05/05/2026
Ich freue mich auf die neue Zusammensetzung im Parlament und bin mir sicher, dass wir weiter zum Wohle unserer Stadt einem Strang ziehen werden. Auf gute Zusammenarbeit 🤝.
Ich hatte die große Ehre, erneut eine konstituierende Sitzung der Stadtverordnetenversammlung eröffnen zu dürfen. Meine Begrüßungsrede könnt ihr hier nachlesen 👇
Rede zur konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Heringen (Werra)
Sehr geehrte Damen und Herren Stadtverordnete,
sehr geehrte Mitglieder des Magistrat,
liebe Bürgerinnen und Bürger,
ich begrüße Sie heute herzlich zur heutigen konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung unserer Heimatstadt Heringen (Werra) – und ich freue mich besonders, dass wir zu diesem bedeutsamen Anlass hier im frisch sanierten Bürgerhaus zusammenkommen. Dieses Haus ist mehr als ein Gebäude. Es ist ein Ort der Begegnung, des Austauschs und des Miteinanders. Dass wir uns heute hier, in diesem erneuerten Haus, zur ersten Sitzung dieser neuen Wahlperiode versammeln, hat auch eine symbolische Kraft: Es steht für Aufbruch, für Erneuerung und für das gemeinsame Gestalten unserer Zukunft.
Die heutige Sitzung markiert einen demokratischen Neubeginn. Die Bürgerinnen und Bürger haben gewählt. Sie haben Verantwortung übertragen – an jede und jeden von uns. Dieses Mandat ist Ehre und Verpflichtung zugleich.
Denn mit dem Mandat und dem Amt, das Sie heute antreten oder fortführen, ist mehr verbunden als Verwaltung von Zuständigkeiten und Beschlussvorlagen. Es geht um Verantwortung für unsere Stadt. Für ihre Menschen. Für ihre Zukunft. Und deshalb möchte ich gleich zu Beginn einen Gedanken in den Mittelpunkt stellen, der mich leitet und der uns alle leiten sollte: Suchet der Stadt Bestes.
Dieser Satz ist Auftrag und Haltung zugleich. Er erinnert uns daran, dass kommunalpolitisches Handeln nie Selbstzweck sein darf. Nicht parteitaktische Erwägungen, nicht persönliche Interessen und nicht das Trennende dürfen uns bestimmen – sondern das gemeinsame Bemühen um das Beste für unsere Stadt. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Debatten oft schärfer, Gegensätze sichtbarer und Herausforderungen größer werden, braucht es auf kommunaler Ebene etwas, das über Unterschiede hinausträgt: Verantwortung, Respekt und den Willen zur Zusammenarbeit. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass wir miteinander um gute Lösungen ringen – nicht gegeneinander um politische Profile. Diese Stadtverordnetenversammlung ist kein Ort der Konfrontation um ihrer selbst willen. Sie ist ein Ort demokratischer Gestaltung. Und Gestaltung – davon bin ich überzeugt – beginnt dort, wo wir uns nicht mit dem bloßen Verwalten zufriedengeben.
Denn Verwalten allein bedeutet oft Stillstand. Wir aber wollen gestalten. Wir wollen nicht nur Bestehendes bewahren, sondern Zukunft entwickeln. Wir wollen Chancen erkennen und nutzen. Wir wollen unserer Stadt Richtung geben. Gerade für Heringen (Werra) heißt das: Wir haben allen Grund, selbstbewusst nach vorn zu schauen.
Unsere Stadt steht auf einem starken Fundament – geprägt von industrieller Tradition, von Heimatverbundenheit, von bürgerschaftlichem Engagement und vom Zusammenhalt ihrer Menschen. Zugleich stehen wir vor Aufgaben, die Weitsicht und Entschlossenheit verlangen:
Die Entwicklung unserer Infrastruktur.
Die Zukunft unserer Ortsteile.
Die Stärkung unserer Innenstadt.
Wohnraum, Mobilität und Digitalisierung.
Gute Bedingungen für Familien, Vereine und Ehrenamt.
Wirtschaftliche Entwicklung und sichere Arbeitsplätze.
Und nicht zuletzt die Frage, wie wir den Wandel unserer Region aktiv gestalten.
