schattenseiten des großflächigen Windkraftausbaus in Deutschland. Der Film gibt Betroffenen, Experten aus Physik, Ingenieurwesen und Ökonomie sowie Naturschützern eine Stimme.

​Warum das für uns in Freigericht so wichtig ist:

Auch bei uns stehen wertvolle Waldflächen im Sülzert vor massiven Eingriffen und Rodungen. Die Doku macht eindrucksvoll deutlich, warum der Schutz unserer Wälder und unserer Heimat so essenziell ist und dass wir als Bürger vor Ort aktiv werden müssen.

​👉 Empfehlung: Nehmen Sie sich die Zeit und schauen Sie sich die Dokumentation an.

​🔗 Hier geht es direkt zur Doku auf YouTube:

https://www.youtube.com/watch?v=CFR5PysXrXs

​Gefällt euch der Beitrag? Teilt diesen Beitrag, um noch mehr Menschen in unserer Region für den Schutz unserer Wälder zu sensibilisieren! 🤝

WENN DER WIND SICH DREHT dokumentiert Bürgerinitiativen und Experte...

Energiewende mit Augenmaß: Industriekomplexe statt intakter Natur?​Immer mehr Flächen im Land werden für den massiven Au...
12/08/2026

Energiewende mit Augenmaß: Industriekomplexe statt intakter Natur?

​Immer mehr Flächen im Land werden für den massiven Ausbau von Infrastruktur beansprucht: Von gigantischen Windkraftanlagen in Waldgebieten über weitläufige Umspannwerke und Hochspannungstrassen bis hin zu riesigen Rechenzentren und Gaskraftwerken. Wo früher Erholung, Artenvielfalt und unberührte Natur im Vordergrund standen, droht schrittweise eine schleichende Industrialisierung unserer Kulturlandschaft.

​Einzug der Industrie in schützenswerte Wälder:

​Besonders der Bau von Windkraftanlagen in geschlossenen Waldgebieten wirft gravierende Fragen auf. Wälder sind nicht nur Erholungsraum für die Bevölkerung, sondern auch wichtige Wasserspeicher, CO₂-Senken und Rückzugsorte für bedrohte Tierarten.

Um die gewaltigen Anlagen zu errichten, braucht es:

​Massive Rodungen: Großflächige Rodungen für Fundamente, Montageflächen und breite Zufahrtswege für Schwerlasttransporte.

​Versiegelung von Waldböden: Dauerhafter Verlust der natürlichen Bodenfunktion und Störung des Wasserhaushalts im Forst.
​Risiken für Brandschutz und Natur: Erhöhte Herausforderungen beim Brandschutz in trockenen Sommermonaten sowie Risiken für den Vogelschutz und lokale Ökosysteme.
​Flächenverbrauch und Verlust von Heimat

​Niemand verschließt sich dem Wandel oder dem Bedarf an Energie und digitaler Infrastruktur. Die entscheidende Frage lautet jedoch: Zu welchem Preis und an welchen Standorten?

​Wenn Wald- und Naturflächen ohne ausreichenden Blick auf den regionalen Artenschutz, den Brandschutz und die Belange der Anwohner geordneten Industriezonen weichen müssen, geht der eigentliche Wert unserer Heimat verloren. Eine Energiewende, die Natur zerstört, um Natur zu schützen, führt sich selbst ad absurdum.

​Was wir fordern: Transparenz, Schutz und vernünftige Planung

​Wir setzen uns für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt ein:

​Vorrang für vorbelastete Flächen: Industrie- und Infrastrukturbauten gehören auf Gewerbeflächen oder bereits versiegelte Areale – nicht in intakte Wald- und Erholungsgebiete.

​Gründliche Gutachten: Unabhängige und umfassende Prüfungen zu Artenschutz, Wasserhaushalt und Brandschutz müssen die Grundlage jeder Entscheidung sein.

​Echte Bürgerbeteiligung: Die Sorgen der Menschen vor Ort müssen ernst genommen und frühzeitig in die Planung einbezogen werden.

​Unsere Heimat und unsere Wälder sind unvermehrbare Güter. Wir bleiben am Thema dran und informieren weiterhin transparent über alle aktuellen Entwicklungen.

​Gemeinsam für den Erhalt unserer Natur und Heimat!