All das sind keine abstrakten Themen. Das sind konkrete Zukunftsfragen für unsere Stadt. Und sie werden nicht durch Verwaltung allein beantwortet, sondern durch politische Gestaltung. Dafür braucht es Mut zu Entscheidungen. Dafür braucht es Debatten mit Haltung. Und dafür braucht es die Bereitschaft, über Fraktionsgrenzen hinweg Verantwortung zu übernehmen. Parteipolitische Unterschiede gehören zur Demokratie. Aber kommunale Verantwortung verlangt mehr als das Beharren auf Unterschieden. Sie verlangt das gemeinsame Ringen um tragfähige Lösungen. Ich wünsche mir deshalb für diese Wahlperiode eine Kultur des Respekts, der Sachorientierung und der Zusammenarbeit. Eine Stadt gewinnt nicht dadurch, dass sich politische Lager gegenüberstehen. Eine Stadt gewinnt dann, wenn Verantwortliche miteinander für sie arbeiten. Lassen Sie uns die gemeinsame konstruktive Arbeit der letzten fünf Jahre fortsetzen. Denn, jede und jeder Einzelne trägt dafür Verantwortung. Nicht nur der Bürgermeister. Nicht nur Magistrat oder Ausschüsse. Jede Stadtverordnete. Jeder Stadtverordnete.
Mit dem heutigen Tag übernehmen wir nicht nur ein Mandat. Wir übernehmen Pflicht. Pflicht gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern. Pflicht gegenüber kommenden Generationen – wobei es nicht nur darum geht, generationengerecht zu wirtschaften, sondern generationengerecht zu investieren. Kein heutiges Kind dankt es uns in 10 Jahren, wenn wir ihm oder ihr eine Schrott-Stadt hinterlassen. Das ist unsere Verantwortung.
Diese Verantwortung sollten wir mit Demut tragen – aber auch mit Zuversicht. Denn Kommunalpolitik ist dort am stärksten, wo sie nah an den Menschen bleibt. Wo sie zuhört. Wo sie Probleme nicht beschreibt, sondern löst. Wo sie Heimat nicht nur verwaltet, sondern weiterentwickelt. Und genau darin liegt eine große Chance für uns. Denn die Zukunft einer Stadt entscheidet sich nicht irgendwo fern – sie beginnt hier. In den Sitzungen dieses Hauses. In Beschlüssen, die wir fassen. In Prioritäten, die wir setzen. In der Haltung, mit der wir Politik machen. Lassen Sie uns deshalb diese neue Wahlperiode als gemeinsame Verantwortung verstehen. Nicht als Fortsetzung von Routinen. Sondern als Auftrag zur Gestaltung. Mit klarem Kompass. Mit Mut. Mit Augenmaß. Und mit dem festen Willen, das Beste für unsere Stadt zu suchen.
Ich bin überzeugt: Wenn uns das gelingt, dann wird diese Wahlperiode eine gute für Heringen (Werra) werden. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten. Mit Leidenschaft für unsere Stadt. Mit Respekt füreinander. Und mit dem Anspruch, Zukunft nicht zu verwalten, sondern zu gestalten.
Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen allen. Und ich wünsche dieser Stadtverordnetenversammlung für die kommenden Jahre kluge Entscheidungen, gute Debatten und stets eine glückliche Hand zum Wohle unserer Stadt.
Zuletzt möchte ich noch einen besonderen Dank an die vielen Menschen richten, die daran mitgewirkt haben, dass wir heute hier überhaupt sitzen können. Zuvorderst natürlich dem Wahlleiter Kai Adam und seinem Stellvertreter Matthias Hujo für die Vorbereitung und erfolgreiche Durchführung der Wahlen gemeinsam mit deren Team sowie allen ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern. Danke dafür. Ebenso möchte ich mich herzlich beim Architekturbüro Kirschner bedanken, dass Sie trotz unseres Drucks kühlen Kopf bewahrt haben und dafür gesorgt haben, dass wir die neue Legislaturperiode hier im „neuen, alten“ Bürgerhaus einläuten können. Danke auch an die Körperschaftsabteilung für die hervorragende Vorbereitung zu dieser Sitzung. Und natürlich ein herzliches Dankeschön an alle ausgeschiedenen Gremienmitglieder, ganz besonders meinen Kollegen im Magistrat. Wir haben wirklich eine produktive und schöne Zeit gehabt in den vergangenen fünf Jahren. Ich bin stolz Bürgermeister dieser Stadt zu sein.
Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, Glückauf und seien Sie herzlich nach der heutigen Sitzung zum parlamentarischen Abend eingeladen.