🚨 EXTREME GEFAHR: Waldbrand im benachbarten Rodenbach – Und was passiert bei uns im Sölzert? 🚨​Die Realität holt uns ger...
10/08/2026

🚨 EXTREME GEFAHR: Waldbrand im benachbarten Rodenbach – Und was passiert bei uns im Sölzert? 🚨

​Die Realität holt uns gerade erschreckend schnell ein: Aktuell warnt die Integrierte Leitstelle Main-Kinzig-Kreis vor einer extremen Gefahr durch einen Waldbrand im Gemeindegebiet Rodenbach (KATWARN-Meldung heute, 15:16 Uhr). Betroffene Gebiete sollen gemieden werden, während unsere Einsatzkräfte der Feuerwehr unter höchstem Risiko im Einsatz sind! 🔥🚒

​Das zeigt eindringlich: Die Waldbrandgefahr bei uns vor der Haustür ist keine hypothetische Theorie, sondern eine reale Bedrohung!

​Und genau in dieser Situation planen die Verantwortlichen in Alzenau weiterhin ungerührt gigantische Windkraftanlagen mitten in unserem Wald im Sölzert.

​❓ Wir fragen die Politik ganz direkt:
​🚨 Wie soll ein Feuer bei Windrädern gelöscht werden?

Brennt eine Anlage in über 150 Metern Höhe durch Blitzeinschlag, technische Defekte oder durch Waldbrand der bei extremer Hitze entsteht und den Windpark erfasst, ist ein Löschen durch die Feuerwehr schlicht unmöglich. Brennende Teile fliegen bei Trockenheit und Wind hunderte Meter weit in die Baumkronen!

​🚒 Unkalkulierbares Risiko für unsere Feuerwehren:

Wie sollen Einsatzkräfte einen Waldbrand unter und an Windkraftanlagen sicher bekämpfen, wenn Trümmerteile drohen herabzustürzen?

​🌲 Aufgeweichter Schutzraum Wald:
Durch zusätzliche Rodungen und Versiegelungen für Zufahrten trocknen die verbleibenden Waldflächen nur noch schneller aus und erhöhen das Brandrisiko zusätzlich.

​Der Waldbrand in Rodenbach ist ein Weckruf zur rechten Zeit: Unser Wald ist Wasserspeicher, Hitzeschild und grüne Lunge – ihn mit Industrieanlagen und Brandrisiken zu belasten, ist unverantwortlich!

​Wir fordern die politischen Entscheidungsträger auf, das Projekt Windpark im Wald umgehend zu stoppen und den Schutz unserer Wälder und Bürger an erste Stelle zu setzen! 🛑🤝

​📌 Teilt diesen Beitrag und macht auf die Gefahr aufmerksam!

🌲🔥 Trockenheit & Waldbrandgefahr: Ein unkalkulierbares Risiko für unsere Sölzert! 🔥🌲​Das Hessische Umweltministerium mel...
08/08/2026

🌲🔥 Trockenheit & Waldbrandgefahr: Ein unkalkulierbares Risiko für unsere Sölzert! 🔥🌲

​Das Hessische Umweltministerium meldet landesweit hohe Waldbrandgefahr – in weiten Teilen Hessens gilt bereits Gefahrenstufe 4 von 5. Der Waldboden ist staubtrocken, Totholz und Reisig wirken wie Beschleuniger.

​Vor diesem Hintergrund fragen wir uns: Wie kann man in Zeiten zunehmender Sommertrockenheit allen Ernstes den Bau von Industrie-Windkraftanlagen mitten in unserem Wald planen?

​Eine Gegenüberstellung, die nachdenklich machen muss:

​❌ Löschen in der Höhe unmöglich: Die Gondeln moderner Anlagen ragen über 160 Meter in den Himmel. Die Feuerwehr kann einen Brand dort oben schlichtweg nicht löschen. Tritt ein technischer Defekt auf, bleibt oft nur das kontrollierte Abbrennen – während brennende Teile hunderte Meter weit in den ausgetrockneten Wald fliegen können!

​❌ Austrocknung durch Rodung: Für Fundamente, Kranstellplätze und Zufahrtswege muss das geschlossene Kronendach des Waldes geöffnet werden. Die Folge: Mehr Sonne und Wind treffen auf den Boden, die Humusschicht trocknet noch schneller aus. Das Risiko für Flächenbrände steigt weiter.

​❌ Erschwerte Rettungswege: Im dichten Wald fehlen meist ausreichende Löschwasserkapazitäten. Bei einem Großbrand zählt jede Minute!

​Der Schutz unserer Heimat und unseres Waldes muss an erster Stelle stehen. Ein Industriegebiet im Wald erhöht das Brandrisiko um ein Vielfaches – ein Risiko, das unsere Region nicht tragen darf!

​👉 Wie seht ihr das? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

Windpark Sölzer/Sülzert und die Netzeinspeisung. Geht der Plan des Projektierers auf?Die oft gemachte Aussage, dass ein ...
02/08/2026

Windpark Sölzer/Sülzert und die Netzeinspeisung. Geht der Plan des Projektierers auf?

Die oft gemachte Aussage, dass ein benötigtes Umspannwerk sowie der Netzausbau einfach von den Netzbetreibern geplant, gebaut und finanziert werden, bedarf allerdings einer Differenzierung – sowohl rechtlich als auch finanziell und ökologisch.

​Aus unserer Sicht als Gegenwind-Freigericht e.V. bleiben dabei folgende entscheidende Punkte unberücksichtigt:

​1. Wer trägt am Ende die Kosten? (Gesamtwirtschaftliche Sicht)

​Selbst wenn ein Verteil- oder Übertragungsnetzbetreiber initiale Investitionen in die Netzinfrastruktur übernimmt, werden diese Kosten nicht „geschenkt“. Über die gesetzlich geregelten Netzentgelte werden solche Netzausbaumaßnahmen auf die Allgemeinheit – also auf alle Stromkunden – umgelegt. Es handelt sich somit keineswegs um eine kostenneutrale Angelegenheit für die Bürgerinnen und Bürger. Zudem sind die Projektierer nach den Vorgaben der Bundesnetzagentur an den Kosten für Einspeisung und Netzanbindung angemessen zu beteiligen.

​2. Zeitliche Verzögerungen und Netzkapazitäten

​Die reine Zusage oder Absicht, ein Umspannwerk zu bauen oder zu erweitern, löst das Kapazitätsproblem nicht über Nacht. Planungs-, Genehmigungs- und Bauzeiten für Umspannwerke und 110-kV-Trassen dauern in Deutschland oft viele Jahre. Solange die Kapazitäten im bestehenden Netz (wie etwa an der Trasse Dörnigheim–Fulda / Umspannwerk Langenselbold) nicht vorhanden sind, drohen Abregelungen und erhebliche wirtschaftliche sowie fehlausgerichtete Einspeiseprobleme.

​3. Zusätzlicher Flächenverbrauch und Eingriffe in die Natur

​Ein neues oder erweitertes Umspannwerk sowie die erforderlichen Kabeltrassen (ob Freileitung oder Erdkabel) entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie bedeuten zusätzliche Versiegelung, Rodungen und Schneisen im Wald- und Landschaftsgebiet des Sölzerts und der angrenzenden Gemarkungen. Dieser Infrastruktur-Eingriff muss in der Gesamtbetrachtung des Projekts vollumfänglich berücksichtigt und bewertet werden.

​Unser Fazit:

​Der Hinweis auf die Zuständigkeit des Netzbetreibers entbindet niemanden von der Verantwortung, die tatsächliche Machbarkeit, die zeitliche Realisierbarkeit und die ökologischen Folgekosten vorab kritisch zu hinterfragen. Wir werden dieses Thema im laufenden Verfahren weiterhin sehr genau verfolgen.

Der Plan und die Realität:

Die Zusage eines Projektierers, ein Windparkprojekt (wie das im Raum Alzenau/Freigericht geplante Vorhaben im Sülzert) ohne den Bau eines eigenen Umspannwerks umzusetzen, ist aus netztechnischer Sicht äußerst kritisch und kurzfristig kaum realisierbar.

​Aktuelle Engpässe im Hochspannungsnetz:

Die regionalen Bestandsnetze und Knotenpunkte im Raum Aschaffenburg, Alzenau und dem Main-Kinzig-Kreis sind durch bereits bestehende Dezentraleinspeisungen (z. B. großflächige Photovoltaik- und Gewerbeanlagen) stark ausgelastet. Frei verfügbare Kapazitäten auf der 20-kV-Mittelspannungsebene reichen bei Weitem nicht aus, um die schwankende Multi-Megawatt-Leistung moderner Windkraftanlagen ohne erhebliche Netzüberlastungen aufzunehmen.

​Fehlende Voraussetzungen für eine kurzfristige Netzanbindung:

Um den Strom eines solchen Windparks stabil abzutransportieren, ist eine direkte Transformation in das 110-kV-Hochspannungs- bzw. 380-kV-Höchstspannungsnetz zwingend notwendig. Großprojekte zur Netzverstärkung in der Region – wie etwa die von den Übertragungsnetzbetreibern (z. B. TenneT) geplanten Schaltanlagen und Umspannwerke im Raum Freigericht/Alzenau – befinden sich derzeit in frühen Suchraum- bzw. Planungs- und Genehmigungsverfahren und stehen somit kurzfristig nicht zur Verfügung.

​Folgen für den Projektzeitplan:

Ohne ein projekteigenes Umspannwerk ist der Entwickler vollständig vom Ausbautempo der regionalen Verteil- und Übertragungsnetzbetreiber abhängig. Sollte kein unmittelbarer Netzverknüpfungspunkt zugewiesen werden können, drohen jahrelange Verzögerungen bei der Inbetriebnahme oder eine dauerhafte Abregelung (Redispatch) der Anlagen. Die Behauptung, das Projekt unter den derzeitigen Voraussetzungen ohne eigenes Umspannwerk zeitnah realisieren zu können, hält einer realistischen netztechnischen Prüfung im regionalen Bestandskontext daher nicht stand.

🛑 Windpark Sülzert: Das Märchen vom „billigen“ Netzanschluss​Der Projektierer will Millionen sparen und auf ein eigenes ...
01/08/2026

🛑 Windpark Sülzert: Das Märchen vom „billigen“ Netzanschluss

​Der Projektierer will Millionen sparen und auf ein eigenes Umspannwerk verzichten? Was auf dem Papier schön klingt, hält der netztechnischen Realität schlicht nicht stand. Und in der Politik wird offenbar auf Zeit gespielt.

​Warum das geplante Manöver technisch unrealistisch ist und drängende Fragen aufwirft:

​1️⃣ Die 20-kV-Leitung ist völlig überfordert

​Ein Windpark mit 8 Großanlagen leistet zwischen 35 und 56 Megawatt (MW). Standard-Mittelspannungsnetze (20 kV) sind für solche gewaltigen Energiemengen gar nicht ausgelegt.​ Die thermische Belastbarkeit der Kabel wird gesprengt. ​Die zulässigen Spannungsschwankungen werden weit überschritten.

​2️⃣ Unsere Region ist bereits an der Grenze

​Der Bereich Vorspessart / Kahlgrund / Freigericht hat durch den starken Ausbau von Photovoltaik-Anlagen bereits eine sehr hohe Einspeiselast. Das regionale Netz hat bei Spitzenzeiten schlicht keine Reserven mehr für ein Großkraftwerk dieser Dimension.

​3️⃣ Das Nadelöhr: Das fehlende Umspannwerk

​Eine Einspeisung dieser Größenordnung ist ohne direkten Anschluss an das 110-kV-Hochspannungsnetz technisch kaum machbar. Der einzig tragfähige Knotenpunkt wäre das von TenneT geplante Umspannwerk im Bereich Alzenau-Albstadt / Goldberg – doch dieses Umspannwerk existiert derzeit noch gar nicht!

​Ohne diesen Hochspannungsanschluss drohen ständige Abregelungen (Redispatch) bei Starkwind, um die Kabel zu schützen. Ein Windpark, der bei gutem Wind abgeschaltet werden muss, ist wirtschaftlich nicht tragfähig.

​❓ Taktisches Schweigen im Alzenauer Rathaus?

​Einer Stadtverwaltung und Bürgermeister Stephan Noll muss die angespannte Netzsituation im Kahlgrund bestens bekannt sein. Warum wird das Thema in den Stadtratssitzungen totgeschwiegen?
​Es liegt der Verdacht nahe: Soll hier womöglich auf Zeit gespielt werden, bis das geplante TenneT-Umspannwerk gebaut ist, um den Windpark Sülzert dann vollendeter Tatsachen anzuschließen – während man die Bedenken und den Widerstand der Bevölkerung vor Ort schlicht außen vor lässt?

​💡 Unser Fazit

​Der angebliche Verzicht auf ein eigenes Umspannwerk dient primär dazu, das Projekt auf dem Papier schönzurechnen. Die physikalische Realität lässt sich nicht weglächeln.

​Wir fordern ehrliche Aufklärung, ehrliche Zahlen und die Einbindung der Bürger statt Hinterzimmer-Taktik! 🌳🤝

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Freigericht , Hessen
Hessen

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